#4 - Sequencing im Yoga: Lernzone statt Leistungsmodus
Shownotes
🧠 Takeaways dieser Folge
- Sequencing ist Lernarchitektur – nicht nur Reihenfolge.
- Jedes Sequencing verstärkt entweder bestehende Muster – oder durchbricht sie.
- Komfortzone ist wichtig – aber Lernen passiert im dosierten Übergang.
- Zu viel Aktivierung verstärkt Stressmuster.
- Symmetrisches Üben ignoriert unsere natürliche Asymmetrie.
- Warm-up heißt nicht „viel vorbereiten“, sondern „Bewusstsein herstellen“.
- Leistungsmuster schleichen sich subtil ins Yoga ein.
- Shavasana ist Integration – kein optionales Extra.
- Gute Klassen entstehen aus Verbindung, nicht aus Perfektion.
🧘 Mini-Reflexion für deine nächste Praxis
Frag dich vor deiner nächsten Stunde: Will ich gerade etwas leisten – oder etwas lernen? Verstärke ich mein Muster – oder durchbreche ich es? Bin ich im Tun – oder im Spüren?
Und danach: Leg dich 5 Minuten hin. Ohne Ziel. Ohne Optimierung.
⏱ In dieser Folge sprechen wir über:
00:00 – Intro & Was ist Sequencing? 04:30 – Lernarchitektur & Didaktik im Unterricht 08:00 – Komfortzone, Lernzone & Terrorbereich 12:30 – Peaks, Berge & Belastungssteuerung 18:00 – Nervensystem & Musterverstärkung 23:00 – Ankommen im Raum & Regulation 30:00 – Vorbereitung: Körper oder Gehirn? 35:00 – Sequencing im Krafttraining vs. Yoga 41:00 – Planung vs. intuitives Unterrichten 47:00 – Leistungsmuster im Yoga 53:00 – Warum Shavasana nicht verhandelbar ist 59:00 – Asana, Atem & Meditation als Prozess 01:07:30 – Abschlussgedanken
Transkript anzeigen
00:00:04: Repattern.
00:00:05: Körperverstehen, Bewegung verkörpern.
00:00:08: Hier werden Atmen, Bewegungen und Nervensysteme anders gedacht.
00:00:13: Der Podcast mit Chrissy und Lena.
00:00:20: Hi, Lena!
00:00:20: –
00:00:21: Hi.
00:00:24: Hier sieht es aus bei dir?
00:00:25: Ja gut... Ich muss mal ein bisschen schmunzeln über unser Hintergrund.
00:00:30: Das muss ich jetzt einfach einmal
00:00:32: loswerden.
00:00:33: Manches ist professionell anderes improvisiert.
00:00:36: Genau Das kommt, wenn wir unsere Tasten haben.
00:00:42: Ich habe eine Zahl im Kopf
00:00:44: wie viele
00:00:44: monatliche Zuhörer in mir haben und dann kriegen wir unser Soundboard.
00:00:51: Schreibt in
00:00:52: die Kommentare was ihr denkt x gleich.
00:00:54: Ja stimmt!
00:00:57: Warum geht's heute Chrissy?
00:00:59: Heute geht es um das Thema Sequencing was zumindest wahrscheinlich diejenigen, die sich ein bisschen mehr mit Yoga auskennen als Begriff kennen und wir haben es glaube ich auch schon mal eingeführt.
00:01:12: Es ist so ein bisschen die Abfolge, die Reihenfolge von man könnte jetzt sagen in einem Training von Übungen oder im Yoga-Sins Asana vielleicht auch Pranayama Meditation also das für einzelne Übung Module wie auch immer wir arbeiten quasi in einer sinnvollen Reihenfolge hintereinander bringen.
00:01:37: Und uns geht es ja heute eigentlich auch darum, dass wir nochmal so ein bisschen uns drüber unterhalten was wir glauben welche Reihen Folge welches welche Form von Atemmuster Bewegungsmuster und auch Nervensystem Reaktion erzeugt.
00:01:56: Ja also wie sich Sequencing letztendlich auf Atmung, Bewegung und Nervensystem
00:02:01: auswirkt.
00:02:01: Ja genau.
00:02:06: Weil im Prinzip ist das Sequencing ja eine Art... Also das hat natürlich ganz viel Didaktisches und es ist so mit einer Art Lernarchitektur im Prinzip die wir Schülern und Schülerinnen vorgeben oder auch uns selbst wenn wir einen eigenen Trainingsplan oder Praxis oder sowas machen.
00:02:24: Wir können Intensität oder Belastungen dosieren Wir erzeugen damit natürlich auch eine gewisse Aufmerksamkeit.
00:02:32: Es gibt ja auch psychologische Effekte, Primacy, Recency-Effekt und so was machen wir am Anfang?
00:02:37: Was macht man im Ende?
00:02:38: Das bleibt manchmal in Erinnerung.
00:02:40: Natürlich aber auch wie viel Zeit wir für bestimmte Übungen einplanen zu blocken das lenkt die Aufmerksamkeit natürlich auch.
00:02:48: unser verbales Cuing steuert die Aufmärksamkeit und letztlich kann es auch eine Form von Beziehungsgestaltung sein, weil ich im besten Fall das ein Stück weit anpasse an die Menschen, die vor mir sind.
00:03:01: Bzw.
00:03:01: anderswo.
00:03:02: wenn ich sie nicht tue und Menschen die vor mich sind was weiß ich viel zu schwere Übungsabfolge unterrichtet dann macht das in den meisten Fällen ja auch mit der Beziehung wahrscheinlich auch mit dem selbst... wert oder mit dem Gefühl der Menschen, die in der Klasse sind.
00:03:21: Aber wahrscheinlich denken sie sich dann auch irgendwas über mich.
00:03:25: Ja voll!
00:03:27: Und im coolsten Fall gelingt es halt das gut aufeinander abzustimmen?
00:03:33: Ja total und da gibt's halt glaube ich... Da würde ich jetzt sagen, dass egal ob im Yoga- oder in Trainings oder jetzt in meinem Fall beziehungsliebes Link-Lassen-Rathen-Motion gibt es immer diese Architektur, diese Lernarchitekturen vor allen Dingen die Wechselwirkung zwischen Bewegung, Atmung und Nervensystem.
00:03:58: Und wie wir Menschen abholen.
00:04:02: Ja
00:04:06: genau
00:04:08: ich habe jetzt gerade überlegt ob wir vielleicht einmal die Prinzipien besprechen, die wir so in unseren Teacher Trainings gelernt haben.
00:04:20: Vor allem im Yoga-Kontext.
00:04:21: Ich kann dann vielleicht auch dazu nochmal sagen was ich mir so genommen habe um das vielleicht auch einen anderen Trainingsmomenten einzubauen.
00:04:33: Ja jetzt muss ich
00:04:35: grad kramen.
00:04:37: Verrückt diese Prinzipien.
00:04:39: Die sind ja so drin, ne?
00:04:40: Auf jeden Fall leicht verschwer.
00:04:42: Also
00:04:42: vom einfachen zum schweren.
00:04:45: Vom stehen zum Liegen.
00:04:49: Also vor dem Hintergrund dass man möglichst effizient quasi das man nicht die ganze Zeit jetzt stehe bitte auf und jetzt setze ich wieder hin.
00:04:56: Jetzt leg dich mal hin und jetzt setzt sich mal wieder hin sondern nur dass man das in Blöcke aufteilt.
00:05:01: Da kann ich jetzt direkt einen Fun Fact erzählen.
00:05:04: Das ist ja im Prinzip, da halte ich mich in null Komma Null dran.
00:05:07: In meinen U-Sichtslassen.
00:05:08: Okay!
00:05:09: Weil die Menschen, die halt älter werden... Worauf haben sie keinen Bock mehr?
00:05:13: Aufstehen und hinsetzen.
00:05:15: Ja.
00:05:16: Dann ist quasi dein Sequenzling
00:05:18: schon einsetzend.
00:05:19: Aufstehn und hinzen.
00:05:19: Aufstöhnisches
00:05:20: Mittel.
00:05:21: Und da ist nämlich das Prinzip vom Stehen zum Liegen.
00:05:26: Das ist quasi das Mittel des Nichts zu tun.
00:05:29: Das finde ich auch total spannend, weil eine These die wir heute in den Raum stellen ist dass jedes Sequencing eigentlich auch schon unsere vorhandenen Muster verstärkt.
00:05:38: Ja und wenn wer jetzt?
00:05:41: das wird ja überhaupt nicht bei allen älteren Menschen zutreffen davon wollen gar nicht ausgehen.
00:05:45: aber Wenn es Menschen gibt die Ja das vielleicht auch so abgespeichert haben so okay erst muss ich irgendwas machen und danach kann ich mich auf die Couch legen endlich dann ist vielleicht auch genau so ein Ja, die emotionale Reaktion sozusagen.
00:06:02: Die bring ich ja mit und die ist dann auch da wenn ich das Training auch so aufbaue, dass ich okay stehe erst, jetzt kann ich mich hinlegen und dann ist zum Beispiel die ganze Spannung raus oder?
00:06:14: Und die Wechselwirkungen, wenn man das dann halt quasi als... Anti-Muster einsetzt, sozusagen und sagt so euch steht jetzt auf.
00:06:22: Und dann setzt du dich wieder hin oder legst dich sogar hin und aus dem Liegen aufstehen
00:06:26: ist natürlich
00:06:26: noch mal anspruchsvoller als jetzt nur aus einem Stuhl oder aus dem Sofa wieder aufzustehen.
00:06:32: und das ist auf jeden Fall spannend was da passiert also auch bei energetisch bei den Menschen so und dann gibt es natürlich halt auch Atemmuster die sich anpassen, weil es anstrengend ist und Aufregung dazu
00:06:48: kommt.
00:06:49: Und haben wir eigentlich einen Prinzip beim Sequencing zum Atem?
00:06:53: Nein ne?
00:06:54: Das
00:06:54: ist ein generell Atem für Bewegungen.
00:06:57: Aber das ist glaube ich kein Sequencing-Prinzip.
00:07:00: Ne, sondern einfach ein grundsätzliches Prinzip.
00:07:06: Genau!
00:07:06: Du sagst da kommen dann Bewegungsatemuster
00:07:08: usw.,
00:07:09: cool ist ja auch... Oder ist es immer die Frage der Intention?
00:07:13: Aber wie ich dich verstehe, willst du ja in dem Fall im Training dann eine andere Lernerfahrung ermöglichen.
00:07:18: Du wirst bewusst ein bestimmtes Muster was wir kennen.
00:07:21: Durchbrechen!
00:07:22: Erst stelle ich mich hin, dann setze ich mich und lege mich hin und Anfangs das Anstrengend wird's weniger anstrengt.
00:07:27: Das willst du damit durchbrechen und somit den Menschen eine andere lern Erfahrung ermögliche.
00:07:32: In der Hoffnung ja auch wahrscheinlich dass... Nehm jetzt einfach mal an, dass sie da irgendwo für sich mitnehmen, okay.
00:07:39: Und wenn ich einmal liege, kann ich auch wieder aufstehen und es ist trotzdem nicht ganz so schnell.
00:07:43: Das ist vielleicht anstrengend aber das geht.
00:07:45: Ja und das funktioniert.
00:07:46: und jetzt bin ich bei Lena zehnmal im ... also manchmal übertreibe ich halt auch.
00:07:52: Es heißt übertreibt, aber... Also
00:07:55: willst du dann was rauslocken?
00:07:56: Ja, raus locken!
00:07:57: Genau, es ist ja auch wieder so ... Ich ... das ist vielleicht auch von für mich so ein Prinzip.
00:08:07: Wir haben die Komfortzone.
00:08:08: in der Komfortzone bewegen wir uns.
00:08:11: Das machen wir einfach mit unseren Muster, das sind die Bewegungsmuster aktiv und wenn ich mich aber jetzt außerhalb der Komforzone bewege komme ich ja an den Lernbereich rein und in diesem Lernbereich dann wird es halt anstrengend
00:08:24: weil ich auch nicht mehr auf meine automatischen Muster unbedingt zurückgreifen kann?
00:08:29: Ja so und da fängt dann ja Lernen an und da setzt dann im Prinzip Ja, also physiologisch und auch neurophysiologisches Lernen an.
00:08:41: Also lernen genau als Grundsteller oder ja auch als Grundstellen für Veränderungen?
00:08:45: Genau!
00:08:48: Das Wichtige was ich nur finde ist dass die Menschen wieder zurück kommen in die Komfortzone und nicht in so ein Terrorbereich kommen weil dann ist Lernen halt nicht mehr möglich.
00:08:57: Und das ist das Wichtigste... Ich glaube das ist vielleicht Hatten wir heute so noch gar nicht im Vorfeld drüber geschnackt, aber das ist glaube ich für mich auch ein Prinzip geworden.
00:09:12: So neben vielleicht sogar einen Oberstes-Prinzip.
00:09:17: Weiß gar nicht, haben wir denn noch mehr Prinzipien beim Yoga?
00:09:21: Vom einfachen zum schweren und vom Stehen zum Sitzen...
00:09:28: Noch so vielleicht energetisch dass wir wie so ja eine oder zwei Berge oder Wellen haben, dass wir sanft starten und dann Moderat steigern bis zu einem bestimmten Höhepunkt.
00:09:42: Dann könnte man das auch so nochmal machen.
00:09:46: Es gibt bestimmt noch andere Belastungsmuster oder sowas die man jetzt abbilden kann aber es ist kein Zickzack also kein Sägeblatt oder so.
00:09:57: Das wäre vielleicht in einem High-Intensity Training oder so ne?
00:09:59: Ja
00:09:59: oder wenn die älteren Damen und Herren zehnmal aufstehen,
00:10:03: das wäre zigzack.
00:10:04: Aber
00:10:04: es ist im Lernbereich.
00:10:06: also es ist halt keine H-I-E-T wird es genannt ja?
00:10:12: Ja.
00:10:12: Ja, nee genau.
00:10:14: Genau ich glaube bevor wir gleich weiter zum Yoga kommen da gibt's natürlich dann auch nochmal je nach Stil oder Richtung bestimmte Abfolgen vielleicht von also bestimmten Blöcke.
00:10:27: ne Wann kommen Vorbeigen, wann kommen Rückfolgen?
00:10:30: So eine Art von Reihenfolge.
00:10:31: Aber da können wir vielleicht gleich einsteigen.
00:10:33: Du wolltest noch mal was sagen zum Grundprinzip für dich in der Lernzone aufzuhalten.
00:10:39: Ja also ich glaube das ist es für mich einfach ein sehr starkes Grundprincipe geworden ist weil das halt
00:10:48: die
00:10:50: Bewegungsmuster Atemmuster und nervensystemische Muster mit schätzt Weil wenn ich in diesem Lernbereich bin, entwickel' ich alles drei gleichzeitig weiter.
00:11:03: Und hab einfach die Möglichkeit über, ich sag mal, die Steuerung dieses Lernbereiches – über die Intensität, über die Länge, ja auch bis wohin kann ich kicken?
00:11:19: In diesem Lerrenbereich, auch pro Person ist es auch unterschiedlich dann wieder runterfahren zu können und so eine Art Verarbeitungsprozess in Gang zu setzen oder zu sagen, hey jetzt hast du gerade was richtig Anstrengendes gemacht.
00:11:35: Und dann jetzt mach mal grad was du kennst.
00:11:39: So darf sich das so setzen.
00:11:41: ich glaube dass das so in allen was ich bisher so gemacht war was ich so mache eigentlich ein sehr starker Treiber geworden ist.
00:11:52: Antreibbar will ich nicht sagen, aber so eine Maxime.
00:11:57: Also auch nervensystemisch dann wieder zu pendeln wenn man erst quasi so ein bisschen aktiviert war und dann wieder in Spannungsmodus zu tun?
00:12:04: Ich
00:12:04: glaube da dann halt auch wieder so'n bisschen.
00:12:09: von all dem was ich jetzt hier spreche sind die Basics immer im Yoga Und wie ich das für mich modifiziere oder weiterentwickle.
00:12:18: Die Basics sind gesetzt worden in meinen TTs,
00:12:22: so
00:12:23: von Zibbele und Andreas.
00:12:25: Und auch diese Berge gibt es ja an irgendeiner Weise die Höhepunkte ob es jetzt weiter in den Yoga-Klassen ist, die ich gebe oder im Swing-Training oder halt in einem Bewegungslebentraining.
00:12:40: Das sind ja.
00:12:40: im Prinzip kann man diese Höhelpunkte.
00:12:45: vielleicht sind es Pikassanas im Yoga oder auch energetische Höhpunkte Nervensystemische Höhepunkte, einfach eine Abfolge von Übungen die schwierig sind.
00:12:57: Die beinhalten ja immer einen energetisch-nervensystemischen Status von Kopf und Körper.
00:13:08: Und der wird dann quasi ... Ja ich weiß nicht das klingt so blöd wie eine Marionette aber eigentlich habe ich ja als Teacher die Verantwortung, diese Peaks zu steuern.
00:13:26: Das ist wie so ein Lenkrad was ich in der Hand hab!
00:13:29: In dem Rahmen, in dem es uns möglich ist.
00:13:31: Also in dem was wir anleiten.
00:13:33: das kann natürlich sein dass Menschen ist irgendwie anders.
00:13:36: Natürlich!
00:13:36: Man
00:13:36: kann sich wahrscheinlich auch schon am Anfang bei einer Mobilisation irgendwie so total
00:13:42: rein mobilisieren.
00:13:46: Ich meine die Verantwortung tragen ja immer noch die Schülerinnen selber und die Menschen hier kommen.
00:13:50: Genau.
00:13:51: aber ich stimme dir voll zu die Verantwortung zumindest das didaktisch so aufzubauen oder so anzuleiten dass es auch möglich ist wenn wir dem folgen.
00:14:01: Ja, in der Lernzone zu bleiben?
00:14:04: Aber auch wieder rauszukommen und darauf zu achten ist nicht hier... ...fünfzig Prozent des Schülerenden so einen Terrorbereich ableiten.
00:14:12: Weil dann gehe ich aus einer Yoga-Klasse raus und frag mich halt so ja okay Ich habe halt durch Yoga gemacht eigentlich sollte ich mich so und so fühlen aber das will ich auch nicht.
00:14:22: Voll!
00:14:23: Und ich glaube da es ist ja total zentral dass wir Ein Bewusstsein dafür entwickeln oder eine Sensitivität, ob wir mit der Art wie wir unterrichten bestimmte vorhandene Atem- und Bewegungsmuster, nervensystemische Muster verstärken.
00:14:39: Ja!
00:14:39: Oder auch nicht.
00:14:41: Und das haben wir vorhin schon einmal kurz gesagt es ist einfach auch ja total schwer.
00:14:47: Wir sind ja auch nicht frei als Unterrichtende von Alltagsstress.
00:14:52: Wir kommen vielleicht aus einer Situation, vielleicht nach dem Job oder vorher fünf andere Termine gehabt bzw.
00:15:01: wir sind ja umgeben von allen Einflüssen die dazu führen dass das Nervensystem eher aktiviert ist oder dass wir innerlich so ein bisschen hetzen irgendwas abarbeiten in der Leistungsgesellschaft leben und irgendwie so ein Stück weit vielleicht doch im Hinterkopf so ein Gedanke ist von wegen, ah gut wenn ich schwitze oder gut wenn Ich Kalorien verbrenne was auch immer man jetzt einsetzen kann.
00:15:26: Richtig anstrengend
00:15:27: bis ich gar nichts mehr kann.
00:15:28: Genau!
00:15:29: Was dem widerspricht irgendwie ins Fühlen in die Verbindung zu kommen und Körpergeist In Einklang zu bringen Atembewegung in Balance zu bringen.
00:15:40: Also das heißt die Frage ist ja wie können wir unterrichten, dass unser Sequencing nicht automatisch die vorhandenen Bewegungsmuster, die wir jetzt mal unterstellen verstärkt.
00:15:52: Sondern vielleicht teilweise eher durchbricht?
00:15:54: und wenn mehr davon ausgehen das gilt überhaupt nicht immer für alle.
00:15:57: aber wenn man davon ausgeht, dass grundsätzlich viele von uns häufig gestresst sind und Termine haben und uns vielleicht beeilen müssen damit wir pünktlich in eine Jogharklasse kommen oder zu irgendeinem anderen Sport oder Training vielleicht manchmal Sachen drum herum organisieren müssen Kinder betreuen was auch immer pünktlich von der Arbeit loskommt, durch den Verkehr.
00:16:17: Das sind ja schon mal alles so Punkte wo ich schon in einem gewissen inneren gehätzten gestressenen Zustand mit mir an komme.
00:16:25: und cool ist natürlich wenn wir vorher dann ein bisschen Zeit haben um runterzukommen.
00:16:30: es ist aber gar nicht immer gesetzt dass selbst wenn ich eine Viertelstunde schon ganz in Ruhe im Yoga Raum oder in meinem Trainingsraum liege mich auf halte da sich das schon runtergefahren bin sondern Manchmal braucht es unsererseits dann ja auch diese nochmal explizite Anleitung, und zwar dass wir Orientierung geben und Sicherheit geben.
00:16:52: Ja genau also das Ankommen des Nervensystems
00:16:58: zu
00:16:59: verstärken beziehungsweise überhaupt zu ermöglichen.
00:17:02: Also nur weil ich hier bin im Raum heißt das nicht, dass mein Nervenystem schon da ist
00:17:08: im Prinzip
00:17:09: Lust hat auf das, was jetzt kommt und die Sicherheit, die Orientierung.
00:17:13: Ja!
00:17:13: Und die Ruhe am Prinzip.
00:17:15: Gibt's da Dinge, auf die du achtest oder die du ansagst?
00:17:19: Oder so um das zu verstärken diese Orientierungen ja auch vielleicht wirklich ein physisches sensorisches Ankommen im Raum?
00:17:30: Ja also bei den Yoga-Klassen lasse ich Ich spreche am Anfang immer einmal und frage also neben einem Talk, wenn es den gibt.
00:17:44: Und wenn ich gerade einen Thema habe oder sich so merke, hey hab' ich etwas zu sagen, frag ich immer wie geht's dir heute?
00:17:53: Und dann guck ich einmal jeden einzelnen Menschen an oder ich gucke einmal durch die Runde um einmal abzuchecken was geben sie mir an Sprache, an Einschätzung zu dem was ich an Energie wahrnehme um dann halt einfach auch gucken zu können, was passiert dir eigentlich heute in der Yoga-Stunde?
00:18:14: Das heißt aber du nutzt auch schon dich selbst als Instrument, ich will nicht sagen zum Messen, aber irgendwie wahrzunehmen.
00:18:22: Was nimmst Du im Raum energetisch wahr?
00:18:26: Ja und das geht aber auch für mich darum da wie Du ja eben auch so schön sagt es auch die Teacher wir TrainerInnen Herr Yoga-Lehrerin sind ja nicht davon befreit, aus einem gestressten Alltag oder aus einem Alltag der voll ist in die Klasse reinzustolpern.
00:18:47: Und dieser Moment ergibt mir immer mich mit den SchülerInnen zu verbinden.
00:18:51: Das heißt durch meine Sprache und dass ich einmal kurz jeden Menschen einmal anschaue habe ich die Möglichkeit einmal kurz eine Regulation zu kriegen zwischen also eigentlich so einer Verbindung Ja ... wie eine Verbindung.
00:19:05: So und wenn diese Verbindung da ist, dann ... ... hab ich für mich das Instrument zu gucken, wie geht's mir jetzt gerade?
00:19:13: Krieg' ich das hier heute hin mit Verbindungen... Und ich mein', ich wett jetzt nicht, also ihr kennt es alle!
00:19:20: Es gibt auch Klassen wo das bei mir nicht funktioniert.
00:19:23: Wo ich so voll bin und merke, ich bin grad nicht toll in Verbindung, das funktioniert nicht.
00:19:28: Dann habe ich aber auch meine Mechanismen um die Klasse einfach trotzdem gut werden zu lassen, wenn ich die Erfahrung habe.
00:19:37: Aber ich
00:19:37: würde sagen... Also dafür ist es ja auch gut, wenn wir einfach so ein Grundgerüst in Petto haben auf das wir dann
00:19:42: so kaufen.
00:19:43: Genau!
00:19:43: Das ist halt das Grundgerust und in neunzig Prozent würde ich sagen aller Klassen, die ich gebe bin ich aber da und bin in Verbindung weil das mein Hauptjob und das ist das was mir am meisten Spaß macht mit in Verbindung mit den Menschen zu sein.
00:20:02: vom Stehen zum Liegen, das habe ich
00:20:05: gekippt
00:20:06: und für mich daraus gemacht.
00:20:07: Vom Liegen zum Stehen zu Liegen und ich lass die Leute... Also auch
00:20:13: egal welcher Altersklasse?
00:20:14: Egal welche Alterklasse bei dir!
00:20:16: Ja genau.
00:20:18: Nein aber du machst es in der Yoga-Klasse nicht permanent sondern am Anfang?
00:20:21: Nein
00:20:21: am Anfang.
00:20:22: also es geht am Anfang.
00:20:24: Ich werde jetzt in einer Yoga- Klasse nicht ...
00:20:27: nein
00:20:28: Also, da gilt immer noch das Prinzip generell.
00:20:30: Geht's vom Stehen zum Liegen auf die neunzig-fünfundsiebzig Minuten bezogen?
00:20:35: Aber ich lass am Anfang die Leute liegen und mach ganz oft einen Bodyscan um einfach anzukommen oder gehe halt in eine Atemtechnik rein, um den Gefühl zu bekommen.
00:20:46: Und ich frag auch auf die Menschen so... Ich geb Fragen rein so hey bist du gerade viel bist du wenig
00:20:53: ist
00:20:54: schnell ist da Langsamkeit und vor allen Dingen wo ist das im Körper?
00:20:58: Und so ich nenne es immer Teilchen Geschwindigkeit, dass einmal so innerlich die Teilchengeschwindigkeit bestimmt wird.
00:21:04: Und dann haben wir so Möglichkeiten zu verorten.
00:21:08: Ja
00:21:09: genau!
00:21:11: Das mache ich eigentlich in allen Klassen also im Sling Training wie auch im Willingsliebetraining.
00:21:23: Kinder-Yoga sitze ich immer erst mit den Kids, aber halt auch im Yoga.
00:21:27: Aber wie machst du das?
00:21:28: Hast du auch...
00:21:31: Ähnlich wie du eine innere Bestandsaufnahme zu gucken, wie ist mein inneres Tempo und wo bin ich gerade eng?
00:21:42: Nichts was wir hier sagen ist etwas, was wir individuell machen, sondern es ist häufig in die Yoga-Klassen verpackt.
00:21:49: eine Erdung über das Sitzen, über die Füße irgendwie wahrzunehmen.
00:21:54: Welche Körperteile brüllen den Boden oder sowas?
00:21:56: Das gehört für mich mit dazu, das Ohm am Anfang zu singen ist für mich auch so ein... Also einerseits es ist so ein Ritual andererseits haben wir da auch durch die Stimme ne nervensystemische Beruhigung eigentlich noch mal mit drin, dass Es für mich was total Schönes und Wichtiges wo ich auch selber merke Ich fahre dann noch mal runter auch durch den Klang des Harmoniums und so.
00:22:24: Manchmal mache ich nochmal so explizit, nochmal ... ... durch den Raum zu gucken einmal das unser Nervensystem realisiert.
00:22:31: ja okay weil es sind ja durchaus dann doch mehrere Menschen da.
00:22:37: Das muss ja gar nicht eine bewusste Anspannung sein die wir wahrnehmen aber kann ja trotzdem unser inneres System noch ein bisschen auf ok?
00:22:45: mit, was los ist und wenn das einmal beruhigt ist am Anfang dann können wir natürlich auch besser uns auf und selbst fokussieren.
00:22:54: Für mich gehört eigentlich auch noch mit dazu so nicht direkt in eine hohe Konzentration rein zu starten sondern am Anfang ein paar Minuten eher locker zu lassen manchmal auch intuitive Bewegung zum Beispiel am Anfang mit einzubauen oder Oder vielleicht gebe ich irgendwelche Bewegungen, irgendwelchen kreisende Bewegung oder so vor.
00:23:18: Irgendwas schütteln oder so.
00:23:19: und ja um nochmal die Möglichkeit zu geben auch ein bisschen sowohl Energie abzubauen manchmal wenn ich merke das oder wenn ich den Eindruck habe ich weiß nicht ob ich es merke aber wenn ich einen Eindruck hab dass ist heute dran oder eben auch genau erst mal Überbewegung in den Körper mehr reinzukommen manchmal auch so kreisernde Bewegungen sei's im Liegen im Becken Ja, in der Brustwirbelsäule.
00:23:46: Also noch mal auch vielleicht bewusst Kontakt zum Körper auf dem Ab und zu mache ich auch so was wie nochmal den Körper abklopfen oder so die Körpergrenzen irgendwie so bewusst zu spüren Das mache ich nicht immer alles sondern irgendwie so ein zwei Elemente davon.
00:23:59: Ich glaube das ist so einen Zwischenschritt den darf ich mehr machen.
00:24:07: Ich finde ihn total wichtig vor allem weil weil das halt so ein Ankommen und ein sensorisches Fühlen, also gerade so abklopfen, gerade viel Boden fühlen.
00:24:20: Ich lasse die Leute halt erstmal echt liegen in die Atmung kommen.
00:24:24: Ich weiß nicht irgendwie es ist so meine eigene Praxis, ne?
00:24:28: Das ich dadurch halt schon ganz, ganz viele spüre Und dann geht's meistens in so kleine... Ich habe zum Beispiel ganz lange Katze, einfach rausgestrichen und ich mache das jetzt wieder.
00:24:45: Aber vor dem Hintergrund, dass halt auch die Bewegungen einzeln im Becken, einzeln nur in der Brusthebesäule, einzelt nur an der Halshebesaule, dass es halt so ein bisschen isoliert wird um sie dann irgendwann wieder ins Zusammenhang zu bringen weil mir auch einfach aufgefallen ist, dass viele Leute sehr fest einfach sind
00:25:12: Ich finde, das ist fast schon... es ist so ein Übergang.
00:25:14: Es hat auch was mit Orientierung im eigenen Körper zu tun aber dann natürlich auch noch mal mit feinerer Wahrnehmung.
00:25:20: Also gezielte Muskeln oder Körperbereiche anzusteuern,
00:25:27: Gelenke.
00:25:28: Genau!
00:25:31: Das finde ich auch immer einen guten und wichtigen Punkt.
00:25:37: Man kann das natürlich.
00:25:39: wenn wir jetzt vorher schon wissen Irgend ein Thema, irgendeine Peak Assana.
00:25:43: Irgendein Körperbereich der jetzt besonders beansprucht wird dann macht es natürlich Sinn genau diese Bereiche vorher wirklich einmal in ganz einfachen nicht anspruchsvollen Position anzusteuern.
00:25:54: Da
00:25:54: habe ich mal eine Frage und zwar... Ich hab da jetzt total viel darüber nachgedacht.
00:26:00: also gelernt habe ich wenn ich jetzt ne Peak Assanah habe zum Beispiel n Hüftöffnung und weiß nicht ja ne Mannhüft Öffnung Finde ich das immer ein
00:26:09: gutes Beispiel.
00:26:10: Dann fange ich an, es aufzubauen also diese Hüftöffnung.
00:26:14: Ich habe mir jetzt aber einfach die Frage gestellt so Das ist ja gar nicht der Körper der darauf vorbereitet werden muss.
00:26:19: Es ist so...ich stelle eine These in den Raum Sondern vielmehr dass Gehirn das checken musst.
00:26:25: wie muss sich diese Hünfte Öffnung eigentlich machen?
00:26:28: Und ich frage mich halt immer Muss ich den Körper drauf vorbereiten oder eigentlich das Gehirnen?
00:26:34: Ich würde sagen definitiv beides.
00:26:39: oder was heißt definitiv beides.
00:26:41: Es wäre glaube ich gut, beides anzubieten weil ich glaube wir wissen nicht ob das bei wem es jetzt der Körper ist, der darauf vorbereitet werden muss.
00:26:49: also ich glaub dass das durchaus auch eine körperliche Komponente hat, dass es total Sinn macht nicht direkt in irgendeine intensive Dehnung oder irgendwas reinzugehen sondern da langsam aufzubauen Und gleichzeitig, wie du sagst, unterstützt das natürlich.
00:27:10: Wenn ich diesen Körperbereich ansteuern kann, verhindert es eher dass sich irgendwo kompensiere und das ist ja meistens noch mal das besonders wenn ich jetzt immer sage gefährliche was wir gerade nicht in anspruchsvollen Position haben wollen dass wir dann irgendwo was weiß ich im kniem unter den rücken oder wo die strukturen weicher sind zu viel druck haben und ich denke also die neuronale Bahnung sozusagen, das Ansteuern quasi übers Gehirn ist vor allem auch insofern wichtig als dass es uns dann überhaupt nur möglich ist sowohl die richtige Struktur anzusteuern.
00:27:49: Als auch ja mitzukriegen.
00:27:51: wann wird's denn zu viel?
00:27:52: Ja voll!
00:27:55: Ja.
00:27:55: und dann sind wir da wieder bei dem was du eben auch schon gesagt hast bei Muster.
00:28:00: Also geben wir verstärken wir die Muster
00:28:03: oder ich glaube vielleicht ist nochmal wichtig herauszustellen In deinem Punkt Das heißt nicht automatisch, wenn wir eine Struktur körperlich aufwärmen und vorbereiten.
00:28:18: Dass unser Gehirn da quasi mitkommt und dann wirklich auch die richtige Struktur benutzt.
00:28:22: Sondern vielleicht braucht es manchmal spezifischere Anleitungen oder Beobachtung unsererseits um mitzukriegen.
00:28:30: Läuft das jetzt?
00:28:31: Oder wird das gerade irgendwie... kompensiert durch eine andere Struktur irgendwie durchgeführt.
00:28:36: Und dann ist es natürlich super, wenn wir das noch weiter runterbrechen können und noch gezielt irgendwie anleiten können.
00:28:44: Ja aber dann...
00:28:48: Also denkst du gerade an ein bestimmtes Beispiel?
00:28:51: Ich denke mal der halb-Mond Das ist einer der wenigen aßernas die ich halt noch mal kleinteilige anleite und ich stelle mir eigentlich ganz oft die frage Im vorfeld also, ich mache gar nicht so viele hüftöffnungen im vorfeld sondern halt klassischen Grounding was halt zu kriegert zwei angeht dass Ich dann vielleicht seitlichen gestreckten Winkel nochmal habe, sich vorher so einbeinige Schichten anleite.
00:29:26: Ballonste Sachen dass sie sich irgendwie zurecht finden.
00:29:29: Was ich aber ganz oft mache ist es sich noch mal innen und ausmodationen halt Anleite und halt in die Innen- und in die Außenrotation gehe.
00:29:37: da nutze ich dann ganz oft auch einen Block und versuche dann quasi Aus der Innotation eine Ausrotation Der stehenden Hüfte zu machen.
00:29:47: also beim halbmond ist das ja nicht die hüfte die öffnet Oben ist, sondern die unten ist quasi die vom Standbein.
00:29:54: Und das ist für viele Menschen halt auf der Brainy-Ebene erstmal wirklich neurofalltricky
00:30:02: und da macht es ja total Sinn dass zum Beispiel im Sitzen mit ausgestreckten Beinen wirklich zu erklären und zu sagen okay wenn jetzt die Zähne nach innen kippen dann ist es in Rotation Wenn sie nach außen kippe und versucht das aus der Hüfte herauszumachen einen Raum zu schaffen, wo man sich genau darauf konzentrieren kann damit überhaupt erst mal auch verstanden wird was eigentlich nachher gefordert wird.
00:30:27: Ja und dann halt...
00:30:29: Sorry ich glaube auch dein Punkt mit körperlich oder da ein starken Fokus draufzusetzen auch körperlig sozusagen aufzuwärmen und vorzubereiten vielleicht kommt das auch mit drauf an.
00:30:42: was meine Intention auch im Unterrichten ist möchte jetzt wirklich in eine intensive Dehnung reingehen und das gut vorbereiten oder eine lange Dehnung.
00:30:50: Oder ist mir jetzt relativ egal, wie intensiv die Dehnungen sind?
00:30:54: Und mir ist aber wichtig dass die Menschen verstanden haben genau das Standbein so rotiert.
00:31:00: Ja
00:31:00: genau.
00:31:03: Was ich spannend finde ist auch wieder dieses von leicht zu schwer.
00:31:09: und gerade wenn man halt den halbmonden Mal einen Pick Asthana nehmen würde bereitet man das ja Stück für Stück vor, dass nämlich so Puzzleteile sich so zusammenfügen und dann am Ende halt ein ganzes geben.
00:31:24: Und das finde ich ist einfach ein total schönes Prinzip was einfach
00:31:30: auch
00:31:31: in allen möglichen Bereichen stattfinden
00:31:34: darf.
00:31:35: So weil es halt das Ankommen des Orientieren vom Nervensystem.
00:31:40: wenn man wieder diesen Kampfzone, also Komfortzone und Lernbereich nimmt dann ermöglicht das ja überhaupt erst mal eine Lernarchitektur in der neuronale Neuverschaltung einfach passieren können.
00:31:57: Und das ist einfach ...
00:32:00: Ja
00:32:01: ich mache das manchmal im Sling-Training dass ich das Prinzip umgehe die Leute in eine schwere, nicht aßener Übung am Anfang lege.
00:32:14: Weil... Am Ende beim Krafttraining die Konzentration so gering ist.
00:32:22: und ich würde beim KraftTraining sogar das Prinzip umgehen
00:32:28: an
00:32:28: und sagen, am Anfang schwer und am Ende
00:32:31: leicht
00:32:32: weil einfach also vor allem für den Körper.
00:32:39: Wir können eine Komplexität haben, entweder die auf der Ebene der Muskeln oder die auf den Gelenk.
00:32:46: Wie stehen sie zueinander?
00:32:47: Aber nicht beide am Ende.
00:32:49: Das geht nicht.
00:32:50: Am Anfang funktioniert das so und beim Yoga würde ich das nie machen.
00:32:54: Wobei du wahrscheinlich auch da ... Da kommen wir ein bisschen aufs Thema.
00:32:56: noch mal Warm-up.
00:32:58: Das ist dann irgendwo vielleicht dazwischen zwischen dem, wo wir jetzt irgendwo gelandet sind.
00:33:04: Wahrscheinlich würdest du ja auch im Kraft drängen bevor du mit einer sehr ... Anspruchsvollen Übungen, Statist.
00:33:10: Ich mache eine Atemübung.
00:33:11: Ja aber genau wollte ich gerade sagen also atmen wir zum Beispiel zur Orientierung.
00:33:15: Ja absolut!
00:33:16: Also klar geht es in die Beine gibt's irgendwie auch was für den Beckenboden.
00:33:21: da gehen wir auf jeden Fall irgendwie rein
00:33:23: und du machst das ja wahrscheinlich auch nur mit Leuten von denen du dir sicher bist dass sie das technisch ausführen können?
00:33:29: Ne du Hildegard und Crystal Agnes und Annegret, die müssen das auch machen.
00:33:36: Also die sind nur sechzig Leute.
00:33:38: Und da gehe ich aber dann natürlich auf einer ganz anderen Erklärungsebene rein.
00:33:44: Die Frage ist ja immer wie viel Kopf braucht mein Körper?
00:33:48: So!
00:33:48: Und beim Yoga haben wir null Raum für Kopf.
00:33:51: Also da stehe ich ja nicht davor noch und erkläre jetzt, dass eine Inrotation so funktioniert.
00:33:56: Das mache ich vielleicht am Anfang in meinem Dharma Talk oder im vermeidlichen Talk wenn ich halt weiß.
00:34:02: heute wird es komplexes gemacht.
00:34:04: Ich zeige euch hier einmal eine Hüft-Inrotation, nimm vielleicht auch einen Gelenk dazu irgendwie ein Becken oder sowas um den Bild zu vermitteln Und um die einmal ein bisschen einzufangen Sicherheit auf Kopfebene zu geben.
00:34:18: Aber am Ende geht es ja dann im Yoga ganz, ganz stark um den Körper und das was halt zwischen Kopf- und Körper die ganze Zeit an Austausch oder Steuerung
00:34:28: passiert.
00:34:28: Genau also es ist weniger wichtig dass wir es kognitiv verstehen und abrufen können sondern dass der Körper es ausführen
00:34:33: kann durch Spüren.
00:34:35: Ja genau.
00:34:36: Und das ist beim Krafttraining zumindest bei meinen U-Sächsig Klassen wo wirklich eigentlich mehr Ü-Siebzig Leute drin sind Die brauchen halt manchmal auch zwei, drei Minuten Erklärung.
00:34:48: Und das auch jede Woche aufs Neue.
00:34:50: Das ist so viel Wiederholung... Also ich weiß nicht wie oft ich da schon Hüftbeuge erklärt habe, weil die können jetzt alle eine Hüffbeuge!
00:34:57: So, das funktioniert und ich kann denn auch teilweise fünf Kilo in die Hand geben.
00:35:01: Und es ist cool, weil gerade die älteren Frauen müssen halt viel für die Knochen dichter machen etc.
00:35:09: Genau, und wie du sagst am Anfang im Krafttraining eine schwere Übung ist ja auch dann das Prinzip der Aufmerksamkeitslenkung.
00:35:16: Du nutzt eigentlich die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsphasen, die Kraftphasen.
00:35:24: Hast du es beim Yoga schon mal gemacht, dass du am Anfang die Leute ins Dreieck gestellt hast oder so?
00:35:30: Ich nicht.
00:35:30: Aber ich erinnere mich im Klassen wo das Mal war und auch... Das
00:35:33: Bille war das
00:35:33: mal!
00:35:34: Andreas hat das auch immer gesagt genau und auch nachher erklärt, dass es irgendwie jetzt gerade nicht drum ging supertief in Trikonas anerzustehen sondern okay alle sind da, alle sind wach.
00:35:44: Es ist krass.
00:35:45: Ich glaube das werde ich bald mal anwenden.
00:35:47: Da habe ich mal wieder Bock drauf
00:35:49: So.
00:35:49: Und ich mein, das ist ja auch wiederum Muster durchbrechen?
00:35:52: Ja voll!
00:35:53: Weil natürlich will ich wenn wir schon achtzigmal irgendwie jemand bei mir war und weiß wie ich das immer mache dann kann man sich da erst mal so ein bisschen rein schlufen.
00:36:02: Total.
00:36:04: Ja und dass es einfach... Ich glaube das würde natürlich auch für die Menschen jetzt sehr aktiviert aus ihrem Arbeitsalltag ins Yoga Studio schlendern oder fallen holt es die natürlich total schnell ab bzw.
00:36:21: erfordert auf jeden Fall am Anfang, dass sie da sind also irgendwie eine nervensystemische Sicherheit.
00:36:27: das würde ich jetzt nicht in der Basic-Klasse machen vielleicht auch nicht in einem Medium aber in der Practice kannst du es auf jeden fall machen und
00:36:34: genau das gibt verschiedene Level nicht überall aber das ist so ne Grundidee, dass man Schwierigkeitsstufen im Yoga enthält
00:36:43: Genau, und Practice ist halt für die fortgeschritteneren Yogis.
00:36:47: Und da kannst du halt davon ausgehen dass sie halt da sind also zumindest das Studio kennen sich orientieren können Das Nervensysteme halt nicht gerade direkt in Panik kommt wenn Sie halt Also wenn sie da sind so Nicht unsicher sind und es da dann einfach so ein.
00:37:07: In Zeiten von Urban Sports
00:37:09: Club und so weiter kann man davon eigentlich nicht
00:37:11: mehr ausgehen.
00:37:13: Stimmt, da würde
00:37:13: ich hier leider nicht ... Das bleibt mir in den Stetten leider fern.
00:37:18: Die haben Hand zu fit und das reicht!
00:37:22: Aber vielleicht noch mal zurück zum Thema Warm-Up?
00:37:25: Also
00:37:26: im Prinzip ist ja das den Körper vorbereiten Neuronal die Bewegung zu bahnen, das ist ja auch eine Art von Warm-up.
00:37:35: Das glaubst du wie viel Warm up braucht es?
00:37:40: Ja... Ich schmunzle gerade in mich hinein In mir schreit es keins und dann fängt mein Gehirn an zu denken und sagt er irgendwie ja doch Und ich glaube Es braucht keine Warm Up!
00:37:59: Es braucht aber das Bewusstsein über den Körper.
00:38:06: Also mein Warm-up ist, ich bin mir meines Körpers bewusst.
00:38:11: Ich weiß wo meine Füße stehen und meine Knie stehen, wo meine Hüfte, wo mein Becken, wo eine Wirbelsäule ist was heute mit meinen Schultern los ist Und ich kann mich verorten.
00:38:23: So Ich weiß, dass du das nochmal sehr frei auch gestaltest.
00:38:30: Beziehungsweise da halt den Leuten einfach noch mal so eine Möglichkeit der sehr intuitive freien Bewegung gibst was ich total super finde.
00:38:38: Vielleicht magst du dann nochmal kurz etwas zu erzählen weil ich find es sehr... Das ist eigentlich richtig cool!
00:38:46: Viel kann ich da gar nicht zu erzähln also die Einleitung des Körpers die jetzt gerade da sind irgendwie zu folgen und gucken, wo der Körper dann jetzt gerade irgendwie hin will.
00:38:59: Und das ist eigentlich schon sehr anspruchsvoll.
00:39:01: also ich gehe nicht davon aus dass man das immer in jeder Situation irgendwie gut unterrichten kann sondern es braucht natürlich einerseits ein Empfinden von Bewegungsimpulsen und dann auch ja das Vertrauen oder die Erfahrung, dass es auch möglich ist denen nachzugeben statt vom Kopf her zu steuern Und es braucht natürlich auch ein Stück weit
00:39:28: Mut,
00:39:29: wenn noch acht andere Leute im Raum sind.
00:39:32: Manchmal hat das ja was von peinlich oder preisgeben oder ich zeige mich jetzt.
00:39:39: Von daher würde ich das schon mal als sehr anspruchsvolles eigentlich einordnen.
00:39:43: Ich finde es aber gleichzeitig... wenn es möglich ist in der Gruppe ein schönes Element, weil wir natürlich aus einem Alter kommen wo wir meistens ja irgendwie uns regulieren müssen und das irgendwie einen Fahrplan auch gibt.
00:39:54: Was wird tun?
00:39:55: Und wie meistens sehr lernen müssen Impulse zu unterdrücken und ihnen nicht direkt nachzugehen.
00:40:01: Und ehrlicherweise ist es ja auch einer Yoga Klasse dann so dass das jetzt keine Praxis ist die also wir kommen ins Spüren aber es geht ja weniger darum.
00:40:12: Also und jetzt habe ich mal Bock, weil sie nicht meinen rechten Arm zu strecken oder mache ich das?
00:40:16: Sondern ich mach ja dass was angesagt wird.
00:40:19: Und deswegen finde ich das auch cool da nochmal das Muster zudurchbrechen von.
00:40:23: Ich komme aus dem Alltag und bin so ein bisschen fremdbestimmt und gebe mich dann auch wieder in fremde bestimmte Hände.
00:40:29: sozusagen Finde ich es cool das Zudurch brechen Ja voll!
00:40:36: Ich werde das mitnehmen meine nächsten vier Wochen und ich werde das hier ausprobieren Und ich werde dir beim nächsten Mal sagen, wie es
00:40:45: war.
00:40:47: Das bin ich auf jeden Fall gespannt.
00:40:50: Genau!
00:40:50: Also dieses Muster durchbrechen, das muss da noch mal ansetzen.
00:40:54: Ich glaube, das finde ich einfach so wichtig weil... Ich glaube dass Yoga halt total oft ein Muster bedient und das ist halt... Magst du das
00:41:04: nochmal für unsere Zuhörende noch mal spezifizieren?
00:41:07: Ja also in meiner In meinem Kopf ist es so, dass einmal dieses Überaktivierte, also die Menschen kommen überaktiviert gestresst halt hierhin und wenn ich dann mit aktivierenden vielen Rückbeugen, vielen aktivierendem Pranayama-Techniken reingehe, dann verstärke ich quasi das was mir präsentiert wird.
00:41:39: Warte, jetzt hatte ich noch einen Gedanken.
00:41:41: Dann die Symmetrie... Also wir sind im Yoga halt immer symmetrisch!
00:41:46: Wir machen Helmas ein auf der einen Seite und das andere auf der anderen Seite genauso.
00:41:49: Das bedient ja eigentlich überhaupt nicht wie unser Körper funktioniert.
00:41:53: Unser Körper ist ja asymmetrisch und wir haben eine rechte Seite, wir haben ne linke Seite Und die brauchen halt auch unterschiedliche Sachen.
00:41:59: Unsere Gehirn... also unsere Gehirne ist ja auch nicht symmetrische, auch neurologisch nicht Da vielleicht halt auch mal Muster zu durchbrechen und so sagen, boah ich mach links jetzt einfach mal was anders als rechts oder geh halt nicht in diese starke Symmetrie rein.
00:42:21: Weil bei keinem Menschen fühlt sich das rechte Trikonasana genauso an wie das linke Trikonassana.
00:42:28: Das ist unterschiedlich und es darf es auch sein den Stress rauszunehmen, weil ich glaube dass viele das wollen.
00:42:41: Dass sich das ähnlich anfühlt.
00:42:44: Ich glaube das sind für mich so die zwei meist also die wichtigsten Muster, die wir so durchbrechen können im Yoga.
00:42:54: Für mich noch ein anderes nämlich einen gewissen Zeitdruck hektik was abarbeiten und das ist mir immer total wichtig.
00:43:04: da muss ich mich natürlich auch selber Bremsen, weil ich bin auch dann in einem bestimmten Modus.
00:43:08: Aber da versuche mich immer sehr zu disziplinieren und wirklich selber langsam zu werden.
00:43:15: Und ich denke auch nicht es braucht keinen riesen Warm-up aber ich glaube es braucht Zeit um den Atem... Also was heißt den Atm aufzuhören?
00:43:23: Um eine Verbindung zwischen Atem und Bewegung herzustellen.
00:43:28: Eigentlich braucht es aber gar nicht viel Zeit, also es geht mir nicht darum dass man das jetzt viel Stunde machen muss.
00:43:33: Es reichen wahrscheinlich auch wenige Minuten wenn aber die Atmosphäre im Raum so ist, dass alles unter der Überschrift stattfindet.
00:43:42: So wir haben Zeit und wir nehmen uns diese Zeit jetzt und wir gönnen uns das weil das die Grundlage für die weitere Praxis
00:43:50: ist.
00:43:50: Das ist geil!
00:43:52: Und dann braucht es jetzt auch gar nicht super viel Zeit.
00:43:54: Aber was braucht dieses Aussteigen aus?
00:43:56: Okay, wir haben jetzt nur neunzehn Minuten und jetzt machen wir das dass das das und zack sondern Ja am Anfang wirklich ganz bewusst das Tempo raus zu nehmen Auch auszuhalten Dass vielleicht manche Menschen dabei sind für die das jetzt besonders schwer ist
00:44:10: Das fällt mir richtig schwer.
00:44:11: Ich
00:44:11: kenne das selber auch von mir als Teilnehmerin total, dass ich dann denke ja jetzt habe ich mich extra die Zeit genommen.
00:44:17: Jetzt bin ich hier hingekommen und vielleicht noch was weiß ich durch den Verkehr und dann sitze ich erst mal eine halbe Stunde hier liegen.
00:44:29: Das sind natürlich Gedanken, die nicht fernliegen.
00:44:33: Ja voll!
00:44:34: Ich fühle mich sehr jung genau.
00:44:36: Und dann finde ich aber gerade in der Rolle als Unterrichtende es ist cool wenn Wir daraus aussteigen können und da ein bisschen mehr Ruhe reingeben.
00:44:47: Und von unserer Seite aus die Erlaubnis geben, dass es dauern darf oder wir einfach Zeit investieren heißt ja noch nicht das dann nicht manche Menschen trotzdem denken behauptet kann es mal schneller gehen und so.
00:44:58: aber mein Erfahrung ist eigentlich dass dann relativ schnell eigentlich die Wenn wenn ein Teil der Gruppe sich denn darauf einlassen kann und das Tempo mitgeht und dann hört man den Atem und so dann unsere Nervensysteme gleichen sicher auch aneinander an.
00:45:13: Ja, das ist so krass!
00:45:19: Ich habe ja jetzt kurz das Snack-Hästchenplaudern viele Momente in meinem Leben gehabt wo ich Yoga verteufe.
00:45:26: Gegen zu irgendeinem Zeitpunkt komme ich da bestimmt nochmal drauf zu sprechen oder wie?
00:45:33: Aber Yoga ist einfach echt großartig irgendwie.
00:45:40: Die Frage ist halt einfach... können,
00:45:46: also
00:45:47: lässt man sich mitziehen von diesem überaktiven schnellen was unserem Alltag halt einfach einnimmt oder schafft man das auch als Lehrer derer innen einfach da einfach mal kurz einen Cut zu machen.
00:46:08: Ja und dann ist eigentlich das wichtigste Prinzip für mich jetzt gerade so an ich muss mich halt um mich kümmern wenn ich nicht zumindestens neunzig Prozent da stehen kann.
00:46:21: Mit Ruhe!
00:46:24: So,
00:46:24: dann kann ich ja alles gar nicht.
00:46:28: Das
00:46:28: heißt eigentlich steht an erster Stelle erstmal so hey wie geht's mir?
00:46:34: und danach gucke ich halt was macht der Rest?
00:46:37: Also wie Sequencing nach vielleicht jetzt Komfort- und Zonenlernmodell mit folgenden Ja mit folgenden Punkten, also Tempo rausnehmen.
00:46:50: Ich gucke es heute mehr Passivität ist mehr Aktivität in der Gruppe angesagt?
00:46:56: dann vielleicht
00:46:57: auch wirklich
00:47:00: das Einfache vor dem schweren ja dass mit dem vom Stehen zum Sitzen würde ich mal so ein bisschen vom Stehn zum Liegen würde ich so ein bißchen in Klammern setzen nicht in allen Dingen aber in vielen und vielleicht Bewegungsmuster zu durchbrechen, indem Asymetrie im Körper mit ... ja gewahrt wird oder beziehungsweise mit Stadtfänden darf.
00:47:26: Ja, genau.
00:47:28: So
00:47:29: und ich glaube dann wird das eine richtig gute Yoga-Klasse!
00:47:35: Ich glaub ein Thema ist noch wichtig.
00:47:38: Ich finde die Künstling impliziert ja schon.
00:47:41: Oder meine erste Assoziation ist auch eine gewisse Art von Reihenfolge Ja.
00:47:46: Und ich mache jetzt mal zwei extreme Pole auf, das eine wäre dass sich in ne feste Reihenfolge im Kopf habe und genau weiß welcher Assana kommt nach welcher.
00:47:56: Ich hab auch vielleicht bestimmte Gründe dafür Seins anatomische oder aus einem stimmten Yogatradition.
00:48:02: Es gibt ja durchaus auch Stile wo es einfach immer fester Abfolgen gibt.
00:48:08: Da ist das Thema Sequenzink.
00:48:10: dann für Lehrenden.
00:48:12: Also zumindest nicht im Sinne von, in welcher Reihenfolge baue ich jetzt irgendwas auf.
00:48:16: Das ist dann vielleicht gar nicht so relevant.
00:48:18: Ich kann mir das ja auch sehr genau planen.
00:48:22: also ich komme auch auf jeden Fall daher mehr irgendwie minutiös ein Stundenaufbau sozusagen hervorher zu überlegen und raufzuschreiben versus jetzt gleich das andere extrem.
00:48:33: Ich mache mir gar keine Gedanken vorher und komme in Raum und nehme irgendwie wahr was die Stimmung ist.
00:48:41: Es kommt irgendwas sozusagen.
00:48:42: Das klingt ja manchmal auch so ein bisschen für manche vielleicht sogar isoterisch, ne?
00:48:47: Wenn sie dann hören das Lehrende durch sich hindurch fließen lassen was jetzt gerade kommen soll.
00:48:56: also ich fand es auf jeden Fall immer am Anfang total befremdlich und muss aber gleichzeitig auch sagen im Laufe der Jahre Merke ich immer mehr, was damit gemeint.
00:49:06: Ich mache die Erfahrung ja doch also so.
00:49:09: Ja genau und faktisch ist es so.
00:49:13: Magst du da noch mal was zu sagen wie du das empfindest?
00:49:16: Also ich komme auch davon dass ich einen ganzen Ort mit Stunden Vorbereitung alles aufgemalt und... Achja!
00:49:29: Also bei mir läuft es so ab, meine Spielerinnen fragen mich am Anfang was brauchen wir heute?
00:49:35: Dann sag ich immer nimmt euch mal ein Block und der Decke das ist immer gut.
00:49:38: Weißt du schon was wir machen?
00:49:40: Nö!
00:49:41: So, das kann ich euch gleich sagen wenn ich weiß wer alles da ist und wie Stimmung ist Und dann... Fließt aus.
00:49:51: Die schönsten Momente sind die wo einfach irgendwelche Sachen raus mir rauskommen Wo ich halt Ich wusste, dass sie da sind.
00:50:00: Und das sind eigentlich die schönsten Momente.
00:50:03: Das ist einfach ... Dann weiß ich so, ich bin voll mit mir und in Verbindung mit jedem einzelnen Menschen oder mit dem Raum.
00:50:12: So!
00:50:13: Mit der Energie, die im Raum ist.
00:50:16: Und was mein Gehirn daraus macht, ist hierbei du musst dich ja vorbereiten.
00:50:21: Es kann ja nicht sein, dass du dich jetzt einfach nur da vorne hinstellst.
00:50:26: Das kann nicht sein.
00:50:27: Also aus meiner Sicht ist es schon diese Phase der Vorbereitung wichtig, also ich glaube dass das irgendwo ein Baustein ist... Ja aber
00:50:37: das ist ja längst gelaufen?
00:50:39: Genau!
00:50:40: Das sind ja die acht Jahre wo ich jeden Tag
00:50:43: morgens praktiziert habe und darüber wollte ich auch hinaus.
00:50:47: Manche haben dann einen kognitiven Zugang zu und müssen sich das nochmal durchlesen andere genau.
00:50:53: da Läuft es mir aber ein Körper?
00:50:54: Ich würde auch sagen, irgendwie ein Stück weit braucht's wahrscheinlich
00:50:57: beides.
00:50:59: Körperlicher auf mentaler Ebene oder kognitiver Ebene damit auseinandergesetzt zu haben.
00:51:04: Damit so einen Grundgerüst wir verinnerlichen aus dem wir dann quasi schöpfen können um dann ja Kreativität oder der Präsenz des jetzigen Moments Raum geben zu können und da dann eine Variation vielleicht anzubieten ein bisschen was umzustellen.
00:51:26: Ja, voll wobei ich glaube dass ich im Sequencing halt entweder einen Berg oder zwei habe.
00:51:36: also ich würde daher jetzt nicht plötzlich vier Berge
00:51:39: ausmachen.
00:51:40: Genau deswegen meine ich das hört sich vielleicht manchmal so ein bisschen esoterisch abgedreht an.
00:51:46: Es läuft aber wenn ich denke irgendwo geregelten Bahnen ab die darin bestehen dass es eben manche Grundprinzipien gibt ja dein Körper manche Sachen eben kennt und es dann auf einer nicht bewussten Ebene abruft und reinbringt.
00:52:03: Aber dennoch wurden diese Grundsteine in lange Arbeit vorgelegt.
00:52:09: Ja, das
00:52:09: ist halt so ein bisschen... Es gibt dort dieses... Gibt's nicht so'n Sprichwort von dem hier Früchte erntet man später oder sowas?
00:52:17: Ungefähr so ist das!
00:52:21: Und manchmal gibt es die Früchte halt noch später, weil erst nochmal ein Lade oder einen Topf rausgemacht wurde.
00:52:30: Ich glaube das Wichtige ist einfach dass man so für mich sprechen kann dass ich halt nicht aufhöre, mich damit auseinanderzusetzen.
00:52:39: Dass ich halt keine Aufhörer meiner eigenen Klassen irgendwie zu reflektieren und auch immer wieder schaue hey stimmen die Prinzipien noch, die hier gerade für mich anwende?
00:52:48: Stimmen sie nicht mehr?
00:52:50: Füg ich welche hinzu?
00:52:51: Also das zum Beispiel in den letzten Jahren passiert, dass sich halt einfach vor allem diesen ganzen Teil um... Ich unterrichte keine krassen vielen Rückbeugen mehr, außer ich spüre die Klasse braucht es jetzt.
00:53:05: Die Leute sind alle schon in Rückbeugen.
00:53:07: Die kommen hierhin und sind Rückbeuge!
00:53:11: Die brauchen das nicht noch mehr so.
00:53:13: Das heißt, ich kann vielmehr Erdung, vielmeher Twists, viel mehr ... Ich sag mal ins Ausbalancieren halt kommen auch vor Beugen finden statt aber Ich würde sagen, auch tendenziell.
00:53:28: dann nochmal in Verbindung mit dem Faktor Erdung.
00:53:36: Also genau das ist zum Beispiel etwas was ich so verändert habe.
00:53:39: So ich freue mich aber auf Klassen wo es wieder stattfinden darf.
00:53:45: Aber zu einer Reflektionsfrage kann ja dann auch sein... Was soll das Nervensystem der Menschen die in meine Klassen kommen lernen oder mitnehmen?
00:53:55: Ja voll und
00:53:56: vor dem Hintergrund die Klasse noch mal
00:53:58: total und auch einfach gucken wie sind die leute drauf?
00:54:02: also was
00:54:04: ist deren hauptstatus?
00:54:06: gerade?
00:54:07: ich finde da ist vielleicht so zum abschluss so das thema leistung irgendwie auch noch mal mit zumindest einmal kurz ansprechen
00:54:14: auf beiden ebenden teacher genau
00:54:17: genau weil ich glaube dass es auf jeden fall in rosa elefant der im raum steht riesig wenn wir gar nicht immer rauskriegen.
00:54:26: Und ja, wir können natürlich auch gucken ob es Dinge im Sequenzen gibt die dazu führen dass das Nervensystem weiter lernt.
00:54:37: Okay ich muss hier leisten oder ah gut!
00:54:40: Ich bin jetzt zufrieden weil ich was geleistet habe oder sowas und das auch zu durchbrechen.
00:54:48: Ja, ich glaube das ist wichtig mit neun Dingen die Menschen zu konfrontieren, um aus Leistung rauszukommen.
00:54:59: Das aber auch häppchenweise vorzubereiten.
00:55:05: Es darf nicht so viel werden ... Du
00:55:07: meinst eine Art Überraschungsmoment?
00:55:09: Ja!
00:55:09: Dass ich noch gar nicht auf irgendwas ... Ich mach das immer so und so.
00:55:13: Und ich muss das können.
00:55:15: Sondern dass du was reinbringst, wo ich neugierig sein muss, was ich ausprobiere und wenn dieses Leistungsprinzip noch nicht greift.
00:55:23: Ja voll, genau.
00:55:27: Also wir haben ja diese Transition gelernt von einer Lunchposition in Ardamat Sindrasana, also in den Drehsitz zu gehen.
00:55:37: Wo wir quasi unser Bein dann das Knie aus dem Fuß
00:55:42: vorbeiziehen und uns hinter den Füßen nackten.
00:55:45: Genau!
00:55:46: Das ist für viele Leute... sind es zu viele Bewegungsabläufe auf einmal.
00:55:54: Das mache ich nicht jede Woche
00:55:56: Sondern
00:55:56: das ist der Überraschungsmoment.
00:55:59: Und da merke ich halt immer, dass holt die Leute wieder zurück... Das ist wie so ein kleiner Lacher, der einmal kurz raus darf!
00:56:10: Wie so
00:56:10: ein Humor voller Witz und das ist einfach schön und dann macht man es ja auf der anderen Seite auch.
00:56:18: Dann hat das schon wieder mehr so eine Sicherheit Und das dann vielleicht auch mal anzusprechen so.
00:56:28: Hast du gemerkt, es war gerade schon sicherer für dich und da geht's nicht um besser?
00:56:33: Das geht doch nicht um schlechter sondern wie hat sichs für dich angefühlt?
00:56:37: So!
00:56:38: Und
00:56:38: das ist zum Beispiel auch etwas, das
00:56:40: mache
00:56:41: ich nicht oft aber manchmal unterbreche ich mein oder ich lass die Leute weiter im Atemfluss atmen und dann gehe ich da rein und sage hey spüre Geh jetzt nicht da rein, was du von außen darstellen sollst oder... ...was dir Instagram sagt oder irgendein Foto von einer Assana.
00:57:02: Sondern wie fühlt sich das gerade für dich an?
00:57:05: Und dann gehe ich halt in verbale Cubes rein und sag hey verändere das oder jenes oder solches und schau!
00:57:12: Wie fühlt es sich jetzt an um dann aus diesem Leistungsscheiß rauszukommen ins Fühlen.
00:57:18: Darum geht's doch
00:57:20: Genau, und ich meine das ist natürlich auch irgendwo eine Haltungsfrage.
00:57:22: Also gerade dieses Peak-Arsana.
00:57:24: also wenn wir jetzt die Künstlinge rein als Ich baue hin zu einer Peak Arsana auf Verstehen Dann impliziert es natürlich dass Menschen die vielleicht nicht bis zum letzten Schritt der Peak Assane mitkommen sondern zwei Schritte vorher irgendwie dann Das schlechter ist oder sowas noch?
00:57:41: Und wenn wir aber auch Neben diesem okay, ich suche irgendeine Positionen und bau darauf wenn irgendwie ne klasse auf andere Schwerpunkte vielleicht auch manchmal setzen.
00:57:52: Das kann ja auch eine Klasse sein, die nicht auf einem besonderen Positionen hinarbeitet sondern
00:58:01: etwas Inneres oder
00:58:02: halt oft
00:58:03: nach Atemflow oder einfach nur Füße fühlen oder was auch immer
00:58:08: genau wenn man auch sowas vielleicht immer mal mischt quasi im Laufe des Unterrichtens, dass Menschen unterschiedliche Erfahrungen machen und nicht irgendwie so ein Muster absprechen.
00:58:19: Okay das ist hier gefragt und das muss ich machen natürlich auch das was wir verbal unterrichten wenn wir sagen Und jetzt um die volle Variante auszuführen mache ich noch das.
00:58:34: also da steckt ja auch eine Wertung drin.
00:58:36: Es ist jetzt nicht sequencing sondern wieder queuing.
00:58:39: aber oder auch beim Sequenz, den können wir uns noch mal überprüfen.
00:58:43: Steckt da so ein Leistungsprinzip dahinter?
00:58:45: Denke ich die Schülerinnen müssen irgendwas leisten oder irgendetwas können oder da und dahin kommen.
00:58:53: Will ich... Das ist wieder die Teacherleite.
00:58:56: Genau.
00:58:57: Irgendwas leisten gerade.
00:58:59: Will
00:58:59: Ich beweisen dass sich den Kopfstand unterrichten kann?
00:59:02: Will ich beweisen das?
00:59:05: Ja.
00:59:07: Darum geht es halt nicht sondern es geht darum dass wir da sind Ja, dienen quasi.
00:59:11: Genau!
00:59:11: Also mit dem was du ausstattest einfach spüren in Verbindung gehen und kriegen was gerade da.
00:59:18: Und das ist zum Beispiel den Schulterstand zum Beispiel?
00:59:22: Das ist auch eine Position... Da habe ich mich ganz lange selbst dran abgearbeitet und aber auch als
00:59:30: Teacher.
00:59:32: Und irgendwann habe ich einfach verstanden dass also ich habe gefühlt für mich dass mein Körper da kein Bock mehr drauf hat Und dann habe ich den halt auch sukzessive aus meinen Klassen gestrichen.
00:59:44: So
00:59:44: kann keiner tausend Alternative machen, dann geht er jetzt nicht darum auf den Schultern zu stehen!
00:59:51: Ich glaube das war so der imposanteste Moment wo ich als Schülerin selber den Leistungsgedanken zur Seite geschoben
01:00:02: habe weil
01:00:03: ich mir erlaubt habe das nicht mehr zu machen weil ich dem fühlen mehr Raum gegeben habe.
01:00:10: Und ich finde also jetzt Schulterstand ja oder nein, das ist wieder individuell.
01:00:15: Ja
01:00:15: voll total damit!
01:00:16: Das ist ein Beispiel.
01:00:16: aber für die... Bitte genau.
01:00:19: Aber ich find' die wichtige Frage, die dahinter steckt, über die wir uns Gedanken machen können und die dann wieder unser Sequencing beeinflussen kann is', welche Wirkung soll diese Arsene haben?
01:00:30: Was ist die Idee davon?
01:00:32: Wie du sagst es nicht zentral auf den Schultern zu stehen sondern zum Beispiel es ist zentrall dass
01:00:39: die Energiefluss andersrum läuft.
01:00:40: Genau,
01:00:41: genau.
01:00:42: Es geht halt um eine Umkehrhaltung und da kann ich ja auch meinen Popo auf ein Bolster legen oder meinen Sack rum und die Beine nach oben machen.
01:00:50: Und wenn wir da den Kern von der Position verstanden haben können wir dann ja auch entsprechend
01:00:56: anpassen.
01:00:57: das Seekrancing?
01:00:58: Ja!
01:00:59: Und dann muss... Dann kann es auch manchmal, also um jetzt nochmal das Prinzip von leicht zu schwer aufzugreifen Da kann es auch einfach von leicht zu leicht gehen.
01:01:10: Also, das muss ja nicht von leicht so schwer gehen.
01:01:13: Das kann manchmal ist von leicht zum leicht wesentlich schwerer als
01:01:16: ...
01:01:17: Von leicht zu schwer, weil dann der Kopf im Sequencing vielleicht viel mehr zu tun hat
01:01:24: und
01:01:24: kontrolliert werden
01:01:25: mag.
01:01:26: So...
01:01:27: Ja?
01:01:29: Ja!
01:01:31: Gibt's noch irgendwas?
01:01:33: Vielleicht dass Schavasana auf jeden Fall
01:01:35: dazu gehört.
01:01:39: Genau.
01:01:40: Also auch das ist ja so ein Muster, wo wir vielleicht denken könnten...
01:01:44: Ja dann können wir heute mal lassen!
01:01:46: Genau weil wir ja oft verbinden wenn wir was Aktives tun dass es gut leiste ich etwas Achso und jetzt dieses am Ende da rumliegen Das kann nicht mehr sparen Da kann ich in der Zeit ja lieber schon wieder was anderes machen.
01:01:58: Nein Kannst du nicht
01:02:00: Du liegst.
01:02:01: Dieses Muster ist auch gut zu durchbrechen.
01:02:03: Es hat natürlich seinen Sinn und seine Funktion einfach, dass wir integrieren können was wir erlebt haben getan haben.
01:02:11: Und auch gerade das mal nicht im Tun zu sein sondern den Modus aktiv zu durchbrechen.
01:02:17: Das ist eigentlich auch so ein Grundprinzip vom Psycho-Sync.
01:02:21: Ich mache Schawassana in allen Klassen.
01:02:23: Es gibt keinen acht bis zehn Minuten wie im Yoga, aber es gibt zumindest immer zwei Minuten und davor noch eine Atemübung zum Runterkommen.
01:02:33: Das heißt all in all liegen wir auf jeden Fall mindestens drei vier Minuten und das ist egal ob das jetzt Link-Bewegungsliebe, Kinderjuga, Breath and
01:02:42: Moosh scheißegal kann man auch übertragen noch auf andere Sportarten.
01:02:48: Bewegungen ja also
01:02:50: und da vielleicht auch sogar an für die Zuhörerinnen als kleinen Tipp für zu Hause, wenn du in eine Sportklasse gegangen bist, die dich echt herausgefordert hat.
01:03:03: Leg dich zuhause einfach noch mal zehn Minuten hin!
01:03:07: Also aktives Schawassener liegen quasi nicht jetzt ins Bett und pennen sondern wirklich leg dich auf den Boden, auf einem Mattspühlenboden lieg dort und sei einfach aufmerksam unaufmerksam.
01:03:22: Und ja, versuche einfach zu sein.
01:03:29: Das hilft manchmal mehr als wir denken wenn gerade für so Regenerationsprozesse und um das Nervensystem einfach wieder runterzubringen.
01:03:42: Vielleicht noch dann jetzt jugerspezifisch.
01:03:44: ein allerletztes Prinzip was wir beide auch... unterstreichen würden, nach Mark Woodwill so dass Asana Panayama Meditation ein ineinander übergehender Prozess ist.
01:04:01: So ist also nicht hart irgendwie voneinander trennen müssen oder auch nicht zwingend am Anfang so und zu viele Minuten still sitzen und meditieren müssen sondern ja auch eben der Zustand in Shavasana.
01:04:14: nach Shavasanah da noch einen Moment irgendwie zusetzen in Ruhe zu sein.
01:04:18: Das kann die Meditation dann für die Klasse auch umfassen.
01:04:22: Voll!
01:04:25: Und das Markt macht einfach ganz viel aus dem Gefühl heraus und einfach ganz viele aus dem Herzen, so auch das Sitzen am Ende.
01:04:49: Auch mit langjähriger Praxis-Erfahrung.
01:04:55: Ja cool!
01:04:59: So weit?
01:05:02: Ich wünsch euch Zuhörerinnen noch einen coolen Tag.
01:05:07: Bis zum nächsten Mal!
01:05:09: Macht's gut.
01:05:10: und wie immer schreibt uns gerne wenn ihr Dinge anders seht, wenn ihr denkt hey hab ich gar nicht verstanden oder was auch immer euch durch den Kopf begangen ist.
01:05:19: Wenn ihr es cool fandet natürlich auch gerne ein Like da lassen.
01:05:24: abonnieren.
01:05:26: bis bald
01:05:26: ciao.
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