#12 Stimme und Regulation – Was Summen, Singen & der Vagusnerv mit deinem Nervensystem machen
Shownotes
🧠 Takeaways dieser Folge
- Stimme ist Ausdruck unseres inneren Zustands – nicht nur ein Kommunikationsmittel.
- Atmung, Körperhaltung und Nervensystem beeinflussen unmittelbar, wie unsere Stimme klingt.
- Summen und Tönen können den Vagusnerv stimulieren und Regulation unterstützen.
- Resonanz entsteht im ganzen Körper – nicht nur im Kehlkopf.
- Scham und alte Bewertungen können den freien Ausdruck der Stimme einschränken.
- Es geht nicht darum, schön zu singen, sondern sich selbst wahrzunehmen.
- Gemeinsames Singen kann Verbindung, Sicherheit und Koregulation fördern.
- Die Stimme ist ein jederzeit verfügbares Regulationstool.
🧘♀️ Mini-Impuls für deinen Alltag: Probiere heute einmal aus, wie sich deine Stimme im Körper anfühlt.
- Lege eine Hand auf deinen Brustkorb oder auf deine Nasennebenhöhlen.
- Atme ruhig ein.
- Atme summend aus („Mmmmmm“).
- Spiele mit verschiedenen Tonhöhen.
Kannst du die Schwingung unter deiner Hand wahrnehmen? Es geht nicht darum, etwas richtig zu machen oder schön zu klingen. Sondern darum, neugierig zu beobachten, wie sich deine Stimme in deinem Körper bewegt.
🎧 In dieser Folge sprechen wir über: 00:00 – Intro: Warum Stimme mehr ist als Sprache 02:30 – Was unsere Stimme über uns verrät 05:45 – Wie Stimme anatomisch entsteht 09:00 – Resonanzräume, Schwingung & Vibration 13:30 – Blockaden und warum Spannung den Klang verändert 17:00 – Glaubenssätze: „Ich kann nicht singen“ 21:30 – Atmung, Beckenboden & Stimme 26:00 – Stimme als Regulationstool im Training 29:00 – Warum Kinder intuitiv summen und tönen 33:00 – Gemeinsames Singen, Vagusnerv & Verbindung 38:00 – Praktische Übungen für zuhause 44:00 – Persönliche Erfahrungen & Abschluss
Mehr von uns: 📍 Lena: https://www.instagram.com/lena_wiewell 📍 Chrissi: https://www.instagram.com/chrissi.kuhlmann 🌿 Website: https://bahu-bewegung.de/ https://plus.bahu-bewegung.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Let's go,
00:00:01: let's go.
00:00:13: Repetern Körper verstehen Bewegung verkörpern Hier werden Atmen, Bewegungen und Merfensystemen anders gedacht.
00:00:23: Der Podcast mit Prissy & Lena
00:00:32: Hi Chrissie Na?
00:00:35: Na?
00:00:37: Wie ... der Sommer ist da!
00:00:38: Der Sommer is da.
00:00:39: das ist richtig cool.
00:00:40: Ja ich freu mich auch.
00:00:43: Wir haben heute das Thema Stimme mitgebracht Und du wirst uns heute in die Welt der Töne entführen.
00:00:51: Ich freue mich da ganz, ganz doll drauf und bin auf jeden Fall total gespannt wie du uns einmal in Anatomie, ein bisschen Anatomie unter ein bisschen vielleicht auch was man so generell über Stimme denkt, wie Stimme auch ein nervensystemisches Tool sein kann ja wie du es einfach in diesen Bereichen abholen wirst.
00:01:15: Ja, bin ich auch gespannt weil es ist auch wieder so ein Thema da könnte man wahrscheinlich fünf Tage oder weiß nicht wie lange drüber sprechen.
00:01:23: Aber genau wir versuchen's mal auf Podcast folgenlänge einmal die Basics heute so runter zu brechen und vor allem auch einfach vor dem Hintergrund immer wieder finde ich unseres übergeordneten Motos nämlich Repattern also Muster zu erkennen und zu verändern, nochmal zu beleuchten.
00:01:46: Und da finde ich ist die Stimme einfach ein total geeignetes Feld um Muster zu erkennen, um Spannung im Körper zu bemerken, um zu gucken.
00:01:57: wo wollen wir uns eigentlich schützen?
00:01:58: körperlich schützen aber vielleicht auch ja was sind Grundgedanken, Ideen die wir haben, wo wir denken wir müssten uns vor anderen schützen.
00:02:08: wie kommen wir in Regulation?
00:02:09: Wir kommen in Kontakt in Verbindung mit anderen.
00:02:11: also all diese Themenfelder ergeben sich auch beim Thema Stimme von daher.
00:02:17: Ja, voll!
00:02:19: Also gerade was Muster angeht... Ich bin ja immer so ein offenes Buch an meiner Stimme und erkennt man eigentlich wie gut oder ob es mir schlecht
00:02:27: geht.
00:02:29: Das ist sehr spannend und das merken sogar auch Menschen die mich noch gar nicht so gut kennen.
00:02:36: Das verrückt, aber warum ist das denn eigentlich
00:02:38: so?
00:02:38: Ja damit bist du auch nicht alleine.
00:02:41: Natürlich gibt es vielleicht auch da wieder Menschen die das besser und schlechter irgendwie verstellen und verstecken können.
00:02:47: Aber letztlich unserer Stimme können wir noch viel schlechter Verstellen als jetzt.
00:02:53: zum Beispiel Gestik Mimic Auch da die genauen Beobachterinnen glaube ich können gut Gesichter lesen, Körper lesen und irgendwie mitkriegen wenn da irgendwas nicht stimmig ist und nicht kohärent.
00:03:06: Aber weil auch gerade bei unserer Stimme so viele Systeme beteiligt sind ne?
00:03:09: Atmung, Körperhaltung, Nervensystemischer Zustand alles mögliche.
00:03:16: es ist da eben noch schwieriger diese unwillkürlichen Zustände quasi zu kontrollieren.
00:03:22: letztlich ist Stimme eigentlich was was frei fließen will was wahrgenommen werden will.
00:03:29: Es ist letztlich auch unsere Verbindung von der Innenwelt zur Außenwelt und Ausdruck unseres inneren Zustands einfach, so wie Sprache nur vielleicht noch mal breiter als Sprache.
00:03:45: Die Sprache gibt den Worten die wir sagen eine Bedeutung, die Grammatik
00:03:52: usw.,
00:03:53: wir können uns differenziert ausdrücken Aber die Stimme transportiert ja noch viel mehr.
00:03:58: Die transportiert auch die Klangfarbe, die Modulation den Rhythmus lautstärke Tonhöhe all das bringt ja Informationen für andere mit sich.
00:04:13: Ja auch Sicherheit oder Unsicherheit?
00:04:16: Genau!
00:04:17: Ich meine wenn jemand schreit ist es ja auch erstmal so lauten Tönen vielleicht mit mehr Druck vielleicht mit Aggressivität spricht, löst das ja was anderes in mir aus, weil es wenn niemand auf einer sehr neutralen Ebene Lautstärke normal also so dass meine Ohren sie verarbeiten können halt dann fühle ich mich nicht unsicher.
00:04:42: Also dann gibt's da halt einfach Ja genau
00:04:47: und mir fällt noch ein, das habe ich jetzt vorher gar nicht mehr recherchiert.
00:04:51: aber ist auch so, dass es Untersuchungen dazu gibt wenn Menschen etwas sagen, was nicht kohärent ist mit dem, was sie eigentlich meinen.
00:05:00: Dass bei der anderen Person dann trotzdem viel mehr das ankommt, was über Körperhaltung, Körpersprachstimme, Rhythmus-, Tonhöhe und so weiter transportiert wird als das, was gesagt wurde, wenn es jetzt transkribieren würde.
00:05:18: Also unsere Systeme sind da einfach vielmehr... Darauf ausgelegt hat ja wieder auch was mit Korrelation zu tun.
00:05:25: Wenn wir einfach gemeinsam im Raum sind, dann neigen wir dazu uns zu synchronisieren.
00:05:30: Da kommen wir später noch mal zu weil das ein wichtiger Punkt ist der uns nicht nur mit uns selbst in Verbindung bringt sondern auch mit anderen.
00:05:37: wie entsteht?
00:05:38: also Ich hatte mich gefragt als ich mein Thema haben wir irgendwann auf unsere Ideenliste gepackt?
00:05:44: und da hatte ich mich ganz zu Beginn noch gefragt so er wie Wie entsteht überhaupt einen Ton?
00:05:50: Also was?
00:05:51: Was ist alles beim, ja bei der Stimme?
00:05:56: Beim Sprechen, beim Singen, beim Tönen.
00:05:59: Also es kann A, es kann O, das kann aber auch ein Hallo ich bin sein.
00:06:03: Scheiß egal!
00:06:05: Was ist da eigentlich alles daran beteiligt?
00:06:07: also Atmung weiß ich und man sagt immer die Stimme ist zum Klangkörper.
00:06:12: Also was genau ist wie der Klang-Körper?
00:06:15: Ja, genau.
00:06:16: Also ich mein erst mal ist es ja schon durchaus so dass der Ursprung der Stimme im Bereich des Kehlkopfes in den Stimmlippen ist die sich verengen wenn letztlich wenn der Atem der Luftstrom sozusagen aus der Lunge durch den Kehlkop und die Stimmen die die Stimmlippen sozusagen hindurchdringend die sich dann verengern und unterschiedlich schnell oder langsam öffnen und wieder schließen.
00:06:44: Dadurch werden so Druckwellen sozusagen durch den Körper geschickt, also letztlich wird dieser Luftstrom unser Atem in Schwingung versetzt und daraus entsteht der Grundton.
00:06:57: aber das ist längst nicht alles sondern der Klang unserer Stimme kann eigentlich erst durch unsere körperlichen Resonanzräume auch wirklich sich entfalten Und da sind dann knöchernde Strukturen wie Schädel oder Brustkorb hauptsächlich beteiligt.
00:07:19: Aber letztlich, wir können das auch durch den Körper durchdecklinien.
00:07:23: Es hört nicht ab einem Punkt irgendwo auf sondern vielleicht haben das manche ja schon gespürt dass auch durchaus noch über den Brustkorb hinaus eine größere Teile des Oberkörpers vielleicht irgendwie mit auch in Vibration kommen und mitschwingen aber natürlich auch unsere Mundhöhlen, Nasen nehmen und so weiter.
00:07:44: Also die Lufträume quasi im Körper genauso aber wie auch unsere Zunge mitbeteiligt ist gerade für die Artikulation natürlich.
00:07:54: Aber auch ja wie fest es unsere Stimme... Unsere Zunge liegt die entspannt im Zungenraum oder eine Klemte irgendwo Die Kieferstellung sogar die Zahnstellung ist im Prinzip Ja, hat einen Einfluss und auch natürlich dann wiederum unsere Körperhaltung.
00:08:11: Aber genau diese Aspekte von... Es gibt diesen Luftstrom.
00:08:15: durch die Stimmlippen wird dieser Luftstrom in Schwingungen versetzt und dadurch entsteht der Grundton und damit gehen uns die Resonanzräume unseres Körpers sozusagen ja in Verbindung und so entsteht Der Klang.
00:08:30: aber jetzt habe ich auch die Lippen Keine Ahnung, nicht genau.
00:08:34: Ich meine die Nase auch.
00:08:36: Also ich war mal in logopädischer Behandlung und man kann irgendwas zwischen Nase- und Rachenraum öffnen oder verschließen, keine Ahnung.
00:08:45: Und dann verändert sich auch der Ton.
00:08:47: War mir nicht klar, habe ich da gelernt?
00:08:48: Fand ich ihn ganz interessant!
00:08:51: Einfaches
00:08:51: Beispiel ist ja auch wenn wir erkältet sind... ...in Nasal.
00:08:55: Dann kann sich die Schwingung nicht so frei ausbreiten Er hat das Gefühl, es bleibt ein bisschen stecken.
00:09:03: Ich habe mich vor Jahren beim Yoga immer gefragt wie sich die Vibration anfühlen soll im Körper.
00:09:10: Weil wenn ich mir jetzt eine Vibation vorstelle, dann habe ich mal eine elektrische Zahnbürste, die macht so eine Viberation oder keine Ahnung.
00:09:20: man hat ein Handy das vibriert oder ähnliches und ich hatte mir dann halt immer vorgestellt dass in meinem Körper ja irgendwas Ich muss da ja irgendwas fühlen, was sich wirklich vibriert.
00:09:37: Also vielleicht auch so ein vibrierendes Gefühl macht und ich habe immer darauf gewartet und hab das aber irgendwie nie richtig verstanden.
00:09:51: Ich weiß nicht ob es auch irgendwelchen Zuhörerinnen geht Aber vielleicht kannst du einmal auf diese Vibration kurz und knapp.
00:10:02: Wie darf sich das anfühlen?
00:10:04: Oder ist es ganz individuell?
00:10:07: Genau, also letztlich... Es muss ich jetzt vielleicht nicht so doll anfühle wie die elektrische Zahnbürste oder sowas.
00:10:13: Habe ich zum Beispiel noch nicht so erlebt.
00:10:15: aber letztlich ist es ja schon so dass dann die körperlichen Strukturen und da sind am Ende auch Faszien und Muskeln und alles mit dran beteiligt.
00:10:25: Also was ich gerade aufgezählt habe, ist keine vollumfängliche Aufzählung Knochenübertragenschwingung, die Luft überträgt Schwingung Wasser.
00:10:37: Wir sind viel Wasser, ne?
00:10:38: All das überträgt ja Schwingungen weiter und so entsteht die Vibration dadurch dass diese Schwinging weitergeleitet wird und somit auch im Körper spürbar ist Also nicht nur hörbar durch die Frequenz sozusagen, also wie schnell oder langsam diese Schallwellen quasi schwingen.
00:11:00: Sondern ja eben auch tatsächlich sich bewegen auf eine Art und so meine Erfahrung ist auch natürlich je freier wir sind, also je weniger wir durch Körperhaltung oder es fängt ja schon beim Zwerchfeld und Beckenboden angeben, weil gleich noch näher drauf ein oder Kiefer überall wo Verspannungen sind oder Blockaden.
00:11:26: Da kann natürlich die Schwingung nicht ... Die Vibrationen nicht einfach weiter getragen und weiter geleitet werden aber... Dann
00:11:33: kann ich mir vorstellen, die läuft dann quasi gegen so eine verspannte Wand?
00:11:37: Genau!
00:11:37: Und endet dann im Prinzip da so ein bisschen?
00:11:39: Endendet dann in einem
00:11:40: Prinzip.
00:11:40: Genau.
00:11:41: Das heißt überall da, wo Flüssigkeiten, Faszien, bindegewebige Strukturen heißen nicht Knochen.
00:11:47: heute was auch immer Höhlen also Körperhöhlen den Höhl und Kieferhöhle als Nebenhöheln frei sind kann letztendlich diese Druckwelle sich ausbreiten und weitergehen.
00:12:04: Und wenn jetzt aber irgendwo eine Verspannung da ist oder ja weiß ich nicht feste Nacken oder suchst du zum Beispiel, dann kommt diese Schwungung und die Druckwelle.
00:12:16: Und sie rennt gegen diese Wand wie verspannt ist und dann ist da einfach Ende.
00:12:22: Das heißt also
00:12:23: so als Bild einfach nicht?
00:12:25: Ja genau!
00:12:26: Aber im Prinzip kann man sich das gut vorstellen.
00:12:29: Okay
00:12:29: aber dann hat es ja auch eigentlich.
00:12:31: jetzt stelle ich mal hier... Ich finde das gerade auch ganz interessant.
00:12:37: Wenn ich dann jetzt quasi den verspannenden Nacken habe und meine Druckwelle dort endet, hat ja der Kopf überhaupt gar nicht die Möglichkeit in diese Luftexpansion zu kommen.
00:12:51: Weil wenn da eine Verspannung ist und überhaupt keine Luft, keinen Schall, keine Druckwecke hinkommt, dann gibt es daher auch einfach keine Erweiterung des Raumes sozusagen.
00:13:03: Kann man sich das vielleicht auch so ein bisschen...
00:13:05: Genau, oder vielleicht ist das jetzt ein bisschen zu krass aus.
00:13:07: Ob da nie keine Luftung kommt in die Zone?
00:13:10: Also jetzt sehr extremen Ausflug, aber vom Prinzip her genau also je weniger es kann immer weniger sozusagen dort ankommen.
00:13:21: Aber andersrum gesagt ist ja eigentlich das Schöne tatsächlich wirkt der Effekt auch anders herum dass Und da kommen wir gleich drauf über auch Nervensystem-Regulationen.
00:13:32: Also das Tönen, das Summen singt allein oder gemeinsam kann auch dazu führen dass wir nervensystemisch regulierter werden und diese Blockaden... also es klingt immer so ein bisschen ist die Räume offen?
00:13:49: Genau richtig!
00:13:51: Dass sich irgendwie bestimmte Verspannung lösen können, dass wir freier werden wieder mehr auch Schwingung und mehr Resonanz und eine Vibration spüren.
00:14:00: Und selber besser spülen!
00:14:02: Und vielleicht noch einen Punkt dazu, was du gerade meintest nur diese Vibration zu spünen also wie sich das... anfühlt.
00:14:10: Es geht vielleicht auch noch mal leichter zu spüren, wenn wir zum Beispiel die Hand auf unseren Brustkorb legen oder vielleicht auf unsere Nasen nebenhöhlen und versuchen den Ton da reinzuziehen.
00:14:22: Wenn wir jetzt einen Ton machen würden in der Höhe die Nase nebenhüllen sozusagen mit zum Schwingen bringt.
00:14:30: Und dann könnten wir auch oder wenn ich jetzt auch spreche und meine Finger hier oben auf meiner Nasenflügeln ein bisschen darüber lege, dann spüre ich in meinen Fingern das sich da was bewegt unter mir.
00:14:43: Das können wir auch im Brustkorb.
00:14:46: also da könnt ihr zu Hause natürlich auch mal ein bisschen ausprobieren Wenn ihr euch einfach hinsetzt und so summend ausatmet und dann auf unterschiedliche Körperteile zum Beispiel mal die Hand legt, euch da berührt und guckt.
00:15:03: Kommt da was von der Schwingung an?
00:15:05: Und dazu noch ist es aber auch immer eine Frage der Wahrnehmungen sozusagen.
00:15:13: Das Eine überträgt sich da die Schwingungen dahin das andere kann ich das in dem Moment wahrnehmen und spüren.
00:15:22: Ja spannend!
00:15:23: Ich glaube dann habe ich das Jahre nicht gespürt
00:15:26: Ich brauche
00:15:27: nicht.
00:15:30: Das habe ich jetzt nicht gedacht, aber krass!
00:15:32: Okay.
00:15:34: Es soll jetzt auch überhaupt kein Druck- oder Wettbewerb sein, dass man sich mehr unter Druck setzt und das alles spüren muss.
00:15:40: Es gibt einfach die Tage wo wir es
00:15:44: halt
00:15:44: nicht spülen und wo wir fest sind und wo wird das erleben und erfahren und wahrnehmen dürfen?
00:15:54: das krampfhaft irgendwie wollen, dass es dann irgendwie alles frei wird und ja unsere Vibration spüren macht's dann nicht besser.
00:16:01: Also da können wir dann lieber diesen vielleicht auch Widerstand irgendwie wahrnehmen und damit weiter umgehen.
00:16:11: Ja voll!
00:16:13: Weil letztlich das ist irgendwie auch nochmal für mich so eine Key Message.
00:16:16: also klar können wir technisch an unserer Stimme arbeiten Methoden und Tools nutzen, um irgendeinen Effekt zu erzeugen wie die Stimme klingen soll oder wie wir vermeintlich besser singen können usw.
00:16:31: Das ist auch cool!
00:16:33: Ich habe da jetzt nicht viel Ahnung von der Erfahrung mit aber das ist gar nichts was ich schlecht machen will.
00:16:40: den Aspekt den wir hier ja beleuchten wollen es eigentlich eben diese Stimme als unsere Stimme ausdrucksform sich in uns bewegt, was eben nicht kontrolliert werden will und nicht gepresst oder gedrückt oder gemacht werden will sondern dem wir Raum geben können und dann sich entfalten lassen können um dann zu spüren zu hören was entsteht.
00:17:06: Ja aber jetzt sind ja also ich weiß nicht ich habe oft gehört Ich kann nicht singen Also es gibt ja einfach so gewisse Gedanken oder halt einfach so negativ Sätze, die wir in uns haben.
00:17:20: Meine Stimme ist nicht schön ich kann nicht singen Ich bin so und so.
00:17:26: also dann liegt immer schnell eine Bewertung da drin Die Menschen ja auch einfach davon abhält überhaupt ihre Stimme als Werkzeug zu begreifen und auch eines, ein schönes Tool.
00:17:38: Und eigentlich komplett davon abhält die Stimme als Nervensystem misches Regulationsinstrument zu verwenden?
00:17:50: Ja dann haben wir uns natürlich ganz viel oder etwas wird uns genommen nicht mein erst mal kann man das auch sehen.
00:17:59: wie bei allem möglichen.
00:18:01: ich bin nicht schön Ich bin nicht dies, ich bin Sozialisierung, Prägung, Normen die man ohnehin schon mal hinterfragen kann.
00:18:09: Also wann bin ich schön?
00:18:12: Kann ich singen?
00:18:13: Wann klickt meine Stimme gut?
00:18:14: Das ist natürlich auch noch einmal immer Geschmacksfrage und individuell.
00:18:19: aber grundsätzlich Bin ich wirklich davon überzeugt dass alle Menschen singen können.
00:18:26: das ist halt einfach was total Natürliches was menschliches.
00:18:30: und gleichzeitig ist ja die Frage, die Erfahrungen, die wir gemacht haben.
00:18:34: Das will ich niemandem absprechen, dass wir zum Beispiel bestimmte Kommentare, Blicke, Augenrollen-Bewertung erfahren haben vielleicht in irgendwelchen Musikunterrichtssituationen, wo es darum geht vorzusingen oder ausgelacht irgendwelche blöden Sprüchen.
00:18:50: Es ist was, was ganz viele Menschen erlebt haben.
00:18:54: aber letztlich diese Bewertung machen uns immer zu einem Objekt, das ist eigentlich der Gegenpol wieder von dem was ich gerade meinte so dass die Stimme Ausdruck ja unseres tiefsten Innersten eigentlich ist und frei fließen möchte.
00:19:09: Und wenn wir sie bewerten dann pressen wir sind natürlich in irgendwelche Schubladen und nehmen uns diese Ausdrucksform aber gleichzeitig Haben eben ganz viele Menschen diese Erfahrung gemacht, von jemandem lachten mich aus, machten blöden Spruch, Kommentar und die Schlussfolgerung, die wir dann ja häufig daraus ziehen.
00:19:30: Das sind oft auch Situationen wo wir... explodiert sind, die sich emotional einbrennen.
00:19:37: Nicht eine von ... So am Tag hab ich nicht taunen Sachen erlebt und eins davon war jemand hat irgendwie den blöden Spruch über meine Stimme gemacht, sondern häufig sind das ja die Sachen, die so emotional auch gefärbt sind, tief sitzen, dass sie sich dann schnell zu Glaubenssätzen verdichten und wir daraus Schluss folgern.
00:19:55: eben okay Ich kann nicht singen Das kann aber auch über dieses Reine, ich kann nicht singen oder sowas technisches hinausgehen und auch eher in Bereiche wie... Ich trau mich vielleicht nichts zu sagen.
00:20:12: Ich darf eigentlich keine Meinung haben!
00:20:15: Ich darf nicht wütend sein oder so ne?
00:20:17: Also da gibt es glaube ich ganz viele Bereiche von potenziellen Glaubenssätzen wo wir irgendwas vielleicht in uns halten unterdrücken wo wir denken das darf nicht nach außen weil wir sonst ausgelacht werden, Ärger kriegen oder irgendwas im Außen passiert was wir verhindern wollen wo wir halt Dinge in uns halten.
00:20:41: Ja und natürlich schlägt sich das dann auf darauf nieder wie frei wir im Ausdruck sind da wie ungefiltert da liegen vielleicht Spannung drüber Schutzräume und
00:20:57: ja Dann hat Stimme doch auch.
00:21:00: also Nachdem was du jetzt erzählst, Schlussfolger ich, dass das auch etwas mit loslassen zu tun
00:21:06: hat.
00:21:07: Also etwas sagen, etwas einen Ton rauszugeben, ob es jetzt ein Wort ist oder ob das ein Ton, was auch immer ist, hat dann was mit los lassen zu tun?
00:21:21: Voll!
00:21:22: Voll also diese potenziellen Befürchtungen, Glaubenssätze und verdichteten Erfahrungen gegebenenfalls loslassen, zumindest wo wir diesen freien Ausdruck zu kommen voll und gleichzeitig aber auch auf einer vielleicht noch praktischerer Ebene wenn wieder bei der Atmung sind.
00:21:43: Wir haben ja auch eine Folge zur Atmungen gemacht könnt ihr auch nochmal gerne rein hören.
00:21:48: Aber die atmen und die Stimme sind eng miteinander verbunden.
00:21:54: Wenn unser Zwerchfell wichtigster Atemmuskel unserer Beckenboden verspannt sind Dann entstehen ja auch hier gewisse Blockaden.
00:22:07: Und andersrum, wenn es mir gelingen sollte, hier weich zu werden und loszulassen und das frei fließen kann,
00:22:15: dann habe
00:22:15: ich wieder einen freien Ausdruck.
00:22:17: Und da würde ich jetzt noch einmal mit der Asymmetrie vom Körper, mit dem P.A.-Eigedanken ein bisschen reingehen.
00:22:23: Am Ende wollen ja Becken und Brustkorb übereinander stehen also Ergo-Zwechfeldt und Beckenboden und wenn wir halt von der Körperhaltung eher in so einer man nennt es Open Scissors Stellung wo dann halt ein leichtes Hohlkreuz und die Rippen nach vorne und letztendlich sehr viel Spannung im Rücken ist und wenig Spannungen vorne im Chord der Bauchmuskulatur, dann können Zwerchfälle und Beckenboden gar nicht miteinander arbeiten.
00:22:54: Sondern da gibt es halt.
00:22:56: im Prinzip entsteht dadurch die Position eine Verspannung als das was du gerade beschrieben hast.
00:23:02: Und da geht's dann eigentlich auch viel mehr darum zu schauen, was braucht das System um Brustkorb-und Becken wieder übereinanderzustellen?
00:23:11: Weil Unsere Körperhaltung, das ist eben auch gesagt hat ja total viel mit Stimme zu tun.
00:23:19: und wenn der Käkopf zu weit hochrutscht aufgrund von Verspannung, Körperhaltungen einfach.
00:23:30: dass die Systeme das nicht mehr, also auch unsere Asymmetrie nicht mehr cool nutzen können und Regulation einfach nicht mehr gut funktioniert.
00:23:37: Dann kann sich das doch auf die Stimme schlagen und dann wird Stimme vielleicht sehr rauchig, dann kann die Stimmen vielleicht auch sehr schnell heiser werden, vielleicht sehr hoch sein
00:23:50: etc.,
00:23:51: pp.
00:23:51: Also ich hatte zumindest auch schon Phasen in meinem Leben wo Körperhaltung und Stimme halten unmittelbaren Zusammenhang hatten und auch nach wie vor noch haben.
00:24:04: Voll, absolut!
00:24:07: Und wo du den Stack nochmal erwähnst, Zwerchfell- und Beckenboden sind da ja auch... Also ich will jetzt gar nicht sagen Gegenspieler also Zusammenspielende die
00:24:15: aber
00:24:16: wechselseitig quasi funktionieren.
00:24:18: und dann bei der Einatmung wenn sich das Zwerchefell nach unten quasi bewegst, dann entsteht ja auch Raum im Brustkorb Die Lunge wird ausgedehnt oder kann sich ausdehnen.
00:24:33: Und das ist wieder der Luftstrom, den wir brauchen um den Klang zu erzeugen und andersherum.
00:24:40: wenn es sich bei der Ausatmung nach oben zusammenzieht wiegt der Beckenboden sozusagen jeweils anders herum ist sehr klar, wenn irgendwo dann wieder Verspannungen sind.
00:24:53: Dann kommt das System durcheinander.
00:24:54: oder nicht nur Verspannen sondern auch eine Fehlstellung ne?
00:24:57: Wenn eben die
00:24:58: Position nicht passt genau.
00:25:01: Ja es ist spannend.
00:25:05: also ich übe ja viel auch mit den Menschen das Ausatmen und das ist ja letztendlich der tongebende Prozess.
00:25:12: Und ich sag immer, wenn du am Ende noch einen Ton raus bringst, dann ist noch Atmung da und wenn kein Ton mehr kommt, dann ist Lehre da.
00:25:27: Und das ist letztendlich ja dieser Moment, den ich zumindest in allen Peer-Eye Geschichten haben möchte
00:25:34: oder
00:25:35: zumindest wenn eine Ausatmung voll passieren soll.
00:25:38: Das ist auch was, was ich von dir immer wieder beim Training anwende und eigentlich immer dachte Ja, ich bin ja schon vollständig ausgeatmet.
00:25:46: Ah ne!
00:25:47: Da ist doch noch
00:25:49: nichts.
00:25:51: Ich finde auch Tönen beim Training, also das ist jetzt mal vielleicht kurze Exkurs hilft mir halt unglaublich um keine Ahnung irgendwas in mir so zu regulieren.
00:26:07: Um im Training mehr Wahrnehmungsraum zu bekommen
00:26:14: und
00:26:17: mehr spüren, mehr Sensing einfach mehr spüren.
00:26:26: Du kennst diese Erfahrung, dass Tönen dich mehr in die Selbstwahrnehmung bründen oder dein Körper auch zurückbringt?
00:26:34: Ja voll und auch mir Bereiche meines Körpers zugänglich macht, die ich dann vielleicht spezieller fühlen möchte.
00:26:45: also ein He und ein Hi die wirken auf den Chor unterschiedlich.
00:26:50: Und je nachdem, was ich gerade spüren möchte, atme ich halt mit einem He oder mit einem Hi aus und das hilft einfach.
00:26:59: Das ist cool!
00:26:59: Also das macht glücklich.
00:27:05: Voll.
00:27:05: Ja
00:27:06: genau und so haben auch wie du sagst nicht die unterschiedlichen Vokale, also jeder Klang kann ja unterschiedlich etwas in uns auslösen, weil vielleicht etwas unterschiedliche Körperstrukturen quasi dadurch angesprochen werden oder genutzt werden um genau diesen spezifischen Ton zu artikulieren und zu erzeugen.
00:27:29: Und ja es ist eben einfach nicht nur dieser Weg von innen nach außen sondern auch wenn wir sehr im Außen sind von außen nach innen wiederzukommen.
00:27:42: Also wirkt das im Prinzip in beide Richtungen.
00:27:45: Also einmal, dann hat es doch auch wieder was mit Spannung und mit Entspannung irgendwie zu tun.
00:27:53: also kann man dadurch Spannungs erzeugen, durchtönen aber halt auch Entspanung.
00:27:59: Genau genau ich meine auch das kennen wir glaube alle wenn wir irgendwie schlecht drauf sind uns irgendwie hinkriegen irgendein gut laune Lied anzumachen und dabei mitsingen dass das auch aktivierend sein kann und die Stimmung wiederheben kann.
00:28:12: Und tatsächlich auch so gemeinsames Singen ist eben auch assoziiert damit, dass bestimmte Dopamin ausgeschüttet wird, Cortisol gesenkt wird.
00:28:26: Dass man sagen kann es ist jetzt ein ganz direkter Zusammenhang aber das werden Strukturen angeregt wo eben so ja auch biochemische Prozesse angestoßen werden die unser Belohnungs- und Stresssystem einfach nochmal auf eine Art und Weise Ansprechen, dass wir uns entweder aktivieren können in eine positive Stimmung bringen können oder aber auch beruhigen können.
00:28:49: Okay.
00:28:52: Also ich habe jetzt gerade die Tochter von einer Freundin im Kopf, die grad fünfzehn Monate alt ist und um in den Schlaf zu kommen immer so macht oder halt Töne macht.
00:29:06: Ist ja eigentlich nichts anderes, oder?
00:29:08: Ja.
00:29:12: Wahrscheinlich ist das Tönen eigentlich unser erstes Regulationstool oder mit einer der ersten, die wir überhaupt, wenn wir auf der Welt sind nutzen können.
00:29:28: Auf jeden Fall!
00:29:29: Warum verlieren wir es dann im Alter?
00:29:31: Also jetzt mal ganz blöde Frage... Ich stelle mich auch erst seit also seit meiner ganzen Yoga-Geschichte irgendwie, halt hin oder setz mich hin und fang an zu schanten oder zu tönen um halt Regulationen zu erfahren.
00:29:45: Aber wenn wird es eigentlich schon mit drei Monaten oder fünf Monate oder mit fünfzehn Monaten in die Wiege gelegt bekommen?
00:29:52: Warum...
00:29:55: Also vielleicht nicht so... Ja, das sind wir wieder bei dem Thema Bewertung von außen.
00:29:59: Das ist dann vielleicht noch nicht.
00:30:00: Boah du kannst nicht singe deine Stimmelscheiße.
00:30:02: aber oh sei mal leise, oh das nervt bleibt doch mal ruhig sitzen Hör doch mal auf.
00:30:08: So, ne?
00:30:09: Diese ...
00:30:10: Ja, stimmt!
00:30:11: Ich will dann
00:30:11: kommen.
00:30:11: also es ist glaube ich einfach der Beginn der Sozialisation wo einige Dinge erwünscht sind und andere nicht Und wir wahrscheinlich ...
00:30:21: Aber dann geht's doch... dass wir
00:30:22: so aufgewachsen sind das wir es eher gelernt haben in uns zu halten und unterdrücken und nicht mit Regulationen zu verbinden.
00:30:30: aber dann geht es doch eigentlich auch ein bisschen darum die Stimme als Regulationstool wieder zugänglich zu machen.
00:30:40: Find ich total, weil es ist so einfach, das braucht nichts, es kostet nix, es ist überall möglich und immer mit dabei.
00:30:48: Es ist was Lebendiges, was durch uns fließt.
00:30:52: Und genau als Regulations-Tool ist vielleicht noch mal ein gutes Stichwort auch um nochmal kurz auf den Bagungsnerv auch einzugehen der nerviert eben Ja, sozusagen vom Kopf aus bis zu den Verdauungsorganen einfach viele Strukturen die an der Stimmbildung beteiligt sind.
00:31:10: Und durch zum Beispiel Summen können wir den Vargusnerv sozusagen aktivieren und letztlich hat das auch dann eben einen beruhigenden Einfluss.
00:31:23: also bekommen eher in parasympathischen Zustand und ja können uns somit auch beruhigen Und ich meine, das ist ja auch was, was wir nutzen.
00:31:32: Vielleicht mit kleinen Kindern, mit Babys oder so.
00:31:35: Wir singen so Tönen irgendwie um die zu beruhigen.
00:31:41: Da machen wir es ja intuitiv dann.
00:31:42: Das geht erst dann später los wenn sie vielleicht selber anfangen lauter zu werden und der Ausdruck eher ein bisschen geklemmt wird.
00:31:50: In dieser Stelle möchte ich China zitieren, die irgendwann zu mir sagte Lena Wenn nichts mehr hilft, hilft Singen!
00:31:58: Also bei Kindern.
00:32:00: Ich habe tatsächlich auch vor Kurzem bei dem neugeborenen Baby einer Freundin zwei Stunden lang so gemacht, nichts hat geholfen!
00:32:13: Der hat gebrüllt.
00:32:13: aber als ich das gemacht hab war alles gut.
00:32:17: Ja ist krass, ne?
00:32:19: Aber ich finde das so schade dass es einfach in... dass das irgendwie so verloren gegangen ist in unserer Gesellschaft.
00:32:26: Und ich mein früher gab es doch eigentlich auch voll auf so noch Singkreise und irgendwie einfach Möglichkeiten um diese Vagus-Nervpower einfach zu, in den Alltag einzubinden und auch in Gemeinschaft weil das verbindet ja auch.
00:32:43: also es hat ja irgendwie total viel auch ein Miteinander zu tun.
00:32:48: Voll!
00:32:49: Vorher gerade dieses, also einmal die Verbindung zu uns selbst.
00:32:53: Wir nehmen und selbst mehr wahr, spüren.
00:32:55: was geht eigentlich gerade in mir vor?
00:32:57: Was brauche ich aber das was du grad sagst irgendwie im Kreis sitzen zusammen zu singen da passiert ja so viel Korregulation.
00:33:06: unser Bindungssystem wird angesprochen auch wieder Vargos nerv wir sitzen zusammen man spielt irgendwie eine körperliche Präsenz gibt vielleicht irgendwie Augenkontakt oder auch nicht, aber diese körperliche Präsenz wird wahrgenommen und ja auch über die Stimmen passiert ja auch wieder Korreligation.
00:33:25: Wir synchronisieren uns, die Atmung synchronisiert sich.
00:33:28: natürlich brauchen wir beim Singen ja auch tendenziell eher eine längere Ausatmung.
00:33:33: also wir können da gar nicht die ganze Zeit so krass einatmen wie wir es in einer flachen Atmungen im Alltag tun auch irgendwo Tröstliches zusammenzusitzen im Kreis zu singen und Energie zu spüren.
00:33:49: Und das ist jetzt eine subjektive persönliche Erfahrung, dass es tröstlich ist was schönes Verbindendes hat und ich bin aber auch überzeugt davon das hätte sich nicht seit Jahrtausenden in allen möglichen Kulturen auf der ganzen Welt irgendwie verbreitet.
00:34:06: wenn das nicht etwas ist was nicht nur ich jetzt spüre sondern auch Einfach was Menschliches ist, ne?
00:34:12: Was wir alle spülen.
00:34:13: Voll!
00:34:14: Du hast das eben mit dem Verbinden und auch noch mal mit den Neurotransmittern also Dopamin-und-Co halt gesagt.
00:34:22: Ich habe mich gerade gefragt ob auch... Also es gibt ja dieses Kuschelhormonoxytozin.
00:34:28: Wird das auch mit ausgeschüttet?
00:34:30: Das fände ich
00:34:30: ja jetzt nach einer gewissen Zeit auch ausgeschüttert.
00:34:33: Genau
00:34:34: Das ist ja verrückt.
00:34:35: Es reicht jetzt nicht einmal zu zoomen.
00:34:36: Also es muss
00:34:37: doch mehr Minuten
00:34:38: sein.
00:34:39: Aber ja
00:34:40: Und das ist egal, ob man es in einem mit mehreren macht oder dann auch alleine.
00:34:44: Also
00:34:46: also auch alleine und genau mit mehrern kann sich natürlich der Effekt auch noch mal verstärken.
00:34:53: Also gerade wenn wir in Räumen auch uns dann befinden wo wir die Erfahrung machen können eben dass Die Stimme okay ist, dass die Stimme da sein darf.
00:35:06: Egal wie sie gerade klingt.
00:35:08: Ja.
00:35:08: Das
00:35:08: ist warum für mich da ist, das ich aber auch einfach Teil dieses Gesamten bin in der Gemeinschaft.
00:35:16: Also... Ich höre mich, aber ich höre auch mich in Resonanz mit den anderen Stimmen und manchmal schwingen wir dann vielleicht irgendwie auf der gleichen Frequenz.
00:35:26: Auch was es eine sehr berührende Erfahrung ist, was einfach cool ist, beruhigen und runterbringen, miteinander in Verbindung bringen kann.
00:35:40: Ja voll!
00:35:45: Ich habe mit Singen lange nichts am Hut gehabt.
00:35:49: Also ich bin auch jemand der es wirklich in der Schule geschafft hat nach der Grundschule keinen Musikunterricht bekommen zu haben.
00:35:57: Es ist Wahnsinn gewesen was die Schule da einfach
00:36:00: verpasst hat.
00:36:02: Und dieses Tool der Stimme als Instrument, aber halt auch als Regulationstool.
00:36:12: Als Ausdrucksform.
00:36:14: Also das ist ja unser Tool um jetzt miteinander zu sprechen.
00:36:18: also Stimme die Tönen, die dazwischen sind Das ist ja das wo du mitbekommst.
00:36:23: Wie ist der Mensch gegenüber drauf?
00:36:26: Was Gästechnik und so ein Tomat ist ja noch Aber Stimme ist ja auch einmal die Frequenz auf dem alles schwingt.
00:36:35: Als ich dann in der Jugalehrer-Innenausbildung Nummer eins saß und wir haben angefangen zu singen, war es völlig überfordert.
00:36:44: Singen gehört beim Yoga ja total mit dazu!
00:36:46: Das war wirklich ein sehr verrückter Moment weil ich glaube auch erst nach dem Achtmal singe überhaupt an mich ran lassen konnte, dass das für mich total gut ist.
00:37:01: Weil halt viele Sätze... weil die Berührungspunkte nicht damit da ist gehört nicht zu meinem Alltag
00:37:10: und dann kommt wahrscheinlich auch erst mal Scham oder wieder... Oder
00:37:15: lachen, also dann halt genau so dieses Überspielen und dann mit Lachen regulieren.
00:37:21: Und es ist ja auch immer die Frage wollen wir oder will alles in uns tatsächlich mit uns in Kontakt sein?
00:37:26: Oder gibt's auch einen Teil von uns der gerade gar nicht sich in Kontakt seien will und das ganz gerne mag sowas aus dem Kopf zu halten.
00:37:33: Auch das kann ja irgendwie Teil sein...
00:37:35: vielleicht magst du, also wenn ich jetzt so unsere Zuhörerin oder jetzt so vielleicht erkennt sich viele darin wieder und merken halt auch so ja eigentlich hilft mir das immer.
00:37:46: Wenn ich mal ein bisschen singe aber irgendwie fühle ich mich auch so ein bisschen beschämt oder nicht beschämte aber habe Scham gefühlt und ja weiß nicht Wie kann man dann überhaupt anfangen, sich damit auseinanderzusetzen?
00:38:03: Also wenn jetzt das jemand hört und du jetzt so weiss nicht deine drei besten Tipps geben solltest.
00:38:09: Was wäre das also?
00:38:12: Womit startet man?
00:38:14: ich schiebe auch vielleicht noch kurz ein dass das für mich auch was ist was nicht irgendwie natürlich gegeben oder so oder immer schon.
00:38:22: irgendwie befinde mich da selbst auf der reise und mir geht es auch so dass ich beispielsweise in der Schule im Markt zu hören bekommen habe, wenn ich mich gemeldet hab.
00:38:31: Christina lauter!
00:38:33: Wir verstehen nichts und ich hab versucht und wollte lauter sprechen aber es kam gar nichts raus.
00:38:38: also ich wusste wirklich ja wie soll ich lauter sprechen?
00:38:40: Leute keine Ahnung.
00:38:42: das hat mich bis in die Mitte zwanziger auf jeden Fall begleitet und ich habe selber auch gemerkt dass Ich glaube, es gibt unterschiedlichste Wege.
00:38:55: Und ich komme gleich dazu noch ein, zwei Tipps vielleicht zu geben was wir über die Stimme machen können und gleichzeitig ganz viele andere Erfahrungen im Leben können ja auch dazu führen dass wir freier werden.
00:39:07: also ich habe gemerkt dadurch dass ich angefangen hab an Themen zu arbeiten die vielleicht auch viel mit letztlich Verkörperung und Raumeinnahmen zu tun haben.
00:39:16: Also ich habe das damals selbstbewusstsein genannt aber am Ende so Ein Grundgefühl von ich darf auf der Welt mich bewegen, darf Raum einnehmen.
00:39:28: Darf meine Meinung sagen dass das total viel verändert hat in der Lautstärke.
00:39:35: Wobei das gibt es auch immer noch ab und zu Dass sich vor großen Gruppen oder so ist.
00:39:41: jemand sagt lauter bitte.
00:39:42: also.
00:39:44: was ich aber total merke ist meine Stimme gefühlte, weil es nicht viele Etagen tiefer gesagt ist über die Jahre.
00:39:51: Also früher habe ich immer super gepresst gesprochen im oberen Kehlkopf irgendwie.
00:39:56: Es war auch total anstrengend für mich lange zu sprechen und laut vor Leuten zu sprechen.
00:40:02: also danach hatte ich total Druck überall und Kopfschmerzen und ja dieses die Stimme irgendwie tiefer sinken lassen dürfen dass sie auch mehr vom Ja, wirklich vom tiefen Grund sozusagen aus dem Bauchraum und Beckenraum sozusagen kommen darf.
00:40:19: Der ja auch zumindest so ... Wenn wir jetzt auf Chakrin gucken oder energetisch damit verbunden ist, was sind meine Bedürfnisse?
00:40:30: Meine Wünsche?
00:40:30: Worauf habe ich Lust?
00:40:31: Wo habe ich keine Lust?
00:40:32: Also wenn Kontakt zu diesen Dingen besteht dann tut sich auch automatisch etwas in der Stimme Fülle der Stimme.
00:40:41: Je mehr wir von uns selbst spüren können oder die ganzen Facetten in uns erleben sozusagen, desto mehr druckt sich das natürlich auch an unserer Stimme aus.
00:40:54: Oder auch Zeiten wo ich viel von mir abgeschnitten fern gehalten habe und da klang meine Stimme auf jeden Fall auch anders.
00:41:03: Also von daher ja passiert das Leben ohnehin.
00:41:13: was sich in uns bewegt, mag ich dann auch in der Stimme wieder ausdrücken.
00:41:20: Und gleichzeitig wenn es jetzt so ein bisschen um den Aspekt geht wie kann ich denn irgendwie meine Stimme nutzen um im Alltag mich mehr zu spüren oder mich auch zu regulieren?
00:41:29: Dann ist eigentlich das einfachste dass wir in einem ruhigen Moment Zuhause wenn so Thema ist wo ich will das nicht vor anderen machen nach Möglichkeit irgendwie Tür zu machen, irgendwie im Zimmer einen Moment für sich sein und gucken dass man nicht gestört wird.
00:41:46: Und erstmal damit beginnen Summen auszuatmen und das muss überhaupt nicht weder laut sein noch nach außen dringen.
00:41:55: gerade wenn wir den Mund dann halt eben beim Summen nochmal geschlossen halten vielleicht auch erst mal uns nähern mit dem Ton also uns den Ton eher nach innen geben und versuchen ums damit zu füllen dann ist das ja auch erstmal was, wo wir mit uns eine intime Verbindung eingehen.
00:42:12: Uns jetzt überhaupt nicht darum geht wie klingt das im Außen und ich muss es jetzt nach außen bringen und so.
00:42:18: Das ist erst mal sowas ganz Basales Grundlegendes, wobei wir anfangen können zu spülen.
00:42:23: Dann vielleicht, wie wir es anfangs gesagt haben bei sich berühren am Brustkorb versuchen den Ton in die Nase zu bringen, unterschiedlichen Tonhöhen zu spielen werdet zu Hause vielleicht auch merken dass ihr eine Stimmlage habt, wo ihr euch wohl fühlt und wenn ihr höher oder tiefer geht es vielleicht ein bisschen anstrengender ist.
00:42:45: Also auch damit einfach mal zu spielen und ja völlig egal wie sich das anhört also dass er als Erfahrungsraum zu sehen als ein spielerisches ausprobieren.
00:42:58: weniger wie hört sich das an sondern wie fühlt es sich an?
00:43:04: sich mein Kielkopf entspannt an bei welcher Tonlage?
00:43:07: oder wenn ich die Zunge irgendwie, weiß ich nicht, Sacken lasse fühlt es sich da gut für mich an.
00:43:14: Oder welche Spannung braucht's?
00:43:16: und wenn ihr euch langsam vielleicht auch Trauen mögt den Mund so ein bisschen zu öffnen und den Ton etwas mehr nach außen zu geben könnt ihr auch ein bisschen damit spielen irgendwie den Kiefer locker zu machen oder auch vielleicht mal extra anzuspannen, eher so ein Ohr zuvor und irgendwie wahrzunehmen.
00:43:35: was tut mir da gut was?
00:43:37: womit fühle ich mich wohl.
00:43:40: Ja also ich kann aus eigener Erfahrung sagen und ich habe schon eine Workshops besucht von Chrissy zum Thema Stimme und wir haben auch schon eins zu eins gemacht und ich glaube ich war noch nie so entspannt nach einem Eins zu Eins wie nach dem.
00:43:59: das war wirklich Wahnsinn weil Ich wirklich das Gefühl hatte und jetzt wieder aus meinem Peer Eye Gedanken so, ich hatte beide Füße am Boden.
00:44:12: Ich habe mich balanciert gefühlt rechts und links hat sich einfach stimmig angefühlt Und ich hab auch ein rechts-und-links wahrgenommen obwohl ich halt aus der Mitte heraus mit Stimme gearbeitet habe.
00:44:28: aber Das war wirklich eine sehr schöne Erfahrung.
00:44:37: Es liegt leider auch nicht an mir, sondern es liegt einfach dran, dass das Tönen wirkt.
00:44:41: Ja voll!
00:44:42: Aber
00:44:42: ich meine am Ende spielt aber Beziehung immer noch eine Rolle und das ist auch etwas was ich glaube den Zuhörerinnen mitgeben möchte.
00:44:51: Ich bin jemand der so wirklich ausgewählt die Beziehungen zu Coaches sucht Und nicht eben jedem ex-beliebigen, gerade im Thema Stimme.
00:45:01: Stimme und Atmung sind bei mir so ganz, ganz
00:45:04: diffiziel.
00:45:07: Mit Chrissy passt das dann und mit dir kann ich da dann halt auch arbeiten.
00:45:11: Und es hat auch was mit Verletzlichkeit zu tun, weil halt so viele Gedanken, so viele Gefühle mit reingehen.
00:45:19: Das braucht einfach einen Raum der gehalten werden möchte und es braucht einen Raum, der halt auch Scham aushalten kann.
00:45:26: Der ... Ja, Verletzlichkeit, Traurigkeit und irgendwie ein gewissen ... Ja, also eine gewisse Offenheit nach vorne für so Witzhumor und ja auch Weichheit gibt.
00:45:45: Und das finde ich halt einfach ganz wichtig!
00:45:50: Das ist auch total cool dass du das noch mal sagst weil letztlich finde ich spannend dass du gut den bogen weil auch wenn du das jetzt zu Hause für dich ausprobierst und für dich damit experimentierst dann ist letztlich völlig egal ob die Stimme jetzt tiefer sagt besser klingt lauter leiser sondern eigentlich genau das, was du jetzt gerade beschrieben hast.
00:46:10: Den Raum zu öffnen für diese Themen die dann hochkommen und das können Gefühle sein wie Scham oder Trauer oder Wut oder was auch immer.
00:46:19: aber damit in Kontakt zu kommen und das halten zu können nach und nach Das ist eigentlich das coolste an dem ganzen Thema
00:46:30: Ja
00:46:31: voll
00:46:32: Und wahrscheinlich auch das
00:46:34: Schwierigste.
00:46:36: Also
00:46:37: Das ist zwei Seiten.
00:46:39: Aber wenn du das zu Hause probierst, echt mal aus die Tipps von Chrissie oder auch vielleicht die Tools, dass Summen und auch die verschiedene Arten von Mundöffnung und von Spüren in deinem Körper und vielleicht spürst du Zuhause ja auch Emotionen, die hochkommen?
00:47:00: Oder einfach Gedanken was auch immer!
00:47:04: Wenn Du Lust hast, haltest gerne mit uns.
00:47:09: Ich bin mir sehr sicher, dass wir noch eine zweite und vielleicht auch eine dritte oder vierte Folge zum Thema Stimme oder zum Thema Tönen in diesem ganzen Bereich machen werden.
00:47:19: Und Chrissie uns da immer tiefer reinholt in die Welt.
00:47:24: für heute haben jetzt alle Basics.
00:47:29: so
00:47:29: weit gut.
00:47:30: Das glaube ich erst mal ein ganz guter Überblick.
00:47:32: Okay dann haben unsere Zuhörerinnen einen guten Überblick Und dann freuen wir uns auf die zweite Folge zum Thema Stimme, die dann irgendwann kommen wird.
00:47:47: Wir freuen uns über eure Kommentare, Likes oder Feedback, was immer eurer Resonanz ist.
00:47:56: Genau!
00:47:57: Geht mit uns in den Resonansraum.
00:48:02: Ich wünsche dir noch einen ganz schönen Tag und euch auch zu Hause.
00:48:05: Macht's gut!
00:48:06: Ciao.
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