#10 Vom Yoga zu Nervensystem & PRI – unser Weg in die Körperarbeit

Shownotes

🧠 Takeaways dieser Folge:

  • Körperarbeit beginnt oft mit der eigenen Geschichte.
  • Yoga ist weit mehr als Asana und Beweglichkeit.
  • Nervensystemarbeit bedeutet nicht nur Entspannung, sondern Anpassungsfähigkeit.
  • Kontrolle und Leistung können auch Regulationsstrategien sein.
  • Stimme kann ein kraftvoller Zugang zu Ausdruck und Regulation sein.
  • PRI verbindet Atmung, Biomechanik, Nervensystem und Körperasymmetrie.
  • Schmerzen entstehen oft aus langfristigen Spannungsmustern.
  • Verkörperung ist kein Ziel, sondern ein Prozess.
  • Bewegung darf sich verändern – auch weg von alten Identitäten.

🧘‍♀️ Mini-Impuls für deinen Alltag

Frag dich heute einmal:

  • Welche Bewegung oder Praxis tut mir wirklich gut – und welche mache ich nur, weil ich glaube, sie machen zu müssen?

Vielleicht entsteht hier ein neuer Bewegungsspielraum.

In dieser Folge sprechen wir über:

00:00 – Intro & Einstieg 02:00 – Neugier, Muster & warum wir diesen Podcast machen 05:00 – Yoga als Einstieg in Körperarbeit 09:00 – Körpergefühl, Atem & Selbstvertrauen 13:00 – Yoga-Philosophie statt nur Asana 17:00 – Präzision, Wahrnehmung & Unterricht 20:00 – Stimme, Mantra & Nervensystem 26:00 – Lenas Weg zu PRI & Atmung 31:00 – Kontrolle, Körpertherapie & Verkörperung 36:00 – Warum Prozesse nicht linear sind 40:00 – PRI, Spannung & Bewegungsspielräume 45:00 – Ausblick auf kommende Folgen

Transkript anzeigen

00:00:00: Und dann können

00:00:28: wir starten.

00:00:37: herkommen und gelandet sind in unserem ganzen Interesse, sagen wir mal sowohl persönlich als auch an der Arbeit mit anderen Menschen im riesen Bereich, weiß ich nicht, Körperarbeit.

00:00:51: Arbeiten mit Menschen, Nervensysteme, Muster verändern das ist ja auch unser Überthema.

00:00:57: Und auch eigene Muster- und eigene Lebensthemen irgendwie Anzugehen und in eine bestimmte Richtung zu führen

00:01:06: Ja, ich freue mich drauf.

00:01:07: Ich glaube es wird cool und einfach auch spannend weil da so viel Interessantes in unseren jeweiligen Lebenswegen steckt beziehungsweise in den Abzweigungen die wir genommen haben warum wir sie genommen haben.

00:01:25: und da freue ich mich jetzt rein zu starten.

00:01:28: Ich habe gerade so gedacht, vielleicht könnten wir sogar starten, dass wir einmal sagen was uns verbindet und damit komme ich gleich noch erzählen.

00:01:37: Wir kennen uns durch Yoga.

00:01:39: Ich meine jetzt aber noch mehr eigentlich, was auch dazu gefühlt hat oder weil mir auch du irgendwann die Idee hattest, die Initiative ergriffen hast und gesagt ja komm, wir machen Podcasts!

00:01:50: Ganz ganz viel unterhalten über letztlich eigentlich würde ich mal sagen Veränderung, also dass wir uns ja auch entschieden haben den Podcast zu nennen Repetern.

00:01:59: Also so Muster zu verändern wo wir ja selber sowohl bei uns selbst merken Boah manche Themen kommen immer wieder und wir probieren alle möglichen konventionellen oder abgefahrenen Methoden aus, um da irgendwie heranzugehen.

00:02:14: Ich glaube uns verbindet auch das wir beide da eine große Neugierde haben und es sofort anfängt zu kribbeln wenn wir irgendwie hören mitkriegen lesen sehen.

00:02:24: Da gibt's irgendwie, weiß ich nicht ne Methode, ne Selbsterfahrung, ne Therapie kann was?

00:02:30: Da kriegen mir glaub ich immer so Riesenohren und Augen und scheuen auch selten kosten und Mühen um das dann auszuprobieren.

00:02:42: Ich glaube, man kann auch sagen das hat ja immer so.

00:02:45: zwei Seiten.

00:02:46: Das eine ist, dass wir da natürlich dann sehr breit interessiert sind und das andere ist natürlich, es schwierig ist das alles irgendwie zu integrieren und einen roten Faden dazu finden oder eben auch in eine Richtung so weiterzugehen.

00:03:00: Genau!

00:03:02: Und auch mal gerade mit einem kleinen Augenzwinger zu unserem eigenen Nervensystem.

00:03:07: Die Augenstrategie von uns die wir halt benutzen... Mal sinnvoll, mal weniger.

00:03:14: Genau oder auch dieses ... Oh, da gibt's wieder was Neues!

00:03:17: Dann geh ich mal dahin, weil dann muss ich nicht hierbleiben.

00:03:21: Da stecken viele Punkte drin, die wir gleich noch mal vertiefen können.

00:03:26: Aber das ist eigentlich so der Hintergrund wie unsere Verbindung immer enger geworden ist und ganz viele Gespräche über all diese Themen anstanden.

00:03:37: Yes.

00:03:39: Die Neugierde steht auf jeden Fall ganz weit oben.

00:03:41: Das war auch gerade das erste, als du es grad in den Raum geworfen hast wo ich so dachte ja eigentlich vor allem Neugierte und halt den Wunsch einfach das zu teilen und man nennt was mal Wachstum

00:03:59: also

00:04:00: Erfahrungsraum wachstums Raum zu generieren.

00:04:05: Genau und da wollen wir euch heute mal so ein bisschen mit reinnehmen, was uns da so bislang aus oben auf unserem Weg geprägt hat.

00:04:11: Und ja wo wir da vielleicht jetzt gerade stehen und wo wir herkommen?

00:04:16: Yes!

00:04:19: Ja dann starten wir beim Yoga oder?

00:04:22: Gute Idee genau das ist der Punkt wo wir uns kennengelernt haben beide nicht zeitgleich aber eine ähnliche Oder die gleiche?

00:04:32: Genau,

00:04:33: erste Yoga-Ausbildung gemacht.

00:04:37: Willst du mal rein starten Lena?

00:04:39: Ja voll gerne!

00:04:40: Also ja wir haben halt beide die gleichen Yoga Ausbildung gemacht aber in zwei unterschiedlichen Jahren und sind dann aber beide zusammen in der zweiten Yoga Lehrerinnen Ausbildung gelandet wo wir Ich glaube, auch so ein bisschen gestartet sind mit diesen ganzen Gesprächen und dem über den Tellerrand gucken.

00:05:04: Lass uns mal den Raum erweitern indem wir Erfahrungen sammeln können.

00:05:15: Der Grund warum ich überhaupt über einen Tellerand weitergeguckt habe war vor allem dass ich näher mit Menschen zusammenarbeiten wollte dass ich halt einfach gemerkt habe, irgendwie ist da mehr.

00:05:29: Ich hab dann in der Yoga-Lehrer-Innen-Tätigkeit auch sehr direkt angefangen zu unterrichten.

00:05:37: Habe ich dann angefangen mich mit Thai-Yoga auseinanderzusetzen und bin dann übers Thai-Joga also einer manuellen Arbeit zur Osteopathie gekommen.

00:05:45: Hab dann zwei Jahre Osteopathie gemacht in der Osteopathie-Ausbildung aber auch irgendwie festgestellt, also dass ich da immer mit einem sehr kritischen Blick drauf geguckt habe.

00:05:55: Vor allem weil das Thema Atmung... ...in der Ostepatiausbildung zwar ein, also das Zwerchfell einen großen Teil einnimmt oder einen Block, aber eigentlich keiner der Ostopatinnen dort jemals unterrichtet hat wie man vernünftig atmet und Yoga, halt durch Pranayama einen großen Block Atmung hat.

00:06:22: Und ich schon immer die Atmungen als Superpowerbegriffen habe, kam mir das dann irgendwann so ein bisschen komisch vor oder nicht komisch?

00:06:31: Also da hab' ich einfach angefangen, das zu hinterfragen und hab's so gedacht Ja aber wenn ich jetzt hier nur Leute auf der Liege habe, die beschissen atmen...

00:06:43: Das ist dann nicht nachhaltig, sondern dass man kurzzeitig etwas mit Erleichterung verschafft.

00:06:49: Aber letztlich im Alltag ... Wir haben es ja schon mal gesagt, wir atmen ... Ich weiß gar nicht mehr wie viele Tausend Mal am Tag, aber das Kern muss da nicht durchbrochen werden?

00:06:57: Genau und... Die Leute landen ja wieder bei mir auf Verliege und ich habe halt selber eine Zeit gehabt, wo ich wenig Vertrauen in meinen Körper hatte.

00:07:06: Und sehr viel bei OsteopathInnen und auch bei PhysiotherapeutInnen war und aber auch irgendwann verstanden habe so es kann jetzt nicht der Schlüssel sein die Verantwortung für mein Körper abzugeben und zu sagen hier mach mal bitte sondern das Vertrauen muss ja in mir entstehen.

00:07:22: und da hat Yoga mir einfach ganz ganz viel bei geholfen auch einfach zu fühlen und zu spüren.

00:07:31: Ja voll, voll!

00:07:33: Ich glaube da kann ich direkt anschließen.

00:07:34: also genau als ich angefangen habe mit der Yoga Lehrerinnen Ausbildung da hatte ich auch schon einige Jahre praktiziert gar nicht so stringent aber ich kam eher aus dem Fitness-Sportbereich hab immer schon viel Sport gemacht unberuflich so aus dem psychologischen, psychotherapeutischen Bereich.

00:07:56: Also die Themen haben mich immer schon wahnsinnig interessiert.

00:08:01: Ja wir werden Menschen eigentlich wie sie sind und was zeichnet sich aus?

00:08:06: Und da auch schon Muster zu durchbrechen!

00:08:09: Und nach meiner Psychotherapie, Weiterbildung habe ich dann direkt mit der Yoga-Lehrerin Ausbildung angefangen.

00:08:16: Ich meine einerseits ist man dann schon über Jahre in so einem weiß ich nicht Rhythmus dass man eh jedes Wochenende Fortbildung hat und Geld dafür ausgibt usw.

00:08:24: Da hab' ich dann gleich angeschlossen.

00:08:31: Ja, die Jahre der Praxis und so die intensive Beschäftigung auch mit damals vor allem auch der Asana-Praxis muss ich sagen.

00:08:39: Und dem Atem was mich das aber gelehrt hat war wirklich paar Schritte zurückzutreten bisschen langsamer ein bisschen weniger leistungsfokussiert zu sein und über die Zeit Intimität mit meinem Körper, auch meinen Körper wirklich wertzuschätzen und zu akzeptieren statt doch immer irgendwie zu pushen und zu drillen irgendwie.

00:09:07: Und von außen irgendwie zu bemäkeln.

00:09:09: Ich will gar nicht sagen dass das von Anfang an irgendwie... Das ging nicht so sondern es war auch über viele Jahre der Praxis.

00:09:17: einfach hat sich das entwickelt.

00:09:19: aber das ist wirklich was was ich auf keinen Fall missen möchte diese Intimitet mit dem eigenen Atem wirklich, mit der Aufmerksamkeit nach innen zu gehen und nach inn zu lauschen mitzukriegen.

00:09:30: Was passiert bei mir eigentlich gerade?

00:09:32: Und so diese klassische Idee von wegen den Körper als Tempel zu betrachten wie auch immer wir das für uns dann interpretieren.

00:09:40: aber da habe ich über die Jahre gemerkt ja was für ein Geschenk es ist einen Körper zu haben, finde ich auch schon mittlerweile gar nicht mehr passend ein körperliches Wesen zu sein.

00:09:52: Also genau es hat mich mehr in eine Körperlichkeit geführt.

00:10:00: Jetzt klingt das so ein bisschen... jetzt denke ich grad selber Joga hatte natürlich ja auch eine spirituelle Ebene.

00:10:06: Das will ich jetzt gar nicht irgendwie gegenseitig ausspielen.

00:10:08: aber ich glaube das war für mich damals so dass wo so'n Mangel war ganz besonders irgendwie in mir, in meiner Körperlichkeit irgendwie anzukommen mich darin wohl zu fühlen und ja da so ein Gespür für zu entwickeln.

00:10:23: Und ich glaube da ist mir so schlussendlich wirklich klar geworden diese Ganzheitlichkeit In der Arbeit mit sich selbst in der eigenen Entwicklung aber auch in der Arbeit Mit anderen Menschen dass das für mich einfach total Ein wichtiger Punkt ist dass man es aus meiner Sicht nicht gut trennen kann.

00:10:40: Ich hatte parallel auch immer wieder die Erkenntnis, dass auch im therapeutischen Bereich man irgendwann an bestimmte Grenzen kommt wenn das Setting irgendwie im Gespräch sozusagen verläuft und man sich gegenüber sitzt und redet.

00:10:58: Das möchte ich jetzt gar nicht klein machen, das finde ich in ganz vielen Punkten ebenfalls eine total wichtige Komponente und auch da ist es ganz viel passiert.

00:11:08: Sowohl kenne ich das aus der eigenen Selbsterfahrung als auch damals in der Arbeit mit Klientinnen.

00:11:13: Gleichzeitig habe ich immer wieder gemerkt, da gibt es noch mehr und auf dieser Suche befinde ich mich auch immer noch.

00:11:19: Das habe ich nicht für mich bislang ganz auflösen können aber hab seitdem vor allem persönlich viel ausprobiert und die Augen und Ohren offen gehalten.

00:11:30: Ja voll!

00:11:33: Total schön, wie du das mit dem Körper und mit dem Tempel beschrieben hast.

00:11:38: Für mich war es so dass ich in meinem Körper ein Zuhause entdeckt habe.

00:11:47: Wenn Ort wurde, an dem ich mich halt wohl fühlen kann und in dem ich mir spüre durch diese sehr atemgeführte Yoga Praxis die halt auch sehr meditativ ist durch den Flow, den wir dort einfach reinbringen.

00:12:01: Und das war für mich auch einfach.

00:12:03: ab dem Zeitpunkt wo ich dann auch quasi selber praktiziert habe – für mich!

00:12:09: war das wie so eine Superpower, weil ich konnte es ja überall machen.

00:12:13: Also ich war ja nicht mehr abhängig von einem Lehrer oder einer Lehrerin die jetzt ne Klasse unterrichtet und sondern ich konnte mich jetzt egal wo ich war einfach hinstellen, hinsetzen Und die also Arsana Praxis oder Pranayama Praxis haben.

00:12:29: für mich was mir noch mal wichtig ist und Ich glaube dass es für dich auch ähnlich ist Also Assana, ne anders.

00:12:43: Mir ist wichtig zu verdeutlichen das Yoga nicht nur Assana ist also die Tourenübungen sondern dass da noch ganz viel mehr war und ich bin in die Yoga-Lehrerinnen Ausbildung rein weil ich eine Assana Praxis hatte oder wollte und irgendwie da tiefer eintauchen wollte wie geht ein herabschauender Hund?

00:13:03: Wie geht einen Krieger?

00:13:04: Wie leite ich das an?

00:13:06: Und der war noch gar nicht so sehr Der Wunsch nach, ich gehe jetzt ins Unterrichten.

00:13:10: Das kam dann irgendwann?

00:13:11: Ja.

00:13:11: Aber ... Ich hab in diesem ganzen Bogen und da dank an Sibylle Schlägel, danke, habe ich überhaupt erst mal verstanden, dass Yoga auch ganz viel mit Philosophie zu tun hat.

00:13:24: Und Sibyle war einfach oder ist, war die Philosophielehrerin und hat über ihre Art und Weise das Unterrichts einfach die Yoga-Philosophie für mich irgendwie in den Alltag geholt und überhaupt ins Leben geholt.

00:13:45: Das hat dann eigentlich einen ganz viel größeren Stellenwert bekommen mit zunehmenden Jahren als die Assern am Praxis, irgendwann ist es so ein bisschen gekippt.

00:13:59: das klingt zu negativ aber hat sich halt einfach die Wirppe zur anderen Seite quasi gestellt.

00:14:07: Ich hab einfach viel mehr verstanden, dass diese Basis an Philosophie die Werte, das was beim Yoga da so drunter steckt, sag ich mal.

00:14:16: Dass das eigentlich viel wichtiger ist für meinen Alltag und für die Art und Weise des Unterrichtens, egal was als ... also die reine Arsanna-Praxis.

00:14:27: Kannst du vielleicht zwei oder drei Punkte nennen, die du für dich mitgenommen hast?

00:14:31: Auch wenn die Arsana-P praxis grad weiß hier nicht irgendwo steht aber die dich jetzt auch in deiner Arm ... und in deinem täglichen, tagtäglichen Alltag weiterhin was dein Fundament ist?

00:14:44: Was die Ass an der Praxis angeht.

00:14:46: Nee, was du aus der Yoga Philosophie so für dich mitgenommen hast am Grundsetzen

00:14:53: Ja also ich glaube das ganz viel.

00:14:58: Also Jammas und Niamas wie gehe ich mit anderen Menschen um?

00:15:01: Wie geh' ich mit mir um?

00:15:03: Für mich war es ein langer Weg zu verstehen mit mir ja auch echt gut umgehen kann und halt nicht nur drauf hauen darf, muss.

00:15:13: Dann also wie transportiere ich mit anderen um?

00:15:19: Also was braucht es in meinem Gegenüber?

00:15:23: Das ist einfach schon echt wichtig!

00:15:25: Und dann habe ich einfach total viel aus

00:15:30: der

00:15:30: Art und Weise des Unterrichtens gelernt.

00:15:34: Was heißt Atmosphäre?

00:15:36: Wie gehe ich mit Menschen um, wie begrüße ich sie?

00:15:40: Und das ist für mich eigentlich eine Basis des Miteinanders und der Wertschätzung.

00:15:46: Und dass auf Augenhöhe miteinander sprechen die Ich meiner Meinung nach dem also der Art und Weise wie ich Yoga gelernt habe zu schreibe.

00:15:58: vielleicht lernt man das doch wo anders aber ich hab es halt dort gelernt.

00:16:03: Ich sag mal, es gibt jetzt gar nicht so konkret eine philosophische Geschichte oder Ähnliches.

00:16:12: Aber

00:16:13: das ist einfach... ...meint auch eher so ne Haltung

00:16:14: die sich entwickelt

00:16:15: hat mehr.

00:16:16: Was ich halt total toll finde beim Yoga ist, dass die Sinne halt irgendwie einen Stellenwert spielen und mit reingehen.

00:16:23: Und das zieht sich auch irgendwie noch weiter durch meinen Werdegang.

00:16:33: Das fand ich irgendwie, das war am Anfang total leise und darf jetzt immer lauter werden.

00:16:39: Ja genau Was kam bei dir eigentlich nach der Yoga-Lehrerinnen Ausbildung?

00:16:49: Also du hast die Ausbildung eins gemacht, du hast aus Bildung zwei gemacht Und habe ich eben als du so erzählt, dass habe ich mich gehört ja was, was kam bei Dir dann für ein Schwerpunkt oder hast Du da irgendwo noch mal einen einen Drehen, anderen Input gehabt?

00:17:05: Also ich hatte mich relativ lange auch für Asana Praxis interessiert und hatte auch noch mal so ein bisschen in Astanga in die Einmethode quasi reingeschnuppert.

00:17:17: Und hatte ja auch so ein bissel dann die Ausbildung im Buch um als ein bisschen Mentoren sozusagen mit begleitet und da auch ganz viel Austausch.

00:17:29: also da war für mich Maria, damals noch Christina genau aus Boomrum.

00:17:36: Auch eine ganz wichtige Lehrerin, Mentorin, Freundin, Austauschpartnerin.

00:17:43: Die finde ich auch wie du sehr gut... Ja da habe ich einfach nochmal so mitbekommen wirklich präzise zu unterrichten aber genau auch zu beobachten.

00:17:58: also ich erinnere mich auch gerade das war auch wirklich eine coole Zeit, wo so viele Schüler in sehr regelmäßig kamen und tatsächlich nicht nur eine körperliche Weiterentwicklung irgendwie gesucht haben.

00:18:12: Das zog sich auch immer somit durch aber das hat einfach Spaß gemacht da irgendwie ein bisschen technisch zu gucken wie Wie kann ich jetzt diesen und jenen Muskel ansteuern, welche Körperteile braucht es vielleicht um bestimmte Positionen dann auszuführen?

00:18:28: Und somit auch dieses feine Gespür für einzelne Muskeln, für einzelnen Körperpartien immer so weiter auszuweiten.

00:18:35: Darin lag aber auch total viel persönliche Weiterentwicklung.

00:18:38: also da gab's ja einfach ganz viele Themen gerade natürlich auch so Leistungsthemen oder.

00:18:49: Ich finde, wenn es zu guter Yoga-Unterricht ist dann bleibt das ja nicht auf so einer körperlichen Ebene sondern eben auf dieser ganzheitlichen feinstofflichen Ebne.

00:18:58: Und gerade wenn wir da natürlich auch über mehrere Jahre anderen Menschen begegnet und mitkriegen was sind deren Themen?

00:19:05: Und uns darüber austauschen, dann schwingt er ja auch ganz viel mit genau!

00:19:09: Ja beim Yoga geht's halt oft... vom groben zum feinen.

00:19:17: Das hatten wir, glaube ich auch irgendwann mal in irgendeiner Folge erwähnt.

00:19:22: zu den Prinzipien und das finde ich eigentlich total spannend wenn da so ein Fokus steht weil es halt auch auf so viele andere Ebenen zu transportieren oder zu transformieren ist.

00:19:35: Wenn's dann halt immer feiner und auch feinstofflicher wird... Ach, das einfach Das ist schön.

00:19:43: Was braucht es?

00:19:44: Es kann man halt auch auf andere Bewegungspraxen münzen, das bleibt nicht nur beim Yoga hängen.

00:19:55: Und für mich war's dann irgendwann tatsächlich das Mantra und Mantrasing-Mantra-Chanten was mich so gepackt hat.

00:20:11: Bevor ich überhaupt mit der Yoga Praxis angefangen habe, gab es so zwei drei Mantren über die ich irgendwie auf Spotify komischerweise gestoßen bin.

00:20:18: Genau und die sich bei mir ja dann auch so festgesetzt haben nicht viel gehört hab.

00:20:23: aber da habe ich irgendwie damals schon gemerkt okay da ist irgendwas dieses sich wiederholende den den geist beruhigenden Da springen mein Gehirn auf jeden Fall stark drauf an.

00:20:37: Dann habe ich das natürlich dann im yoga Bereich weiter kennengelernt und bin da ein bisschen tiefer eingestiegen.

00:20:44: Und habe dann ja während Corona als ein bisschen Lockdown war, so habe ich angefangen mir Gitarre beizubringen und Harmonium angefangen zu spielen und hab über das Mantra singen auch gemerkt wie was für eine beruhigende Wirkung die Stimme im Zusammenhang mit dem Nervensystem hat und wie das für mich total funktioniert, eben einerseits durch die Sanskrit-Worte, die für mich auch anfangs sehr fremd waren.

00:21:17: Man sich irgendwie zum Teil so ein bisschen konzentrieren muss um da mitzukommen und das immer wieder zu wiederholen Und gleichzeitig ein Großteil des Gehirns parallel dazu einfach komplett abschalten kann entweder nichts passiert oder einfach Gefühle Bilder hochkommen.

00:21:35: Ich habe gemerkt, da arbeitet es in mir aber nicht auf so eine krampfhafte oder anstrengende Art sondern ich komme einfach in einen Modus wo es frei fließen kann und genau das ist was mich total gepackt hat.

00:21:51: dann wo ich dann auch angefangen habe, selbst erste Singkreise anzuleiten unter Schweiß und Tränen irgendwie.

00:22:01: Hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich das mal entspannt mache genau mit unserer freundlichen Kollegin Stefania sozusagen.

00:22:09: wir haben uns da dann irgendwann getroffen und dann hat er es nochmal weiter Fahrt aufgenommen und darüber bin ich auch in diese Richtung.

00:22:17: ja so Voiceworkshops die Stimme erfahren, erkunden was auch in so einer atherapeutischen Bereich eigentlich auch übergeht.

00:22:27: Also intuitives Tönen, intuitives Singen gemeinsam in Gruppen oder in Tandemdrejarbeit irgendwie Klang zu erforschen und die eigene Stimme der Raum zu geben und somit wirklich auszudrücken, also die Stimme so als Medium zwischen dem was innen und außen ist.

00:22:50: So einerseits als Kommunikations-Tool andererseits auch als Ausdrucksmöglichkeit Auch als Weg nach innen.

00:22:59: Und da habe ich gemerkt etwas für spannende Erfahrungsräume sich darbieten, sodass ich das erstmal für mich in der Selbsterfahrung die letzten zwei Jahre so viel weiter verfolgt habe und ja dann jetzt in diesem Jahr eine Weiterbildung angefangen hab beim holistisch-stimmtherapeutischen Coaching von Gwen Thomas.

00:23:23: Und genau das ist auf jeden Fall auch super spannend da den Weg weiter zu gehen.

00:23:28: Mal gucken, wo mich das noch weiterhin führt.

00:23:30: Auch da... Das ist ein sehr ganzheitlicher Ansatz, wo eben Stimme letztlich ja auch als Instrument bzw der Körper als Instrament begriffen wird in dem die Stimme überhaupt klingen kann und somit auch somatischer Arbeit da eine Rolle mitspielt und Nervensystemarbeit.

00:23:47: Und letztlich ist da ein Kanzlerweise, darum geht jetzt irgendwie schön zu singen gut zu klingen oder technisch sich weiterzuentwickeln sondern am Leben teilzunehmen und uns zu erlauben ja all unsere Gefühle wahrzunehen und auszudrücken und uns damit zu zeigen und in Resonanz zu gehen.

00:24:10: Genau, bestimmt ein Thema was wir auch noch mal weiter vertief werden.

00:24:13: Ja, auf jeden

00:24:14: Fall definitiv und ich kann einfach nur aus der Perspektive einer Schülerin sprechen.

00:24:22: Ich habe bei dir ja auch einmal eine eins zu eins hesschen gemacht und aus einem Workshop besucht Und das ist so unglaublich schön mit der eigenen Stimme zu arbeiten und ich bin echt kein Mensch der singen kann überhaupt nicht.

00:24:36: aber die Stimme als Resonanzraum oder auch deine eigene, meine eigene Stimme wahrzunehmen und das auch als nervensystemisches Tool zu benutzen ist so unglaublich wertvoll weil es einfach auch etwas ist was wir immer mit uns tragen.

00:24:54: Und was einfach auch in sehr vielen verschiedenen Situationen anwendbar ist.

00:25:03: eine so schöne Erfahrung, sich selbst eine Stimme geben zu können die sich gut anfühlt also stimmig anfühlen.

00:25:12: Als mit Emotionen vielleicht auch einfach gefüllt ist oder etwas rein und raus kommen darf.

00:25:23: Das ist eine schöne Arbeit und ich kann allen Zuhörerinnen nur empfehlen.

00:25:28: Wenn Chrissy ein zu allen Sachen anbietet, meldet euch, macht einen Termin oder auch die Workshops sind wirklich super genau!

00:25:37: Und du hast das Stichwort Nervensystem gerade nochmal gesagt?

00:25:39: Das ist ja auch etwas wo wir dann angefangen haben immer mehr darüber zu sprechen.

00:25:47: Ich habe mich auch so nah... Traumapsychologischen Perspektive so langsam kam das ja dann in den letzten Jahren, dass es auch da einzukielt.

00:26:00: Wichtig wurde in der therapeutischen Arbeit.

00:26:02: Da hab ich mich für interessiert.

00:26:04: Du ja teilweise auch?

00:26:05: Aber magst du noch mal deinen Bezug zum Nervensystem und wie du zu deiner heutigen Arbeit gekommen bist?

00:26:13: Ja, genau.

00:26:14: Also ich war ja dann in meiner Osteopathie-Ausbildung und stand so ein bisschen vor dem Punkt will ich das jetzt weitermachen?

00:26:20: Ist es das was ich irgendwie machen möchte?

00:26:23: Und parallel dazu lief halt das ATT also die zweite Yoga LehrerInnenausbildung und ich hatte aber im Prozess dessen schon gemerkt dass ich meinen Atem verloren hatte und war irgendwie auf der Suche nach meinem Atem.

00:26:41: Ich hatte gedacht eigentlich immer, ich kann das mit dem Yoga lösen aber es war einfach mit Yoga nicht mehr zu lösen also mit Asana nicht löstbar Das war mit Stimme nicht mehr lössbar Also mit Schanten, mit Pranayama nicht mehr los.

00:26:54: Also irgendwie war da festgefahren.

00:26:58: So warum?

00:27:00: Also gibt es vielfältige, vierschichtige Gründe.

00:27:03: Ich will das jetzt auch überhaupt nicht in die Richtung des Jogas schieben sondern da steckt auch immer mein eigenes Nervensystem meine eigene Komponente hinter auch meine eigene Umwelt.

00:27:14: aber Fakt ist auf jeden Fall dass das was meinen Tool bisher immer war nämlich Asana Praxis eine regelmäßige Yoga Praxis im Sinne von Atmung Musik oder halt singen und Assana, halt Pranayama nicht mehr funktioniert hat.

00:27:34: Und ich bin dann auf den... Ich weiß gar nicht mehr wie!

00:27:39: wahrscheinlich irgendwie Instagram oder so, bin ich auf das Post-Re-Restauration-Institut gekommen über Julia Fellbar und hab dann einen zwei Tage Workshop, also waren irgendwie zweimal zwei drei Stunden oder so mitgemacht wo die grundlegenden, ich sag mal so die Grundlegende Wissenschaft vom Post Re Restoration Institute erklärt wurden.

00:28:08: Ja, und irgendwie bin ich dann dahin geblieben.

00:28:10: Und PRI also abgekürzt vereint letztendlich Atmung, Nervensystem, Biomechanik und die Asymmetrie vom Körper.

00:28:25: Ich habe dann daraufhin die Osteopathie-Ausbildung abgebrochen, hab gesagt, ich will mich jetzt auf den PRI Kontext also mehr konzentrieren.

00:28:34: Hab zwischendurch auch noch ganz viel im Bereich Füße gemacht, weil Füse einfach immer schon Thema war was mich so einmal aus der anatomischen Perspektive betrachtet interessiert hat aber auch einfach aus der... Was kann man eigentlich tun um füße gesund zu halten?

00:28:50: und Ja und jetzt weiß ich, sind wir irgendwie vier fünf Jahre weiter.

00:28:56: Und ich bin immer noch beim Post Restoration Institute und habe mittlerweile viele Kurse belegt und ja freue mich da halt zum einen halt für mich Techniken anwenden zu können.

00:29:09: das war so der erste Kontakt überhaupt mein Atem ist wieder da mir geht es wieder gut und dass jetzt aber auch weitergeben zu dürfen ganz viel umgestellt, einfach im Sinne auf ... Ja.

00:29:26: Also Metrie vom Körper auch von der Atmung her hab' einfach mal ne Yoga-Praxis und auch an dem wie ich Unterrichte viel verändert, an dem wir Krafttraining vielleicht betrachtet wird, an den wir atmen betrachtet wird und arbeite jetzt mittlerweile halt in einer Bewegungsschule Bahu in Gruppen und in Einzelsettings.

00:29:52: In der Schnittstelle zwischen Physiotherapie und Sport, aber sehr bewegungs- und körpertherapeutisch.

00:29:59: Lass uns da gleich noch mal tiefer drauf eingehen!

00:30:03: Du hast mich ja ein Stück weit auch mit auf diese Reise durchgenommen.

00:30:07: Zumindest dass ich hier wieder große Ohren bekommen habe.

00:30:16: viel verwirrt war auch.

00:30:17: Du mich in das eine oder andere Loch, quasi ein Loch oder Rabbit Hole, mit dem hast du genau und das ist aber natürlich auf einen Boden bei mir gestoßen und vielleicht sage ich da auch noch mal kurz

00:30:30: was zu.

00:30:32: Ich habe ja vielleicht so die zwei Jahre vorher auch angefangen viel mit so Körpertherapeutischen Methoden so selber in der Selbsterfahrung zu experimentieren oder auch gestalttherapeutsche Seminare ganz viel besucht und da einfach viel mit dieses Thema, was steckt eigentlich in unserem System?

00:30:58: In vorbewussten Strukturen.

00:30:59: Also für mich war während meiner therapeutischen Weiterbildung dieses Thema unterbewusstsein eher negativ besetzt, ein bisschen psychoanalytisch freutmäßig.

00:31:12: Das war damals in der verhaltenstherapeutischen Bubble nicht so beliebt, das glaube ich auch immer noch nicht... Ich habe das damals nicht unbedingt differenzierter betrachtet und im Laufe der Jahre im Erleben, dass ich selber immer nur bis zu einem bestimmten Punkt komme über natürlich kognitive Herangehensweisen oder über strukturierte Wege.

00:31:38: Ich habe einfach gemerkt, das Leben hat es mir nicht durchgehen lassen und musste irgendwann merken, okay irgendwie so Kontrolle behalten ist doch irgendwie bleibt einfach ein Kernthema egal auf welchen Wege ich mich dann nähere.

00:31:53: und da haben wir eben so Ausflügel in unterschiedlichste körpertherapeutische Methoden, Gruppen vor allem auch Erfahrungen irgendwie ja immer wieder gezeigt was da für ein Potenzial drin steckt.

00:32:10: Dass auch so etwas konfrontativere Prozesse vielleicht manchmal oder das Dinge freigesetzt werden können die einfach nicht so stark abgebildet sind Kognitive auf die wir dann nicht so Zugriff haben Und ich gemerkt hab, was da auch für ein Potenzial an Freiheit für mich drinsteckt.

00:32:30: Beispielsweise immer wenn ich von irgendwie einwöchigen Seminaren derart wiederkam, habe ich mich viel freier gefühlt und gemerkt, da ist noch mal so ... ja, sind so'n bisschen wie Fesseln gesprengt worden?

00:32:45: Genau!

00:32:46: Natürlich nicht alle, sondern nur in bestimmten Bereichen so'nn bisschen.

00:32:51: Das ist auch so'nen Punkt warum ich angefangen habe, irgendwie auch ins Nachdenken zu kommen und wo ich auch angefangen hab so ein Stück weit meinen eigenen Yoga-Wig so ein bisschen zu hinterfragen.

00:33:02: Weil ich gemerkt habe dass da ich mich mehr auf eine sehr disziplinierte Herangehensweise eigentlich gestützt habe was glaube ich für mich viele Jahre einfach total wichtig war und mir Sicherheit gegeben hat und in dem sicheren Rahmen dann einfach auch ein sehr feines Körpergespür trotzdem irgendwie entwickeln konnte.

00:33:23: Ja, ganz viel daraus ziehen konnte.

00:33:25: Auch an Regulationen und dann habe ich aber irgendwann gemerkt okay da gibt es aber auch wieder eine Ebene drunter und das wird darunter und darunter so unser Leben lang wahrscheinlich wieder Ebenen geben.

00:33:35: Aber wo ich gemerkt hab was ja vielleicht auch ein bisschen freieres, ein bisschen mehr in Richtung Ausdruck auch ist etwas was für mich eigentlich gerade auch dran ist

00:33:49: Verkörperung

00:33:51: Genau.

00:33:51: Verkörperung, genau!

00:33:53: Und an der Stelle kann ich das Thema eins zu eins sowas von zurückgeben.

00:33:58: Also Lena sieht alles, merkt alles und kann sofort sagen okay hier was weiß ich diesem kleinen Muskel bitte einmal anspannen und da loslassen und dann kannst du atmen.

00:34:09: und da musste ich dann doch auch selber merken dass mein Nervensystem doch auch gestresster ist als ich bis zu dem Zeitpunkt dachte.

00:34:18: oder dass Ich hatte mich eine Zeit lang auf so einem Level eingerichtet von wegen, ja ist alles gut.

00:34:26: Und ich mach jeden Tag Yoga und mache meine Praxis.

00:34:30: Deswegen bin ich ja reguliert und alles easy.

00:34:34: Das ist auch nicht grundverkehrt aber ...

00:34:37: Zeitlich

00:34:38: alles.

00:34:39: Genau, manche Bereiche gab es dann eben immer noch.

00:34:43: Wo ich über diesen Weg da nicht hingeguckt habe.

00:34:48: Ja, als du angefangen hast mir bestimmte Peri-Technik zu zeigen und ich echt noch mal gemerkt habe wie viel Raum plötzlich entsteht im Brustkorb oder auch eine Phase hatte wo ich mehrere Hexenschüsse hatte.

00:35:01: Und dann nach Fehlwiderstand doch aber nochmal ein bisschen weggegangen bin vom vielen Dehnen wieder mehr Kraftkomponenten eingebaut habe.

00:35:13: Eigentlich kam ich da irgendwann auch mal her, das war für mich also gar nicht ganz fremd.

00:35:18: So genau, da merke ich jetzt so in den letzten ein zwei Jahren dass mir das tatsächlich in der jetzigen Phase gut tut diese körperliche Praxis und wird aber behaupten, dass sich sie auch im yogischen Mindset die ganze Zeit durchführe.

00:35:33: und ja diese Grundlage die da gelegt wurde ne?

00:35:35: Auch die Atmung des mit sich sein in dieser Achtsamkeit dann Handeln zu nutzen oder so.

00:35:42: Ja, genau.

00:35:43: Das ist echt toll

00:35:45: und ich glaube was wichtig ist oder was ich wichtig finde damit es nicht verzerrend ist für unsere Zuhörerinnen das ist ein Prozess der geht jetzt bei dir wie auch bei mir.

00:35:58: Wann waren wir im ATT?

00:36:01: Dreiundzwanzig?

00:36:02: Ich glaube wohl zwanzig-dreinzwanzzig.

00:36:05: also der geht ja schon so vier Jahre Und zumindest bei mir.

00:36:13: Prozesse sind ja immer etwas, was nie so wirklich abgeschlossen ist, sondern wo vielleicht auch andere Prozisse wieder angrenzen oder anschließen.

00:36:23: Sondern das ist ja immer so man erreicht einen Milestone und dann kommt es nächste und dann geht man vielleicht mal ein Zweig nach rechts und zweig nach links.

00:36:35: Ich finde es halt so wichtig, das zu betonen.

00:36:37: Weil wir sind in unserer Leistungsgesellschaft ja auch immer so darauf aus am Ende so ein Endergebnis zu haben.

00:36:43: und ich finde gerade in dieser eigenen Entwicklung der Körperarbeit, indem wie die Netzwerke unser gesamter Körper, unser gesamtes Geist einfach alles da sein somit er arbeitet, da gibt's halt kein Ziel sondern der Weg ist halt einfach das was das Ziel ist.

00:37:02: Und das Schöne ist einfach ja auch, dass uns genau dieses Denken jetzt zu dem... also deswegen sitzen wir hier.

00:37:09: Weil wir halt einfach Lust haben darüber zu sprechen und das zu teilen und einfach diese Arbeit, die wir jede für uns machen, irgendwie wieder zusammenzubringen und in den Erfahrungsaustausch zu gehen.

00:37:27: Das finde ich halt total wertvoll und das schätze ich einfach auch sehr.

00:37:33: Und die Widerstände, zum Beispiel für mich war es total krass in meiner Aserner Praxis eine lange Zeit einfach liegen zu lassen weil in der Yoga-Bubble gelehrt wird macht ein Yoga jeden Tag und das finde ich einen ganz mittlerweile fatalen Satz zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt, sage ich mal so.

00:37:58: Es macht Sinn, wenn man mit seiner Yoga-Lehrerentätigkeit halt startet wirklich eine regelmäßige Yogapraxis zu haben um zu fühlen und zu verstehen was die einzelnen Asanas, die einzelne Bewegungen, die eigenen Atemtechniken eigentlich so erzeugen bewirken und wo und wie sie wirken.

00:38:18: Und dann ist es aber einfach auch wichtig auf seinen eigenen Körper zu hören einem Disziplin, also einer, ich sag mal etwas zu folgen was am Ende nur Disziplin ist oder

00:38:31: auch eine Autorität.

00:38:33: Ja

00:38:34: genau und ich habe für mich einfach gemerkt dass da so Punkte aufeinander gestoßen sind.

00:38:39: von Autoritäts, vom System Yoga an sich finde ich gehört einfach in den Hierarchien, wie es irgendwie gewachsen ist und wo wir jetzt stehen.

00:38:49: In unserer heutigen Welt, im Jahr zwantausend sechsundzwanzig gehört das halt auch irgendwie mal angepasst.

00:38:54: Und das verhält sich aber immer noch sehr hierarchisch und sehr male dominant.

00:39:04: Das hat mir das auf jeden Fall schwer gemacht.

00:39:08: Ich stecke da drin, dass mein System ich hätte auch eher rausgehen können so... Ich bin auf jeden Fall ab irgendeinem Zeitpunkt da ausgestiegen und habe halt gesagt, ich muss jetzt hier mal gerade für mich die Sachen neu sortieren.

00:39:20: Und das ist so schön dass du das eben auch gerade gesagt hast lasst uns eine Bewegungspraxis nicht auf Arsanna beschränken sondern auch eine Handel kann, was meditatives, was sehr verbunden ist mit mir sein.

00:39:39: Auch eine Piri-Technik kann das darstellen oder ist es meiner Meinung nach sogar noch viel mehr?

00:39:44: Weil einfach so viele Komponenten des Fühlens und des Loslassens zusammenkommen die ich beim Yoga nie erreichen konnte weil es einfach auch ne größere... Ne, ne andere Komplexität hat oder sagen wir mal einen Schwerpunktsmanagement.

00:40:04: So würde ich das aktuell auch beurteilen von dem Wissenstand, den ich jetzt habe.

00:40:11: Ich bin ja beim Peer eigentlich nicht tief drin sondern nur ganz oberflächlich und gleichzeitig hab' ich den Eindruck dass da so Brücken gebaut werden für viele Menschen die nicht von Anfang an.

00:40:26: Ja, das was im Yoga angeboten wird oder was letztlich die Idee dabei ist.

00:40:29: Dass so in der Tiefe erfahren oder greifen können und da einfach ganz viele zwischen Hilfsmittel vielleicht irgendwie eingebaut werden und man wirklich ganz niederschwellig an die Hand genommen wird und diese Erfahrung wirklich machen kann.

00:40:48: Und im besten Fall jemand auch dabei ist, der die mitkriegt okay machst du dir gerade wirklich oder brauchst du noch irgendwie ein anderes Hilfsmittel in einer anderen Erklärung?

00:40:56: Noch eine andere Erfahrung um das irgendwie spüren zu können und genau was oder was braucht dann Nerven?

00:41:04: So niederschwellig wie es aussieht so komplex ist das.

00:41:10: Weil das halt wirklich mit hochkomplexen Prozessen in unserem Körper, in unserem Kopf und in unserem Nervensystem in unserem Gehirn zu tun hat.

00:41:20: Die wir halt versuchen in Spannungsregulationen zu bringen in unseren Körper.

00:41:24: Und wenn mein Körper das gelernt hat mit weiß nicht... mit meinem Rücken alles zu machen oder die Bauchmuskulatur die ganze Zeit fest zu machen dann ist es halt ein Muster indem ich feststecke wo ich halt gerade mich gefangen fühle oder gefangen bin und dann geht es halt darum dieses Muster zu verändern, damit wieder Bewegungsspielräume frei werden.

00:41:51: Weil das was den Menschen ja so krass macht ist dass wir so anpassbar sind an diverseste Umgebungen, an diverse Bewegungsarten.

00:42:05: So schlimm ist es, wenn ein Mensch sich nicht mehr adaptieren anpassen kann.

00:42:10: Und an eine Treppe oder einen bestimmten Stuhl und das schränkt dann halt im Alltag ein.

00:42:15: Wenn wir dann lernen diese Bewegungsmuster die Spannungsregulation zu verändern in unserem Körper Dann werden plötzlich wieder Alternativen möglich und Bewegungsspielräume frei.

00:42:30: Das ist halt ein Prozess Das ist halt kein Quick Fix und nicht die eine Übung.

00:42:36: Ich finde das wahnsinnig beeindruckend, wie komplex das ist ...

00:42:40: Ja ich auch!

00:42:41: Also Hut ab, dass du da seit Jahren irgendwie dich da so reinbegibst.

00:42:45: und ja auch immer mit diesen Fragezeichen, das muss man ja auch erst mal in sich halten können und abwarten können bis der Prozess wieder ne nächste Stufe erreicht und es sich widersetzt.

00:42:55: Und mit Niederschwellig ist es glaube ich wirklich nur im Sinne von Wenn man vielleicht aus Zielgruppenperspektive guckt, dass es wirklich Menschen in den Blick nimmt und sich nicht leicht macht.

00:43:07: Und nicht sagt so hier das ist das Angebot sondern immer wieder guckt wo stehst du gerade her?

00:43:13: Wo muss ich dich abholen?

00:43:14: Das finde ich tatsächlich daran auch sehr beeindruckend zu

00:43:18: wissen.

00:43:18: Ich meine am Ende ist es so, dass im Moment bei mir landen halt ganz viel die Menschen, die keine Diagnose haben aber trotzdem Schmerzen oder halt spannungsregulatorische Themen.

00:43:34: So, ich habe immer einen Hexenschuss!

00:43:36: Ich merke immer mein Nacken so aber es ist alles okay.

00:43:39: und da dann halt wirklich gezielt zu schauen hey was brauchst du?

00:43:43: Und dann kommen halt das Nervensystem die Atmung, die Asymmetrie vom Körper, die verschiedenen Bewegungskompensation Strategien zusammen wo es dann halt in nicht manuellen Techniken landet.

00:44:01: Und das ist halt das Schöne beim Peer Eye und dass ist halt, was aus meiner Geschichte glaube ich immer sehr so ein Treiber war dadurch, dass sich halt wirklich... Ich komme auch vom Leistungssport viel von Fußball, Triathlon und so, dass ich halt mich so... Ich bin mal so das Vertrauen in den eigenen Körper halt irgendwo an der Stelle so ein bisschen verschwunden ist und ich fiel bei Osteopathen und Physios war Da hat sich das immer so abhängig angefühlt.

00:44:28: Und Piri bietet mir halt einfach eine Unabhängigkeit, weil diese Techniken sind zu Hause für mich alleine anwendbar und natürlich begleitet... empfehle ich auch einfach jedem, nicht einfach irgendeine Technik zu schnappen und die jetzt machen.

00:44:44: Weil da haben die Therapeutinnen oder die Menschen, die einen da begleiten schon auch Sinn und Zweck wie halt hinter allem anderen was begleitet wird halt auch und da dann aber in Begleitung im Austausch ja die eigenen Erfahrungsräume zu erweitern, die die Techniken anzuwenden ins fühlen und ins spüren zu kommen.

00:45:10: Ja und das ist eigentlich, dass so der Stand wo ich jetzt bin.

00:45:17: Und da wirst du uns ja auch in das ein oder andere Thema in Zukunft noch mal etwas weiter mit reinnehmen?

00:45:23: Ja auf jeden Fall genauso wie du uns an das Thema der Stimme und dessen was wir mit Stimme in uns bewegen können halt mit rein nehmen.

00:45:34: Da freue ich mich halt auch total.

00:45:36: Das ist doch eigentlich ein guter Teaser für unsere nächsten Folgen Ja.

00:45:40: Ich würde sagen, wir lassen es mal so stehen und hoffen dass euch dieser kleine Einblick in das was uns geprägt hat und uns beschäftigt auf unserem Weg, dass euch das gefallen hat und freuen uns über Feedback-Kommentare, Likes, Abos bei Spotify und Co.

00:46:03: Bis zum nächsten Mal!

00:46:05: Ciao.

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