#6 Ist das wirklich regulierend? Yoga-Annahmen im Gespräch

Shownotes

🧠 Takeaways dieser Folge

  • Ruhe ist nicht automatisch Regulation – sie kann auch Freeze sein.
  • Langsamkeit ist nicht für jedes Nervensystem sicher.
  • Mehr Spüren ist nicht automatisch „besser“.
  • Atemarbeit kann regulieren – oder verstärken.
  • Traumasensibel unterrichten heißt nicht, alles zu kontrollieren.
  • Der Körper weiß viel – aber er folgt auch gelernten Mustern.
  • Regulation braucht Rahmen, Orientierung und Wahlmöglichkeiten.
  • Gute Yogaklassen öffnen Räume – sie kontrollieren keine Innenwelten.

⏱ Kapitel

00:00 – Intro & Warum wir über Yoga-Annahmen sprechen 03:30 – „Ruhig ist gut“ – oder doch Freeze? 08:00 – Meditation, Anpassung & Fawning 12:00 – Wie Teachers Druck aus dem Raum nehmen können 16:30 – „Langsam ist nervensystemfreundlich“ 21:00 – Geschwindigkeit, Zwischenstufen & Sicherheit 25:30 – „Je mehr ich spüre, desto besser“ 30:00 – Spüren ohne Leistungsmodus 34:00 – Atemarbeit reguliert nicht automatisch 39:00 – Persönliche Erfahrung mit Breathwork 44:00 – Traumasensibel unterrichten – was heißt das wirklich? 50:00 – Verantwortung & Raum halten 54:30 – „Der Körper weiß schon, was gut ist“ 59:00 – Muster vs. Körperintelligenz 01:04:00 – Beispiel Knie über Sprunggelenk 01:08:00 – Abschluss & Einladung zur Diskussion

Transkript anzeigen

00:00:00: Okay, let's go!

00:00:11: Hi Chrissie.

00:00:27: Na?

00:00:27: Da sind wir wieder.

00:00:28: Ja,

00:00:28: da sind wir

00:00:32: ja wieder.

00:00:35: Ja um Dokmen, die wir im Yoga... also heute sprechen wir über Yoga und was im Yoga so stattfindet.

00:00:43: Ich freue mich drauf!

00:00:44: Also jetzt kommt es leichter.

00:00:46: Nein ich will überhaupt nicht negativ.

00:00:51: Ich freu'

00:00:52: mich auch.

00:00:53: Und ich glaub Genau, wir haben so diese Dokmon jetzt aus dem Yoga gesammelt.

00:00:59: Aber ich bin mir sicher die gibt es an vielen anderen Stellen.

00:01:02: Ich glaube auch in der ganzen Achtsamkeitsbarbe.

00:01:07: Wir können auch sagen Annahmen.

00:01:11: Ja

00:01:12: genau, Dokmon ist wahrscheinlich sogar quatscht.

00:01:15: Also das sind vielleicht so unbewusste Annahmen, die wir so implizit mitkriegen?

00:01:21: Vielleicht habt ihr sie auch gar nicht?

00:01:22: Sätze!

00:01:24: Genau,

00:01:25: die wir heute noch mal so hinterfragen wollen.

00:01:27: Und es schließt sich durchaus den Match an... ...an unsere letzte Folge wo wir über Selbstregulation gesprochen haben und so diesen schmalen Grad zu Kontrolle sozusagen.

00:01:38: oder

00:01:39: wann

00:01:40: ja überdecken wir vielleicht Regulation und drücken was weg und wo da lenken uns ab?

00:01:47: Ja!

00:01:47: Da steigen wir heute wieder ein

00:01:50: Somit direkt mit den anderen, mit den Setzen starten.

00:01:53: Dann

00:01:54: kannst du es einfach

00:01:55: direkt reintauchen?

00:01:56: Machen

00:01:56: wir!

00:01:58: Eine Annahme im Yoga

00:01:59: oder ja

00:02:00: im Yoga aber auch so vielleicht beim Thema Regulation ist ja ruhig ist gut also dass wir so per se annehmen

00:02:10: alles was ruhiges ist gut

00:02:12: genau und die Frage ist Was ist wenn Ruhe eher ein Zeichen von Rückzug als von Regulation?

00:02:19: Ja.

00:02:20: Voll!

00:02:21: Als Beispiel vielleicht, der hat beim letzten Mal ja so über mögliche nervensystemische Zustände gesprochen und beispielsweise den Freeze-Modus erwähnt ne?

00:02:31: Also wo wir eigentlich innerlich in so eine

00:02:34: starre Kombination kommen.

00:02:35: Eine starre in ein Shutdown kommen.

00:02:37: Das klingt jetzt vielleicht immer alles so intensiv aber das kann sich ganz subtil äußern.

00:02:42: also können uns vielleicht manchmal auch selbst darin beobachten wie wir einfach so innerlich so minimal ein bisschen aussteigen.

00:02:49: Ja,

00:02:49: voll!

00:02:50: Und gerade in diesem Modus wenn wir auch so durch unseren Tag, durch unseren Alltag gehen kann es sein bekommen eine Yoga Klasse und kommen dann eben nicht aus dem Modus raus sondern sitzen vielleicht am Anfang da meditieren oder von außen betrachten sieht das so aus wie meditierend.

00:03:12: und die Frage ist aber bin ich innerlich beteiligt?

00:03:15: Ja weil Ruhe halt nicht gut ist weil Ruhe halt zu Angst führt, zur Unsicherheit zu... Ich bin zu sehr mit mir konfrontiert.

00:03:25: Mit der Stille zu sehr konfrontierend und dann sitze ich da, möchte mich eigentlich bewegen, möchte irgendwie an was rumspielen, möchte vielleicht versuchen diese vermeidliche Ruhe aushaltbar zu machen und das geht aber nicht Weil der Rahmen das nicht erlaubt?

00:03:53: Oder ... weil die Erwartungen, die ich halt habe an den Rahmen nicht

00:04:01: so ... Ja, das ist ein richtiger Punkt.

00:04:03: Das heißt ja gar nicht, dass Lehrer oder Lehrerin das vorgibt, sondern es

00:04:06: kann sein, dass ich

00:04:06: denke oder gelehrte, dass in Jugarschulen und Studios verhält man sich so und so.

00:04:11: Alle anderen bewegen sich jetzt nicht.

00:04:13: Jetzt bewege ich mich auch nicht.

00:04:15: Genau.

00:04:16: Kurze Frage immer wollen wir eigentlich zu jedem ... ... zu jeder Annahme so ein bisschen mitgeben, wie wir das anders machen würden oder?

00:04:24: Hätte

00:04:24: ich jetzt gedacht.

00:04:25: Ja, okay!

00:04:26: Genau.

00:04:26: Also was du ja sagst... Ich möchte mal rausstellen so... Ruhe ist dann vielleicht bei mir gar nicht positiv besetzt sondern macht Angst und davor... Das vermeide ich vielleicht oder finde einen anderen Modus um da nicht reinzukommen.

00:04:41: Ich find halt ein Modus, um es aushalten zu können.

00:04:44: Das heißt aber nicht dass ich in Kontakt bin.

00:04:46: Mit mir.

00:04:47: Was ja... Ruhemodus, eine Meditationsmodus oder in einem ... ja, ich will es nicht klassische Yoga-Klasse sagen.

00:04:58: Aber was vielleicht gemeint sein kann, dass das jetzt bitte passiert?

00:05:04: Und das bekräftigt vielleicht eher noch das, was ich vielleicht irgendwann mal gelernt habe.

00:05:10: Dass ich vielleicht manche Impulse innere Zustände oder sowas unterdrücke.

00:05:18: Ja!

00:05:19: Ohne, dass es von außen auffällt Weil das ja sicher ist, wenn ich mich ein Stück weit nach innen zurückziehe und äußerlich irgendwie sehr unauffällig sogar in Anführungsstrichen ruhig bin.

00:05:32: Und auch innerlich aber nicht sonderlich beteiligt weil dass es natürlich nochmal schwerer auszuhalten, wenn man in meinen Bewegungen und so irgendwie Impulse unterdrücken muss und gleichzeitig ist aber innerlich bei mir alles total wild und intensiv noch schwieriger auszuhalten als wenn ohnehin bei mir jetzt innerlich gar nicht viel los ist.

00:05:52: Ich bin nicht so beteiligt, dann geht es vielleicht auch leichter.

00:05:55: Total und ich kann ja auch unbeteiligt sein in dem ich mir vorstelle wie sich Ruhe anfühlen könnte.

00:06:03: also das ist ja dann auch eine Art von Fluchtreaktion Wenn ich jetzt da sitze und wir in Ruhe sein sollen, und ich dann eigentlich so Vorstellungen und Bilder in mir ablaufen.

00:06:15: Die halt weder er das Außendominiert also außendominiert sind.

00:06:22: Und nicht von dem was spüre ich da jetzt eigentlich?

00:06:25: Ja

00:06:27: voll!

00:06:27: Das ist vielleicht so wirklich dieses stark verinnerlichte Fastern vielleicht sogar eher auf Varning dieser Anpassungsmodus dass ich jetzt mitmache quasi und mir selber auch Ja, ich will auch nicht sagen vormachen.

00:06:39: Weil das machen wir nicht bewusst.

00:06:40: Sondern es kann einfach bemühen... ja okay!

00:06:43: Ich gehöre jetzt mit dazu und ich komme jetzt auch in die Ruhe weil da können natürlich noch ganz andere Dinge ablaufen.

00:06:51: Es kann sein dass ich meine Einkaufsliste durchgehe oder meine nächsten Schritte eher vielleicht in so einem Sympathikoton-Modus irgendwie drin bin.

00:07:01: Ich glaube aber alles in allem Mir ist es wichtig zu sagen, dass wenn das bei unseren ZuhörerInnen oder bei wem auch immer passiert.

00:07:13: Das Einkaufsliste, dass nicht eine Vorstellung von passiert und sich das nicht gut anfühlt.

00:07:20: Oder man aus dieser Situation wieder raus möchte, dass es überhaupt nicht schlimm ist Und das ist total normal.

00:07:28: Das ist schon achthundertmal in den Yoga-Klassen, ob sie gut oder auch nicht gut angeleitet wurde für mich gehaltvoll und stimmig angeleitet wurden oder halt nicht Stimmig.

00:07:39: So hat ja immer was mit mir zu tun.

00:07:41: so die Frage ist halt einfach Was kann man als LehrerInnen machen um den SchülerInnen ein bisschen den Druck?

00:07:48: zu nehmen.

00:07:49: Was würdest du da machen?

00:07:50: Ja, den Affen ansprechen oder den Elefanten im Raum halt ansprechen und halt ganz klar sagen so hey das kann jetzt bei dir passieren und das ist in Ordnung.

00:08:01: Das ist völlig okay.

00:08:03: Und vielleicht noch einen Schritt davor eine Aufgabe zu geben also zum Beispiel die Atmung zu beobachten oder die Atmen zu zählen Und das hat für mich total viel mit Ruhe erleben zu tun.

00:08:26: Das finde ich jetzt spannend, weil man könnte auch kritisch einhaken

00:08:29: und fragen

00:08:31: ist es

00:08:31: nicht

00:08:31: wie mich beschäftigt halten und diesen produktiven Anteil in mir der immer was machen will, Futter geben?

00:08:39: Nein, finde ich nicht!

00:08:40: Also... Also ich schicke mein Kind, das jetzt gerade in den Kindergarten kommt.

00:08:50: Ja... Ich habe kein Kind, aber nehmen wir mal nicht hin.

00:08:53: Also ich habe jetzt ein imaginerisches Kind, dass es in die Kindergärten kommt.

00:08:57: Das ist zwei und ich schick's ja nicht in die erste Klasse und sage so, schreiben und lesen, mach' ma'.

00:09:04: Und genau so ist es mit Ruhe!

00:09:06: Ich kann ja jetzt nicht einen Menschen der... also wie ich in meinem sehr... Wilden Alltag, so sehr bumsvoll.

00:09:17: So

00:09:18: kann ich jetzt nicht sagen ... Jetzt mach mal Ruhe.

00:09:21: Attacke ab!

00:09:22: Jetzt!

00:09:24: Das funktioniert nicht?

00:09:25: Ja also ein bisschen stufenweise.

00:09:27: Ja

00:09:27: absolut.

00:09:28: Stufenweise und auch den Körper überhaupt... Also das kommt ja das Gefühl von Unsicherheit.

00:09:33: Und halt diese Ruhe.

00:09:34: dann plötzlich da ist und ich versuche eigentlich die Unsicherheit zu entfliehen in dem ich mir eine Aufgabe nehme.

00:09:39: Einkaufsliste Gedanken mache, wie auch immer.

00:09:42: Und dann steht da einer und sagt ja lass die Gedanken fließen sie sind wie Wolken

00:09:46: Boah

00:09:46: Alter nein!

00:09:48: Sind Sie nicht so?

00:09:51: Ich habe mal irgendwann eine Meditation bei jemandem mitgemacht, die war richtig toll.

00:09:56: Da haben wir halt erst die Atmung beobachtet und sind also gar nicht gezählt sondern einfach beobachtet Also sozusagen in so einer Art Satellitenposition und dann wurden Qualitäten reingegeben Und wir durften schauen, was macht das mit uns?

00:10:13: Wenn diese Qualität da ist.

00:10:16: Das fand ich so gut, weil es das erste Mal in meinem Leben war ... dass ich Meditation als so nah an mir dran empfunden habe und auch das Gefühl von Ruhe so na und so intensiv mit mir, das war einfach nur schön!

00:10:34: Es war ja auch eine Aufgabe, es waren Fühlenaufgaben.

00:10:39: Wie fühlt sich die Qualität stille für dich an?

00:10:42: Und dann sitzt man da und fühlt halt wie sich stille anfühlt.

00:10:46: Es kann bedrohlich sein, es kann total schön sein, das kann total zwiegespalten sein aber ich bin ja in einem Raumorientierung der mir sicher ist.

00:10:58: Deswegen ist das okay dass diese Qualität halt das oder das mit mir macht.

00:11:05: Eine

00:11:07: andere Möglichkeit finde statt mit Ruhe zum Beispiel in die klasse zu starten bewegung voll wenn ja manchmal ist es vielleicht irgendwie Kommen wir so eine tendenz wahrnehmen was in der gruppe jetzt gerade so gebraucht wird.

00:11:24: aber das kann natürlich auch ein trugschluss sein weil wer auch schon grade gesagt haben heißt nicht immer dass das was nach außen gezeigt wird auch den inneren zustand so widerspiegelt, ne?

00:11:32: Aber man kann ja unterschiedliche dinge auch anbieten oder einfach nur für uns selbst Die zuhören.

00:11:39: wenn es eben kein Gruppenunterricht ist, sondern wir für uns irgendwas suchen.

00:11:42: Was wie wir uns regulieren dann muss das nicht heißen dass das irgendwie ist.

00:11:48: ich liegt jetzt zu Hause auf dem Sofa und entspanne mich, sondern es kann auch sein ja was weiß ich?

00:11:55: Ich gehe feiern ich gelaufen.

00:11:57: also man kann das mit wirklich jeder ex-belebigen Tätigkeit eigentlich füllen solange die Intention dabei nicht ist Schreibe schreibe

00:12:09: über kontrollieren

00:12:11: das gefühlt.

00:12:11: und gerade vielleicht aus dem freeze modus wenn ich vielleicht von mir weiß dass sich dazu neige tendenziell eher in diesen immobilien zustand zu geraten oder weiß in welchen situationen das passiert dann ist es da gar nicht immer angesagt.

00:12:26: also das so dieses in ruhe kommen kann man auch nicht pauschal sagen müssen wir uns für alle für uns individuell rausfinden.

00:12:34: aber es ist vielleicht ja noch mal Wenn ich aus ... ja, so fight and flight Modus quasi komme.

00:12:43: Und wenn ich aber schon im Freeze-Modus bin, brauche ich vielleicht erst mal ein bisschen mobiles Bewegung, somatische Übungen?

00:12:50: Ja!

00:12:52: Genau...

00:12:53: Ja, und ich glaube da ist dann halt einfach die Aufgabe eines Teachers am Anfang der Klasse halt vielleicht auch so ein bisschen den reinzuspüren.

00:13:02: So ein bisschen zu checken wie es gerade so die allgemeine Stimmung um einfach zu wissen hey starte ich mit was aktiven oder lasse sich die Leute mal kurz liegen und ihre Atmung irgendwie ankommen in der Atmungen.

00:13:14: Es kann ja auch Ruhe.

00:13:18: Vielleicht halt nicht diese Worte benutzen wie Wir kommen jetzt in die Ruhe.

00:13:25: Also so Floskeln halt, benutzen wo eigentlich so eine Intention hintersteckt, die niemand sofort ... also die einfach schwer ist zu erreichen.

00:13:34: Mhm,

00:13:34: ja.

00:13:34: Was haben wir denn noch auf der Liste?

00:13:36: Langsam ist immer Nervensystem freundlich.

00:13:40: Nee!

00:13:41: Genau, da ist ja so ein bisschen die Frage für wen.

00:13:44: Es ist Langsamkeit sicher und für wen nicht.

00:13:46: Für mich nicht.

00:13:47: Das kann ich auch nicht.

00:13:48: Ich hab noch wieder festgestellt, ich habe eine kurze Pure-Eye-Session gemacht mit meiner Mentorin.

00:13:54: Und da hab' ich ne Technik gemacht und dann setzte die Lauf danach und hab' mich so gemerkt, boah, ich bin immer noch voll schnell unterwegs und pamm, pamm!

00:14:06: Noch mal Technik, nochmal Technik... Dann wurde ich immer langsamer im Gehen weil das Nervensystem halt überhaupt die Möglichkeit hatte Geschwindigkeit rauszunehmen.

00:14:16: So Hätte ich mir jetzt gesagt, das wär doch mal langsam.

00:14:21: Lauf mal langsamer!

00:14:22: Das ging nicht.

00:14:23: Es ist faktisch einfach nicht möglich gewesen.

00:14:25: Mein System wollte es nicht.

00:14:27: und wenn man mal betrachtet wo die Menschen heutzutage eigentlich alle sind wir sind in schnell Wir sind in Aufmerksamkeit Spanne ist nicht mehr lang gibt mir bisschen nur drei Sekunden Videos so wie sind in.

00:14:38: Ich mach Einkaufslüste kocht parallel und fütter auch noch den Hund.

00:14:45: Also, dann ist es eigentlich zu krass von dem Tempo und hundertundachtzig auf null runterzuschalten.

00:14:51: Sondern da brauchen wir auch wieder Zwischenstufen.

00:14:54: Dann ist Bedrohung angesagt?

00:14:57: Genau!

00:14:59: Was ich da auch immer ganz gut finde, beispielsweise wenn jetzt wieder bei einer Yoga-Klasse sind am Anfang der Stunde eine kurze Einheit für ein paar Minuten zu geben wo... Ja, wo körperliche Wahrnehmungsübungen passieren.

00:15:13: Wo ich nicht das Tempo vorgebe, sondern dazu anleite dass die Leute das in ihrem eigenen Tempo machen können und auch für sich gerade einmal feststellen können bin Ich grad super schnell unterwegs und irgendwie eher so ein Eile.

00:15:25: oder habe ich Lust es dynamisch zu machen?

00:15:28: Oder ist mir jetzt gerade nach totaler Langsamkeit oder so um das für sich einmal schon mal wahrzunehmen.

00:15:36: Und ich glaube, das habe ich schon mal an dieser Stelle gesagt.

00:15:38: Ich muss mir so unbedingt merken, dass du das immer in dein Klassen machst!

00:15:42: Ich mache das auch mit dem Fühlen.

00:15:44: Ich sage halt immer wie ist deine Teilchengeschwindigkeit gerade in dir?

00:15:48: Schnell langsam viel wenig.

00:15:52: aber es ist natürlich viel schöner wenn man das dann auch auf die körperliche Ebene überträgt und es halt auch körperlich integrativ erfahrbar macht.

00:16:03: Und ich glaube, das ist auch wichtig dass solche Sachen in Yoga-Klassen einfach heute immer stattfinden.

00:16:08: Wo die Menschen einfach auch In der Wahrnehmung eine Sensorik in ihrem Körper abgeholt werden und nicht einfach nur ein Bild von also Asanas transportieren.

00:16:18: ja Also diese sind ja Bilder in unserem Kopf weil es eine Figur ist eine Tourenübung Die in einer bestimmten Sache auszusehen hat so oder vermeidlich auszusehen hat und dadurch kommt natürlich auch nochmal wieder der Fokus weg von dem eigenen inneren Erleben.

00:16:36: Hinzu habe ich so gesehen, muss so sein!

00:16:39: Und das stärkt man dann natürlich noch mal durch so Wahrnehmungsübungen.

00:16:48: Ja wir gehen zum nächsten über.

00:16:51: Wir leiten ja häufig oder gerne auch im Yoga an und spülen oder spüren, die Aufmerksamkeit mehr nach innen zu richten und dabei könnte so der Eindruck entstehen.

00:17:04: Je mehr ich jetzt spüre, desto

00:17:06: besser.".

00:17:07: Und...

00:17:08: So leistungsmäßig?

00:17:09: Ja!

00:17:10: Genau.

00:17:11: Vielleicht merke ich es aber noch.

00:17:15: Ich glaube das habe ich voll oft

00:17:16: gehabt.

00:17:17: Ich auch.

00:17:18: Ich wollte ganz sagen, wenn ich war dann ganz oft das habe nach dem Motto, wenn ihr weint und euch freut heißt nicht dass ich mich auch irgendwie nicht freue oder so.

00:17:32: Aber bei mir ist dieser Kanal halt nicht so offen.

00:17:34: Das hab' ich auch manchmal im Yoga.

00:17:35: Wenn ich dann gesehen habe andere da fließen die Tränen im Schawassern oder so, dann dachte ich mal wieso ist das bei mir nicht so?

00:17:43: Ich will jetzt gar nicht sagen, dass da nicht irgendwas schief lief oder läuft aber es hilft ja nichts wir können uns ja nicht dazu zwingen ... alle Dämme brechen oder so, ne?

00:17:56: Sondern... Hey!

00:17:57: Was

00:17:57: ist denn

00:17:57: einlassen?!

00:17:59: Genau.

00:18:00: Das Gleiche gilt ja auch in die andere Richtung.

00:18:02: also mehr spüren ist nicht immer besser wenn nach oben auch kein Ende ist.

00:18:06: wir wollen ja beim Yoga eher einen Zustand von Balance und nicht in eine super intensive ähm ... ... kleinere Gefühlswerte steigen

00:18:14: Ja voll und ich frag mich halt auch ob ... ... einen fühlen und einen spülen nicht auch einfach leise sein darf.

00:18:31: So, dann werden wir jetzt nochmal wieder anknüpfen an das was wir in unserer letzten Folge über Regulation gesagt haben.

00:18:41: Das kann ja auch kontrolliertes Fühlen sein

00:18:45: oder dosiert

00:18:45: vielleicht.

00:18:46: Ja

00:18:47: also auch um anzuerkennen dass das System auch das zulässt, was grad irgendwie möglich ist.

00:18:53: Und es muss dann gar nicht mehr sein oder weniger.

00:18:55: Ja

00:18:55: und das finde ich eigentlich total schön wenn ein Teacher oder eine Yoga-Lehrerin mir den Raum dafür eröffnet dass das sein darf.

00:19:07: also Ich weiß gar nicht so ein konkretes Beispiel aber einfach dass mir das Gefühl gibt ich muss jetzt hier nicht performen empfüllen, sondern schau mal einfach was da ist.

00:19:24: Und ich finde es auch gut noch einmal zu hören ja vielleicht ist er auch gerade erstmal nichts?

00:19:29: Ja

00:19:30: genau!

00:19:30: Dann ist das auch okay.

00:19:31: Voll weil mir geht's so und wahrscheinlich auf vielen anderen.

00:19:37: der Alltag erfordert ja manchmal dass wir halt viele im Außen sind und dann um zu switchen Gelingt vielleicht auch nicht immer.

00:19:45: Und um da nicht mit dem Gefühl von, jetzt hab ich's ja nicht so gut gemacht oder es geht halt nicht darum, diese Komponente rauszunehmen?

00:19:51: Genau und was ich hertoll finde ist ein Body-Scan weil der lenkt dann einfach das Fühlen und Spüren auf bestimmte Körperstellen.

00:20:03: Das heißt, es ist ein begrenzter Ort, dass es nicht viel... Also ich muss jetzt nicht irgendwie in meinen gesamten Herz Bauch und Körperraum reinfühlen sondern ich habe halt nur einen Fuß.

00:20:14: Dann

00:20:14: kann ich einfach mal schauen, was ist denn da so ein Fuß los?

00:20:17: Und vielleicht ist da nichts los.

00:20:19: Ja cool!

00:20:21: So.

00:20:21: und vielleicht ist das total viel los.

00:20:25: Und

00:20:26: es sind so verankertes Fühlen.

00:20:29: Ja voll.

00:20:31: Ich meine jetzt denke ich gerade auch noch mal an das Cuing und ich mein das ist eine Stilfrage.

00:20:35: nicht glaube es gibt Menschen wo das total stimmig rüber kommt.

00:20:39: Aber für mich ist was wie irgendwie ... Ich spüre, wie dein Herzraum sich öffnet oder so was.

00:20:45: Boah, kein Ernst mit Anfang!

00:20:47: Könnte ich ausrasten?

00:20:49: Das sind so Worte, wo ich denke, ja du und deinen Scheiß-Herzraum.

00:20:53: Da kommst du mein aggressiver Zwerg hoch.

00:20:57: Dann kannst du es jetzt mal bitte lassen.

00:20:59: So auf der anderen Seite hat das natürlich etwas mit meiner eigenen Innenwelt zu tun.

00:21:03: D.h.,

00:21:04: da ist wenig Raum, um da reinzufühlen.

00:21:08: hart umkämpft quasi oder hart erfüllt.

00:21:11: Und dann ist es für einige Leute vielleicht total easy,

00:21:14: einfach den

00:21:15: Herz rauszuspielen.

00:21:16: Das ist ... Total.

00:21:17: und das Schöne ist aber wenn der Raum einfach für... Also ... Wenn das so keine direkten Aufträge sind also sowas wie Spür in deinem Herzraum.

00:21:32: So alles was so direkte Aufträge sein, bin ich mittlerweile irgendwie so ...

00:21:37: Ich glaube sogar, das ist fast ja die innere Haltung.

00:21:39: Wenn die Person, die das wirklich stimmig rüberbringen kann sich selbst auch dessen bewusst ist dass es vielleicht andere Menschen gibt bei denen das nicht so direkt überschwänglich kommt und so nicht ich glaube dann transportiert sie das wahrscheinlich auch selbst in der Formulierung vielleicht auch mit.

00:21:59: Ja voll.

00:22:03: Ein nächster Punkt ist so die implizite Annahme, die herrschen könnte das Atemarbeit automatisch reguliert.

00:22:13: Also quasi musste ich halt nur hinsetzen und irgendwie Pranayama Übung machen und dann gerätst du wieder in Balance?

00:22:20: Das ist

00:22:20: ja Blödsinn!

00:22:21: Also das kann ich jetzt aus zwei... Ich sage dass es blödsin und das sagt auch glaube ich sollten viele Yoga-Lehrer in nichts zu sagen weil Es gibt ja Atemübungen, die einmal aktivierend sind und es gibt Atem-Übungen.

00:22:42: Die halt eher in die Ballons führen so.

00:22:45: Und wenn ich jetzt ein System mit dem Fütter was eh schon viel da ist dann kommt er von dem noch mehr.

00:22:54: meine Annahme mein Prinzip das so unterrichtet versuche ich zu unterrichten.

00:23:02: Das heißt, ich versuche dem System irgendwas in der Dosis zu geben wo es ein Lern bzw.

00:23:12: eine Möglichkeit hat in Sicherheit in die Ruhe zu kommen.

00:23:20: weil meine Annahme ist wieder oben Die meisten Leute, denen an den Yoga-Klasse kommen, kommen aus einem Alltag zwischen Kind, Kegel, Freizeit und Job Beziehungen, Rollenschaften hier auch immer.

00:23:33: Das ist anstrengend, das ist sehr aktivierend.

00:23:37: Und wenn ich jetzt zum Beispiel auf diesen Zustand noch Bastrika, Kapalabati und Co.

00:23:43: drauf setze...

00:23:44: Ist alles auch aktivierende?

00:23:45: ...aktivierte

00:23:46: Atemtechniken, Pranayama-Techniken sind, dann verstärke ich ja das!

00:23:51: Dann kommen ja noch wenig ans Fühlen.

00:23:54: Weil Fühle passiert halt in Ruhe.

00:23:56: Punkt Also ich werde mich fühlen, wenn ich gerade zwischen Kindkägel, Job und Freundschaften versuche hin- und herzuhaffeln.

00:24:07: Das heißt es gilt eigentlich auch ein Gefühl dafür zu entwickeln was brauche ich jetzt grade?

00:24:14: Und genau das kann ja auch sein dass sich wiederum etwas sicher oder gut gewohnt anfühlt.

00:24:23: Deswegen ist geil finde.

00:24:25: Ja, ja klar.

00:24:26: Das ist mein Muster.

00:24:29: Und denke okay das bringt mich jetzt im Balance und das muss aber nicht automatisch der Fall sein.

00:24:37: Nee dann find ich es halt wieder.

00:24:41: der Raum total wichtig der halt kreiert wird von dem jeweiligen Joghallehrer in wo man sich dann vielleicht auch mit neuen Dingen beschäftigen kann.

00:24:53: Wie lange fand ich Wechselatmung kacke?

00:24:55: Ich hab immer nur ... Kapalabati gemacht.

00:24:59: So, weil ...

00:25:01: Weil kannte ich halt so.

00:25:03: Genau, kapalabatis ist ja auch in der Frier aber ... Ja, aber ... Aber,

00:25:06: genau!

00:25:07: Nur, was einer gesagt zu haben.

00:25:08: Voll.

00:25:09: Genau.

00:25:10: Aber halt aktivierende Atemtechniken.

00:25:14: Das würde ich jetzt heute nicht mehr machen.

00:25:17: Also klar, ich kann das Muster bedienen, dass er immer noch da war.

00:25:25: Ich kann jetzt damit umgehen, dass wenn die Wechselatmung stattfindet oder halt irgendwas sehr balancirendes regulierende ... Nee, regulierend will ich noch gar nicht sagen.

00:25:34: Es gibt einen Balancirende, mir einen Input in meinem System gibt, das er runterfahrend ist?

00:25:42: Dann kann ich damit um gehen!

00:25:44: Aber auch als Teacher war ich selber diese Erfahrung gemacht hab wie es sein kann und wie sich Schülerinnen fühlen können.

00:25:52: Wenn ich jetzt sage, du kommst gerade aus einem stressigen Alltag.

00:25:55: Jetzt machen wir erstmal eine runde Wechselatmung.

00:25:58: Und dann ist wieder cool, wenn so wie du das halt machst, erst mal ne Wahrnehmungsübung zu machen und die Leute überhaupt den Körper zu bringen oder zu orientieren.

00:26:08: Zu sagen was passiert denn hier eigentlich?

00:26:11: Dann können Atemtechniken vielfältig stattfinden.

00:26:16: Darf ich dich das fragen?

00:26:17: Du hattest doch auch mal, das weiß ich von dir.

00:26:19: Dass du mal eine Atem-Session hast, wo du gesagt hast – das war jetzt gar nicht im Yoga-Context – sondern wo du sagst, das war total ne andere Erfahrung, weil du dich da so sehr mit dir sozusagen verbunden haben

00:26:33: gefühlt

00:26:34: hast.

00:26:34: Genau!

00:26:35: Kannst du noch einmal beschreiben oder magst du in dieser Stelle beschreiben was du da erlebt hast, was für dich auch anders war?

00:26:40: Ja, also das war eine Breathwork-Session mit Yesi.

00:26:43: Die ist ne Kundin von mir und macht gerade ne Breathwork Ausbildung.

00:26:46: Das möchte ich an dieser Stelle sagen.

00:26:49: Danke, Yesi!

00:26:53: Also erst mal war ich überhaupt bereit dazu.

00:26:56: Ich glaube, dass es...das ist das Wichtigste

00:26:59: so.

00:27:00: Ich war früher in meinem Breathwork existiert schon lange.

00:27:03: Das ist ja auch in unserem Kosmos schon lange präsent.

00:27:08: Es waren aktivierende Atemtechniken, halt viel durch den Mund ein und durch dem Mund ausatmen.

00:27:15: Wo ich erst mal sage so ne das ist ja böse.

00:27:21: Und ich habe aber gemerkt dass durch diese Art und Weise wie sie mich da durchgeleitet hat und es war halt auch wieder Musik ihre Stimme und des Tool.

00:27:30: Das ist ja das was ich aus dem Hatta Vinyasa Padampara Yoga kenne.

00:27:34: Wir haben die Musik wir haben halt unsere Mathe Wir haben die Lehrerinnen, Stimme und das Tool Yoga.

00:27:44: Das war im Prinzip auch so eine Zwei-Berge-Klasse sozusagen als Atemklasse.

00:27:49: Und es war richtig gut!

00:27:50: Ich habe gemerkt dass ich Dinge raus atmen konnte.

00:27:57: Wegschieben... Also aus mir raus verarbeiten integrieren

00:28:03: konnte.

00:28:03: Was glaubst du denn?

00:28:04: Was ist passiert?

00:28:07: Ich klingte so, als ob es jetzt nicht eine bestimmte Technik oder ein Tool war.

00:28:11: Sondern irgendeine andere Grundvoraus, die erfüllt war, dass du dich da quasi drauf einlassen konntest.

00:28:17: Vertrauen?

00:28:21: Kannst du dir vertrauen?

00:28:22: Weil ich mache mich da ja sehr vulnerabel und verletzlich.

00:28:29: Die Atmosphäre und das Setting haben wir in einer Bewegungsschule.

00:28:38: Offenheit... hatte halt auch eine Offenheit und ein gewisse Neugierde.

00:28:46: Und ich war aber in mir sicher, also ich hatte in mir generell die Sicherheit das was jetzt da passieren wird schon passen wird.

00:28:55: Ich hatte auch die Möglichkeit zu jedem Moment zu sagen nicht will nicht mehr reicht jetzt.

00:29:01: Also es war einfach einen Rahmen und einen Raum der für mich und mein Nervensystem so Ich sag mal, stimmig gestaltet wurde.

00:29:19: Dass ich mich da fallen lassen konnte.

00:29:22: Also so vor allem die Komponenten genau orientieren also vertrauen Sicherheit im Setting Orientierung Wahlmöglichkeiten zu sagen okay stop oder vorher reinzuspüren.

00:29:35: will ich das jetzt machen?

00:29:36: ist es überfordert oder nicht?

00:29:37: ein bisschen pausen Das ist ja schon auch ein kleiner teaser Das sind ja wichtige Komponenten auch beim Trauma informierten Unterrichten, wo wir auch nochmal eine Folge zu aufnehmen werden.

00:29:49: Aber schon mal so als kleine steile These in den Raum – Eine Annahme die wir haben könnten wäre Traumasensibel zu unterrichten heißt niemanden zu Trigern.

00:30:02: Was sagst du dazu?

00:30:05: Ist das überhaupt möglich und wenn ja was kostet das auch diesen Land?

00:30:10: Also ich finde, das hat ... Das hat wieder was mit Regulation und Kontrolle zu tun.

00:30:16: Und vor allen Dingen mit Verantwortung.

00:30:18: Ich als Teacher bin ja nicht dafür verantwortlich, was du fühlst.

00:30:22: Und ich bin noch nicht für deinen Trauma oder deine Traumata.

00:30:27: Was ich machen kann ist, ich kann einen Rahmen bauen in dem du dich mit den Paketen wie du kommst, sicher fühlzt!

00:30:39: Aber ich Kontrolliere ja nicht, wie du dich auf der Matte

00:30:47: fühlst.

00:30:48: Wegst.

00:30:50: Empfindest was da aktiviert wird oder so?

00:30:55: Es ist auch einfach völlig unkorrekt in der gesamten Klasse zu fragen und ... Was hast denn du heute?

00:31:03: Oder also nach speziellen Themen zu fragen.

00:31:10: Genau.

00:31:11: Also werde ich ja jetzt nicht sagen, boah, ich hab heute Morgen keine Ahnung ... Ich bin an die ... Beispiel ist mir nicht passiert aber ich bin an der Stelle vorbeigekommen wo ich einen starken Fahrradunfall hatte.

00:31:22: So.

00:31:23: Wäre ich ja nicht sagen?

00:31:24: Ja.

00:31:26: Da gehen wir auch noch

00:31:27: mal in den ersten

00:31:28: Folietiefer drauf ein.

00:31:29: Aber das heißt so es geht drum eigentlich auch dieses ... Wir können das vielleicht zusammennehmen mit.

00:31:35: als Lehrerin halte ich den Raum ne also... Ja!

00:31:37: Ja, ich halte den Raum aber eher den äußeren Raum des Settings, die Atmosphäre, die Rahmenbedingungen.

00:31:44: Gebe Orientierung und halte nicht den inneren Raum einer Person.

00:31:49: Ja das ist schön mit dem inneren und äußerem Raum.

00:31:52: Genau also ich übernehme nicht die emotionale Verantwortung dafür es natürlich glaube ich wünschen uns alle dass seine Person sich nach der Joachlasse besser fühlt als vorher.

00:32:02: wenn ich aber für die nötigen Rahmenbedienung gesorgt habe sich mit bestimmten Gefühlen und so weiter kommt, dann wer bin ich?

00:32:14: als dass ich überhaupt eigentlich mir einen Urteil darüber machen könnte ob das jetzt gut oder schlecht ist oder ich das verhindern sollte oder nicht.

00:32:20: Und gleichzeitig kann ich es ohnehin ja nicht kontrollieren plus ... immer mit dieser Bühne rumzulaufen, das auch noch bei zehn, fünfzehn, zwanzig Leuten sozusagen im Raum.

00:32:33: Voll anzugreifen und zu kontrollieren ist ja alles gar nicht möglich oder so.

00:32:37: von daher... Ich

00:32:37: find' es ist doch übergriffig!

00:32:39: Weil dann nehm ich ja…

00:32:44: Also ich

00:32:45: stöpe ja mein Wissen da sein was auch immer … Über den anderen Menschen sagt «Ich weiß es besser».

00:32:53: Oder ich kontrolliere das besser?

00:32:55: Oder ich….

00:32:56: also nee….

00:32:57: Das ist ja auch Fan-Up von der Hinderin Arbeit.

00:33:01: Die hat ja auch manchmal was damit zu tun, ob ich es selber aushalten kann oder nicht?

00:33:04: Klar!

00:33:05: Voll!

00:33:06: So bin ich hier auch.

00:33:10: Total also... Ich glaube das Aushalten ist das viel wichtigere.

00:33:21: Also diesen Schritt den ich davor leisten muss

00:33:25: Was ja auch was mit Verantwortung zu tun hat und das, was er damit begibt dass ich auch als Lehrerin für mich

00:33:32: Sorge

00:33:32: sorge und die verantwortung übernehme Und aber auch anderen zutraue.

00:33:38: Das für sich auch zu tun Ja

00:33:40: total

00:33:43: ja.

00:33:43: letzter punkt dieser Aussage oder auch annahme der körper weiß schon was gut ist.

00:33:50: Was ist, wenn der Körper gelernt hat sich anzupassen statt sich zu orientieren?

00:33:58: Ja dann bleibt er halt in seinem Muster und macht die Schleife immer wieder.

00:34:05: Dann renne ich weiter um mein Leben oder einen Flieh halt der Ruhe.

00:34:14: Und das natürlich gleichzeitig so ein sehr tricky Punkt voll weil grundsätzlich sehr richtige Annahme, also die Körperintelligenz mit der wir alle geboren sind sozusagen.

00:34:27: Die ist ja viel intelligenter als ich jetzt als Lehrerin irgendwie sein kann und wissen kann.

00:34:32: für XY ist das jetzt aber gut in fast... Ich fuß zehn Grad mehr nach rechts zu drehen oder sonst irgendwas?

00:34:38: Ich stecke ja nicht drin!

00:34:40: Ich habe mich die Vor-Erfahrung, also daher soll ich es wissen.

00:34:43: Also da so auf die Körper Intelligenz zu vertrauen finde ich was total wichtiges.

00:34:47: Total.

00:34:48: Aber auch durch.

00:34:50: Also wenn ich jetzt Körperinput und ich glaube, das ist für mich einfach ein ganz großer Teil meiner Arbeit.

00:34:56: Egal ob ich jetzt in einer Yoga-Klasse stehe oder in der Slingklasse oder in einer Pure Eye Einzel-Session so... Der Kern ist ja eigentlich dass wir dem Nervensystem und dem Körper einen anderen Weg anbieten.

00:35:13: Dass der Mensch dann halt fühlen und spüren darf.

00:35:16: wie fühlt sich dieser Weg denn an?

00:35:18: und dass das erst mal ungewohnt ist, volle Ordnung.

00:35:22: Dann geht man diesen Weg vielleicht noch ein zweites Mal, noch ein drittes Mal... Und dann kommt ja Sicherheit!

00:35:27: Dann kommt der Gewöhnung rein und der Körper ist anpassbar wie sonst.

00:35:31: was also?

00:35:32: warum haben wir denn unsere ganzen Kompensation Strategien?

00:35:35: Weil der Körper will, dass du atmest und gehst und redest

00:35:40: so.

00:35:42: Deswegen macht er das ja, deswegen geschenkt er uns ja.

00:35:46: Das eine und das andere damit einfach weiter genau diese essentiellen wichtigen Dinge wie gehen und reden um Sozialisationen und anderen Menschen halt betreiben zu können sozusagen und atmen damit wir überhaupt leben.

00:36:02: Und wenn wir dann jetzt einfach in einer Yoga-Klasse dem den Menschen einfach mal weisen nicht etwas anders machen Dann hat das ja auch etwas mit Neuroplastizität zu tun, also mit ihren Entwicklungen.

00:36:19: Struktur!

00:36:19: Mit Verfestigung und Flexibilität...

00:36:24: Der Körper

00:36:25: klar weiß der was gut ist.

00:36:27: aber er darf auch manchmal kurz in so einen Lernbereich reinkommen und darf auch einfach mal kurz einen Abzweig nehmen wo er sich vielleicht nicht so hundertprozent sicher fühlt.

00:36:41: Genau und unter ist ja auch wieder dieser kritische Punkt steckt da drin.

00:36:45: Bin ich noch an dem punkt dass meine körperintelligenz sich orientiert und führt?

00:36:51: oder Wurde mir diese körper intelligenz vorgegebener frühen siten genau so zu beziehung vor gegeben abtrainiert?

00:36:58: Und mache ich das was ich gelernt habe was ich machen sollte fühlen sollte Ja, oder was ich gelern habe.

00:37:04: Was ich sicher anfühlt ja.

00:37:06: also genau da sind pendeln zwischen Auch als leerer in Sowohl vielfältige Möglichkeiten anzubieten, dass Menschen so möglichst viele Dinge nochmal irgendwie ...

00:37:18: Erfühlen

00:37:19: oder erleben.

00:37:22: Vielleicht auch in irgendeiner Art und Weise zu versuchen das zu vermitteln.

00:37:26: Dass es diesen schmalen Grad gibt zwischen den verschiedenen Erfahrungszuständen Und aber gleichzeitig darauf zu vertrauen, dass diese Körperintelligenz da ist und auch wieder erweckt werden kann.

00:37:40: plus natürlich wenn jemand auch klar sagt, nee ich mach das jetzt aber so und so oder ich halte mein Knie wie auch immer würde ich mich da wahrscheinlich auch nicht drüber hin wegsetzen.

00:37:49: Ich kann es mal anbieten

00:37:51: von das

00:37:51: zu machen.

00:37:53: Meist du was ist größt?

00:37:54: Also da fallen wir jetzt gerade ein Beispiel an was man total schnell umsetzen kann.

00:37:59: also wir haben glaube ich alle irgendwann mal gelernt dass das Knie nicht übers Sprung gelenkt soll.

00:38:03: Also bloß nicht nach vorne!

00:38:06: So weil ja warum eigentlich?

00:38:09: Es ist

00:38:09: keine Gefahr.

00:38:11: Das ist unser tägliches Leben, wenn wir Treppen laufen haben wir das jeden Tag!

00:38:15: Das ist... Unser normaler Ablauf von Bewegung.

00:38:19: Da kommt das Knie halt über den Fuß vor.

00:38:22: Ja

00:38:22: ich glaube es geht auch im Zentrum dass nicht jeden Tag neunzig Minuten zu

00:38:25: machen.

00:38:25: Weiß' ich.

00:38:26: Aber Niemann steht in einer Yoga-Klasse neunzig Minuten mit dem Knie über dem Sprunggelenk nach vorne.

00:38:33: So.

00:38:34: aber was passiert bei den Menschen?

00:38:36: Wenn man jetzt in einer Yoga-Klasse sagt, schiebt dein Knie nach vorne.

00:38:41: So, weiß ich nicht, Krieger eins oder so?

00:38:43: In einem langen Krieger.

00:38:44: Dann ist das erst mal so... Es kann man in den Gesichtern genau sehen!

00:38:48: Also es ist ja dann ... Ich gib mir da einen Snippet rein und sag So, wir machen jetzt mal was anderes.

00:38:53: Das ist ja wie so ein Aufweckungsprozess.

00:38:55: Dann gibt es einige die machen das einfach?

00:38:57: Dann gibt's andere die sagen nee, das wurde mir verboten!

00:39:00: Das geht aber nicht weil mein Knie mal nenne.

00:39:02: Die fängt an der Kopf anzudenken und dann aber wirklich alle einzufangen uns zu sagen Wir benennen jetzt mal den Elefanten.

00:39:08: Ja es ist komisch ne?

00:39:10: Uns wohl immer gesagt das sollen wir nicht.

00:39:11: Lass uns das doch jetzt mal ausprobieren.

00:39:13: Einatmen schiebt das Knie nach vorne.

00:39:16: Ausatmungstrick ist doch einfach mal wieder.

00:39:18: Schau mal was passiert Wie fühlt sich das an Und da dann einfach wirklich reinzugehen und in diesen Fühlkomplex zu kommen.

00:39:26: Oder kann man ja selber noch nach dem Fühlen entscheiden, ob sich das Dorf oder gut anfühlt?

00:39:31: Aber nicht weil irgendwer gesagt hat, meine Körperintelligenz heißt jetzt ich darf meinen Knie nicht mehr übers Sprung über den Fuß nach vorne schieben.

00:39:46: Ja.

00:39:46: Ich glaube ... Das

00:39:49: finde ich wichtig!

00:39:53: Damit sind wir schon am Ende.

00:39:55: Cool!

00:39:56: Schreibt uns gerne in die Kommentare, welcher impliziten Annahmen wir noch vergessen haben und welche ihr so denkt, wie die noch kursieren.

00:40:06: auch gerne eure Meinung dazu.

00:40:07: oder wenn ihr denkt so boah ne seh ich völlig anders.

00:40:10: hauts rein

00:40:11: genau.

00:40:13: Wir kommen mit euch in die Diskussion

00:40:16: Und damit haut auch ihr rein.

00:40:17: Yes Bis zum nächsten Mal

00:40:20: Ciao.

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