#9 Lernen oder leisten: Zwischen Selbstoptimierung und echter Entwicklung
Shownotes
🧠 Takeaways dieser Folge:
- Lernen ist nicht gleich Leistung – und oft sogar das Gegenteil davon.
- Es gibt drei Ebenen von Lernen: motorisch, Wahrnehmung und Erkenntnis.
- Fortschritt ist häufig nur auf der sichtbaren Ebene messbar – nicht auf der inneren.
- Dein Leistungsmodus kann sich wie Sicherheit anfühlen – und genau deshalb blockieren.
- Wahrnehmung und Erkenntnis brauchen Offenheit – nicht Kontrolle.
- Entwicklung passiert oft dann, wenn du Dinge anders machst als gewohnt.
- Weniger machen kann für manche der eigentliche Entwicklungsschritt sein.
- Ein gesundes Verhältnis zu Leistung bedeutet nicht, sie komplett abzulehnen.
🧘♀️ Mini-Impuls: Beobachte dich in deiner nächsten Einheit:
👉 Wo versuchst du besser zu werden? 👉 Und wo könntest du einfach mal weniger machen?
Vielleicht liegt genau dort dein nächster Schritt.
In dieser Folge sprechen wir über: 00:00 – Intro & Einstieg ins Thema 00:52 – Lernen vs. Leistung: Das Spannungsfeld 03:02 – Yoga, Social Media & Messbarkeit 07:02 – Was wir wirklich messen – und was nicht 11:02 – Die drei Ebenen von Lernen 14:02 – Verbindung zu Sicherheit & Nervensystem 19:02 – Der „Leistungsaffe“ im Training 24:02 – Warum weniger machen Entwicklung sein kann 28:02 – Komfortzone vs. Entwicklungsbereich 32:02 – Rolle als Teacher: Raum vs. Leistung 36:02 – Persönliche Muster & Lernen 41:02 – Leistung verteufeln? Oder integrieren? 43:02 – Offenes Ende & Reflexion
Transkript anzeigen
00:00:00: Okay, let's go!
00:00:14: Hi.
00:00:20: Ich muss
00:00:30: immer schmutzeln mit unserem Intro ey.
00:00:35: Schön ey.
00:00:36: Manches ist etwas improvisiert ne?
00:00:38: Ja.
00:00:40: Egal Es ist authentisch darum geht es.
00:00:46: Ja, heute geht's nochmal um Lernen und Leistung und Selbstoptimierung und alles was damit zu tun hat.
00:00:57: Genau!
00:00:58: Wir haben ja beim letzten Mal in der Folge drüber gesprochen wie weit Sicherheit und Lern im Verhältnis zueinander stehen ob es da ein Spannungsfeld gibt wenn ich zu sehr In der Komfortzone bleibe vielleicht zu stark eher in so ein Rückzug gehe oder mich schone und haben mir eigentlich auch so ein bisschen dazu ermutigt, diesen Bereich irgendwie einen wenig mehr Aussekundschaften zwischen Komfortzone und leichter Irritation.
00:01:29: Und
00:01:30: Entwicklungsbereich?
00:01:31: Genau!
00:01:31: Den Entwicklungs-Bereich.
00:01:33: Auch da wollen wir natürlich heute noch mal so ein bissel ich weiß gar nicht ob kritisch doch vielleicht schon drauf schauen Und uns noch mal die Frage stellen, ja.
00:01:42: Müssen wir uns denn permanent entwickeln oder müssen wir permanent lernen?
00:01:46: Das ist ja etwas was in unserer Leistungsgewellschaft allgegenwärtig ist und somit auch der Begriff Lernen manche Assoziationen auslösen kann, die eher in Richtung Fortschritt.
00:02:00: also ich muss vielleicht besser werden oder Ich muss was leisten!
00:02:04: Ich muss mich optimieren, dass wir das damit
00:02:07: haben.
00:02:10: Und jetzt kommen wir ja beide aus dem Yoga.
00:02:12: Ich glaube, dafür ist es noch mal extrem wichtig das zu sagen.
00:02:19: Darum geht's ja gar nicht im Yoga.
00:02:22: Das ist eigentlich ein ganz anderer Weg den wir da verfolgen.
00:02:24: und trotzdem in modernen Yoga gibt's dann häufig eine Verwechslung.
00:02:30: Genauso können wir das aber auch auf andere Kontext übertragen – auch im Krafttraining usw.
00:02:37: Vielleicht auch plakativ irgendwie um Fortschritt und mehr Gewichte usw.
00:02:41: Und gleichzeitig, so wie du Krafttraining ja auch lebst und weiter vermittelt stecken da ja so viele andere Komponenten drin die Entwicklung auf anderen Ebenen ermöglichen Die sich jetzt nicht nur dadurch messen lassen.
00:02:53: wird jetzt mein biceps größer oder Pack ich mir jede Woche irgendwie Null?
00:02:57: Komma fünf Kilometer drauf?
00:02:59: Ja voll Absolut.
00:03:03: Ich meine ich glaube dass diese dass dieses Spannungsfeld zwischen was tue ich für mich und was ist am Ende für Außen, für Wachstum,
00:03:19: für
00:03:20: besser Aussehen, schneller sein, gesünder sein.
00:03:26: Dass das halt sehr weit gestreut ist und sehr breit ist.
00:03:32: Und ich glaube, dass es in der heutigen... also heute mit den ganzen Social Media Kanälen die wir alle haben mit den ganzen Medien, die wir einfach konsumieren können.
00:03:44: Super schwierig ist sich da wirklich bei sich zu bleiben.
00:03:50: und du sprach das ja eben Yoga an.
00:03:53: Ich mein, Yoga ist ja alles... Also das wurde vor vielen von tausenden Jahren als Konzept halt entwickelt bzw.
00:04:01: ist gewachsen.
00:04:02: Da gab es halt kein Instagram da hat man kein Foto von einer Position gemacht und dann gesagt so muss die aussehen So da waren halt... Da war halt dann die persönliche Arbeit mit einem Yoga-Lehrer oder also Ja, Yoga Lehrer kann man da glaube ich sagen war halt das Ausschlaggebende und wie ich meine, ich sag mal spirituelle und geistig meditative Entwicklung gemacht habe.
00:04:32: Da ging es ja gar nicht so sehr um Assana und Co.
00:04:35: Und... Das was mit dem Yoga einfach in den letzten Jahrzehnten passiert ist, so ich würde sagen ab den Achtzigern zunehmend und wahrscheinlich sind wir jetzt gerade auf einem Peak wo's vielleicht sogar gerade wieder am Kippen ist, ist ja das es eigentlich nur noch darum ging irgendwie Yoga zu benutzen um einen Lifestyle zu optimieren und... Das ist es halt nicht.
00:05:06: Ja total!
00:05:08: Und ich denke auch mit dass wir in der heutigen Zeit irgendwie sehr auch in Messbarkeit unterwegs sind.
00:05:16: also natürlich Kapitalismus als System dahinter.
00:05:20: natürlich kann ich messen, wie viel Geld ich damit verdiene.
00:05:24: Als Yoga-Lehrerin?
00:05:25: Ich kann aber auch relativ schnell... Also das ist viel einfacher diesen vermeintlichen Fortschritt an äußeren Dingen wie Beweglichkeit.
00:05:35: Ich kann ja relativ leicht sehen, komme mich jetzt tiefer in der Vorbeuge oder bleibe immer noch aufrechtsitzen oder kann ich jetzt ein Handstand oder kann.
00:05:43: Das ist auf den ersten Blick eigentlich zu erfassen.
00:05:47: Und auch braucht man nicht viel Hintergrundwissen, es ist wenig komplexer können die meisten Leute dann vermeintlich sehen ach ja guck mal da ist dieser Fortschritt und wir messen aber natürlich da vielleicht nicht die richtigen Dinge und auch nicht mit den richtigen Instrumenten.
00:06:03: Aber das ist etwas wo in unserer modernen Gesellschaft einfach viel Wert drauf gelegt wird.
00:06:08: sowas was ich mit einem blick erfassen kann irgendein foto gerne irgendwas Spektakuläres, sodass gerade diese Arsana-Komponente sich dann ja auch gut eignet um die rauszuziehen und da ja den Fortschritt daran zu messen dass ich beweglicher werde das ich komplexere Position mache oder eben auch so eine spektakulaire Praxis irgendwie für mich entwickelt.
00:06:37: Total!
00:06:40: Ich denke da gerade so drüber nach, also ich hab ja ein Unternehmen und es geht auch da immer um Messbarkeit nicht.
00:06:46: Aber Sichtbarkeit die irgendwo ran ja messbar gemacht wird Und ich tue mich zum Beispiel total schwer damit Kundenstimmen zu veröffentlichen Also den Kunden vor die Kamera zu packen oder eine Kunde uns sagen hier mach mal sag mal wie toll das alles ist.
00:07:08: Also erstmal ist das ja super individuell, zweitens geht es mir gar nicht so sehr darum irgendwie so einen Flex zu haben nach außen.
00:07:19: Sondern dass das viel schönere ist eigentlich wenn einfach eine Kundin zu mir kommt und sagt Paulina mein Sohn der war letztens so anstrengend und ich merke einfach dass das Training bei dir mich resilienter macht.
00:07:35: Ich konnte einfach viel gechildert in diesen Situationen zu reagieren.
00:07:38: Und es sind halt nicht, ich kann jetzt zehn Kilo heben oder achtzig?
00:07:44: Nee!
00:07:46: Ich bin resilienter mit meinem Sohn und das sind halt so Ziele.
00:07:51: oder ja... Einfach Outcamps die total schön sind, die wir auch alle als Schönen bezeichnen.
00:08:02: Was aber für die wenigsten Punkt ist, warum sie jetzt plötzlich zu Bahu gehen würden?
00:08:08: Da würde ich ein Fragezeichen dran machen.
00:08:10: Würdest du gut ausschlachten und sagen hier kommt's zu BAHU dann kannst du besser mit deinen anstrengenden Kindern umgehen.
00:08:16: Ja
00:08:16: okay, klar.
00:08:19: Aber so rauf ich hinaus will ist das füttert halt weniger dieses Leistungssystem Das geht ja eigentlich davon weg.
00:08:35: Ja, stimmt den Punkt sehe ich genau
00:08:38: und das meine ich.
00:08:40: Und wir hängen halt im Prinzip alle immer wieder in dieser Leistungsspirale und so sehr ich auch nicht möchte dass er nicht auf der Yoga Mathe stehe keine Ahnung Vorbeuge fühlt sich so und so an einen Trikonassasso.
00:08:59: Ich fühle, wo bei mir Schluss ist und mein Gehirn sagt trotzdem na aber so.
00:09:05: Und ich glaube es ist so schwierig aus dieser Leistung Selbstoptimierungsvergleich etc.
00:09:13: Spirale einfach rauszukommen und ab dem Punkt bin ich ja überhaupt nicht mehr im Modus lernen zu können.
00:09:22: dann denke ich nur noch darüber nach wie sieht meine Nenene aus?
00:09:28: Kann ich endlich acht Kilo heben anstatt von sechs?
00:09:32: Was auch immer.
00:09:33: Ja, das ist die eine Komponente, die drinsteckt in deinem Beispiel.
00:09:38: Dass es da eben um diesen Weg nach innen geht und nicht um nach außen was zu repräsentieren und zu zeigen.
00:09:48: hier jetzt habe ich zehn Stunden investiert.
00:09:49: Das war mein Outcome cool!
00:09:53: Und der zweite Punkt ist dieses klassische ... nicht so stark zielorientiert, sondern prozessorientiert unterwegs zu sein.
00:10:03: Weil ich denke schon du kannst das ausschlachen und kannst es auch auf uns sagen So hier dann könnt ihr jetzt alle besser mit euren Kindern umgehen.
00:10:11: nur das kannst du ja im Prinzip nicht versprechen Und im prinzip geht's beim joga gar nicht drum das ergebnis Im blick zu haben und zu denken so ich mache jetzt yoga damit ich besser mit meinem kind umgehen kann.
00:10:23: Sondern auch das, selbst wenn es mehr schon mal etwas weniger oberflächlich ist als zu sagen ich will jetzt irgendwie mich über meine Beine ablegen können in der Vorbeuge.
00:10:34: Aber was genau unser Weg nach Innen ist und was unser Erkenntnisweg ist, steht ja nicht vorher drauf.
00:10:40: also das ist ja auch die Schwierigkeit.
00:10:42: wenn du jetzt rausgehst sagst hier ihr zehn Mütter werdet jetzt alle besser mit euren Kindern umgehen können.
00:10:48: Es kann ja sein, dass für jede einzelne Person der Weg dahin ganz anderer ist.
00:10:55: Vielleicht auch das Outcome ein anderer ist?
00:10:56: Das Tempo ist unterschiedlich weil es eben letztlich eigentlich einen Weg von Selbsterkenntnis ist und er ist halt nicht so vorgezeichnet, dass wir ihn direkt mit einem Ergebnis irgendwie labeln können und das verkaufen können.
00:11:10: Ja also du hattest das als Erkenntnis lernen bezeichnet und das ist es ja.
00:11:17: Also es ist ja ein Lernen auf einer tieferen Ebene, wo wir halt in die Erkenntnis von etwas kommen.
00:11:26: Da
00:11:26: geht's ja jetzt nicht darum dass ich Trikonasana besser kann oder plötzlich eine zwanzig Kilo Handel heben kann sondern die Erfahrung, die ich da mitgemacht habe wie die Mutter, die sagt hey ich kann als Resilienter mit meinem Kind umgehen.
00:11:41: Genau, vielleicht können wir das auch nochmal so ein bisschen aufdröseln.
00:11:45: Ich nehme jetzt mal Yoga-Unterricht, dass wir da auf verschiedenen Ebenen lernen können und es ist ja durchaus eine völlig legitime Komponente im Yoga Unterricht zum Beispiel sich technisch zu entwickeln oder motorisch.
00:12:02: Das haben wir beim letzten Mal auch besprochen.
00:12:05: Es ist cool wenn ich neue Bewegungsspielräume für mich entdecke ... an etwas arbeite und zum Beispiel, das wäre jetzt Krafttraining aber irgendwie auf einmal die fünf Kilogramm Handel heben kann.
00:12:22: Und mich auch im Alltag kräftiger fühle.
00:12:24: Also ich kann Koordinationen Balance irgendwie weiterentwickeln also diese Ebene von technischem oder motorischen Lernen ist ja durchaus auch im Yoga Unterricht vertreten.
00:12:35: dann haben wir aber auch so ein Wahrnehmungslernen Wir haben es beim letzten Mal mit Proprezeption auch teilweise beschrieben, also dieses nach innen zu gehen und ins Spüren zu kommen.
00:12:49: Zum Beispiel über den Atem den wahrzunehmen oder unsere muskuläre Anspannung wahrzunnehmen uns im Raum irgendwie zu orientieren und letztlich auch feiner werden zu werden in der Bewegungswahrnehmung.
00:13:05: das ist ja eine Ebene von Lernen im Yoga.
00:13:09: Und dann gibt es aber auch noch dieses Erkenntnis lernen, dass ich etwas über mich lerne.
00:13:14: Also gar nicht nur in dem Moment was nehme ich jetzt wahr?
00:13:16: sondern vielleicht auch diesen Weg.
00:13:21: ja vielleicht stehe ich auf einem Bein und fall aus der Position raus und merke oh krass das fühlt sich nach Kontrollverlust an!
00:13:29: Das finde ich schwierig.
00:13:31: oder was löst das denn bei mir aus?
00:13:34: Ich merke woher Herausforderungen sind.
00:13:38: Vielleicht bin ich körperlich zu irgendeiner Aserna in der Lage, aber mental gibt es eine Blockade oder ... Ich finde immer die gleichen Position scheiße weil ich ein bestimmtes Gefühl bekomme.
00:13:50: Damit kann man ja dann auch weiter arbeiten.
00:13:54: Total.
00:13:55: und also diese drei Ebenen des motorisches Lernen, körperliche Motorisches Lern, Wahrnehmungslernen und dann Erkenntnislernen Gibt es ja nicht nur im Yoga, die gibt es ja im Prinzip in allen Bewegungsbereichen.
00:14:09: Und wie wir das beim letzten Mal halt auch gesagt haben, dass ist jetzt egal ob das Judo, Tennis, Fußball, Hockey oder Eisstock schießen sind.
00:14:20: Überall finden im Prinzip diese Ebenen parallel statt und werden uns dann nochmal wieder die Ebenenden der Sicherheit aus der letzten Folge hervorrufen wo es halt einmal um die körperliche Nervensystemische und auch psychische Sicherheit geht.
00:14:39: oder hatten wir psychologische Sicherheit, hatten wir gesagt.
00:14:44: Die Ebenen laufen ja auch noch wieder nebenher genauso wie Raumbeziehung
00:14:49: etc.,
00:14:49: pp.
00:14:49: Wir führen jetzt hier gerade so ein bisschen zusammen was wir uns in den letzten Folgen vielleicht auch so ein bißchen erarbeitet beziehungsweise versucht haben zu erklären.
00:15:02: Ich glaube, dass dieser Leistungsaffe – ich nenne den immer Leistungs-Affel in meinem Kopf – ganz besonders da ist.
00:15:17: Wenn es um ein motorisches Lernen geht so ach, kann das doch besser und das muss doch irgendwie noch gehen?
00:15:23: Weiß nicht!
00:15:23: Das stelle ich auch einfach mal als Frage in unseren Raum.
00:15:29: Gibt es irgendeine Ebene wo dieser Leistungs- affe stärker vertreten ist.
00:15:35: So, weil am Ende ist er da, nimmt der ja ganz vielen Ebenen Raum und verhindert ja eigentlich dass das Lernen überhaupt umfänglich möglich ist.
00:15:48: Stelle ich jetzt als Hypothese mal uns hier so in den Raum?
00:15:51: Ich frage mich gerade verhinderte er das also auf?
00:15:54: umfenglich ist glaube ich das stichwort
00:15:57: Ja
00:15:57: es kann ja auch durchaus sein ich denke jetzt mal laut schon auch ein Antrieb sein kann, wo ich mich auf Ebenen verbessere und entwickle.
00:16:13: Also gerade natürlich auf dieser Ebene technisches Motorisches lernen – auf jeden Fall ist das ja ein total starker Antrieb!
00:16:19: Wenn dieser Leistungsaffe mir sagt wird besser, die Zeit, die Kraft all das irgendwie besser investieren um die nötige Ausdauer auch an den Tag zu legen, so durchzuziehen.
00:16:37: Also auf der Ebene kann das ja durchaus ein Antrieb sein.
00:16:42: Auf der Ebense von Wahrnehmung ist die Frage ob wir... Das ist eine
00:16:48: Kontrolle!
00:16:49: Genau da schränkt es
00:16:50: natürlich
00:16:51: eher ein.
00:16:55: Also wenn wir dann zustark irgendwie auf eine Sache fokussiert sind, auf das Ergebnis oder auf diesen Fortschritt dann wird es sehr enger und der Wahrnehmungsraum wird kleiner.
00:17:09: Von daher würde ich denken dass es dem Wahrneemungslernen eher ein Stück weit entgegen steht und den Erkenntnis lernen über sich sozusagen auch das erfordert ja eine gewisse Offenheit.
00:17:23: Ich kann ja durchaus nebenbei an vielleicht ist das ein gutes Beispiel?
00:17:26: Ich will unbedingt Handstand lernen weil Das habe ich auf Insta gesehen und zehn andere können das auch.
00:17:33: Und jetzt nehme ich mir das
00:17:34: auch vor, ja.
00:17:38: Ich weiß nicht ... Ob das denn im Wege steht?
00:17:43: Ich kann ja durchaus vielleicht merken, okay an der Stelle halte ich fest, entweder hat es technisch oder im Kopf hab ich gerade diese oder jene Befürchtung.
00:17:59: also das würde ich schon denken dass sich das aus diesem Prozess mitnehmen kann.
00:18:04: Ich glaube, die Frage ist eher was mache ich dann daraus?
00:18:06: Welche Schlussfolgerungen... Also die Schlussfolge sind wieder nicht so offen finde ich wie sie vielleicht eigentlich die Idee ist, wie Sie sein sollten weil dann würde ich ja immer denken ah da muss ich mich mehr anstrengen oder da muss sich daran oder das beheben oder so.
00:18:20: Ich glaub das Wichtige ist dass wir das Nervensystem da halt wieder mit einem beziehen und seine Muster und ich meine am Ende fütter Körper lernen, das motorische Lernen fütter ich ja auch durch mein autonomes Nervensystem.
00:18:41: Und wenn ich jetzt die ganze Zeit nur am leisten, leisten, leisten bin dann ist mein autonomisches Nervenystem eigentlich ganz schön gestresst.
00:18:56: so.
00:18:57: Ich glaube, das ist wieder auch eine Frage dann von Effizienz.
00:19:01: Viele Leute sind ja auch sehr leistungsfähig in einem permanenten Survival-Modus.
00:19:06: Aber
00:19:06: die Frage ist gesund?
00:19:08: Ist gesund!
00:19:08: Das ist eine ganz andere Frage und ich glaube es kostet dann viel Disziplin und Kraft und so immer wieder dran zu bleiben am Training Und wir lernen vielleicht dann auch... Wir haben ja in der letzten Folge auch gesagt, manchmal braucht es auch Irritation oder Fehler wo Informationen drin stecken.
00:19:26: Wenn ich da natürlich eher verbissen dran gehe und die vermeiden will und die Perfektionssuche, dann habe ich vielleicht auch manche wichtige Informationen auf diesem Weg.
00:19:36: sowas komplexes wie Handstand zu lernen fehlen mir dann.
00:19:40: Und dann brauche ich vielleicht insgesamt viel länger Weil ich denke, ich muss Kraft aufbauen oder ich muss noch mehr Sit-ups machen.
00:19:49: Vielleicht ist das aber gar nicht mein Weg in dem Moment, sondern vielleicht braucht es dann doch mehr Loslasten an der einen oder anderen Stelle oder was auch immer?
00:19:56: Ja, die Irritation ... Ich kenne ja diesen Leistungsaffen!
00:20:01: Ich
00:20:03: kann auch den Wunsch Handstand zu können und gut werden.
00:20:08: So, Handstand und am besten noch Laufen auf den Händen.
00:20:14: Auf jeden Fall, ich weiß gar nicht mehr worauf ich hinaus sollte.
00:20:19: Jetzt musst du einmal überbrücken.
00:20:21: wie ist der Gedanke verloren gegangen?
00:20:25: Was wollte ich dann sagen?
00:20:27: Guck mal das hat nur auch noch nicht im Podcast wo ich es verloren habe.
00:20:33: Ach doch so weiss ich wieder!
00:20:35: Die Irritation für mein Leistungsaffen wäre ja das Gegenteil.
00:20:42: Langsamkeit nicht den Handstand üben.
00:20:47: Drei Tage Pause, keine Sit-ups!
00:20:51: Das wären die Irritationen.
00:20:53: und da findet dann das Erkenntnis lernen, das Wahrnehmungslernen und vielleicht auch sogar motorisches Lernen statt.
00:21:00: Sofern nicht nur dein Leistungsaufwirt das jetzt lernen will um sich darin zu verbessern sondern dein ganzes System damit dabei ist?
00:21:15: Ich glaube halt, dass Leistung auch Komfortzone ist.
00:21:21: Wenn also Komfortzone heißt ja das was ich kenne.
00:21:25: Das ist das was sich gut kann!
00:21:28: Dass es das wo ich mich auskenne.
00:21:30: Das... das ist Sicherheit.
00:21:33: Das is zu Hause.
00:21:36: Das Is Home.
00:21:38: So wenn mein Zuhause jetzt ist Handstandtraining, dann gehe ich noch joggen und weiß nicht hab auch noch meine Workout-Routine oder irgendwie sowas.
00:21:54: Und das wiederhole ich immer wieder so und merke aber weiß nicht ob sie mir mich jetzt noch mehr gibt da noch mehr rein?
00:22:04: Noch mehr!
00:22:06: Dann ist das ja der Kern dessen was sich gut kann nämlich schnell viel leisten, optimieren etc.
00:22:17: pp.
00:22:18: Das ist ja das was mir Sicherheit gibt.
00:22:21: so
00:22:22: wenn ich jetzt diesen kreis unterbrechen möchte aus der leistungs aus dem leistungskedanken heraus Dann wäre die entwicklung zone zu sagen Nee Jetzt ist heute mal kein handstand training keinen joggen Keinen noch workout und so.
00:22:39: Du machst das alles jetzt einmal die woche über vier wochen Und dann guck mal, was in deiner Entwicklungsthone passiert.
00:22:51: Ich glaube dass das etwas ist, wo wir in der letzten Folge auch darauf eingegangen sind, dass sie sich lernen halt pieksig anfühlt und dass ich es manchmal nicht gut anfühle, dass es anstrengend ist etc.
00:23:13: Das ist genau das!
00:23:16: für den Leistungsarfen, für den Leistungsmenschen.
00:23:19: Ich meine in meiner Yoga-Phase also wo ich noch sehr viel praktiziert habe hätte ich ein Trikonassana damals nicht so gemacht wie ich hätte können können sondern wäre da ganz anders reingegangen.
00:23:36: das wär völlig außerhalb meiner Komfortzone gewesen weil das entspricht ja nicht dem.
00:23:44: Also wie mein Optimierungsleistungsgedanke das zulässt.
00:23:49: Das ist ja ein Rückschritt!
00:23:53: Aber, dass wäre Entwicklung gewesen weil ich dann vielleicht festgestellt hatte in einem Mensch, es fühlt sich ja viel besser an.
00:23:59: Es ist viel unangestrengter, kann viel besser atmen.
00:24:01: und dann sind wir halt wieder beim Ja bei dem Wahrnehmungslernen, ... bei diesen drei Ebenen, die halt eher oder zwei, drei... Also ich finde das motorische Lernen.
00:24:13: Das ist ja ein motorisches Lernen!
00:24:15: Ich gehe aus etwas wenig... also ich gehe da raus?
00:24:19: Also aus Trikonassana, aus meinem Handstandprogramm und lerne ja trotzdem im Körper motorisch und gewinne ja dadurch dass sich etwas anders mache an Wahrnehmung dazu.
00:24:38: Also weißt du?
00:24:39: Ja, vielleicht können wir auch noch mal so ein bisschen Lernen und Entwicklung voneinander abgrenzen.
00:24:44: Weil wir vielleicht auch im Prozess verstellen werden ob das die richtigen Begriffe sind.
00:24:48: aber Das Lern ist ja auch nicht ausgeschlossen auf der motorischen Ebene wenn ich zum Beispiel mein Trikonas einer Perfektioniere oder so.
00:24:56: Und die Entwicklung entsteht aber möglicherweise dadurch wenn alle drei Ebenen auf Dauer mit involviert sind und ich dir alle einen Blick habe.
00:25:08: Und ich finde, das ist ja auch... Vielleicht sind das zwei ganz gute Begriffe um so dieses Spannungsfeld zu beschreiben.
00:25:17: Weil ich find es ist durchaus auch berechtigt die Frage Ja wenn ihr jetzt jemand unsere letzte Folge gehört hat ja warum soll ich denn im Yoga jetzt schon wieder lernen?
00:25:24: Ich will da mal einmal Pause haben von diesem Lernen, Lern, Lernen optimieren und so weiter weil wir das ja eben oft auf diese sehr sichtbare Ebene so beschränken.
00:25:33: aber eigentlich dieser Entwicklung Das ist ja der Ursprungsgedanke vom Yoga, dass wir eigentlich die Muster, die wir haben, die Prägung, die Wir haben durch mehr Bewusstsein für uns entdecken und im Zweifelsfall auch verändern wollen.
00:25:55: Also eben nicht in Sinne der Optimierung sondern im Sinne der Erweiterung der Erfahrung
00:26:06: Ja
00:26:07: Also dass wir durchaus merken, wo habe ich bestimmte Gewohnheiten oder bestimmte Reaktionsmuster die immer anspringen und so.
00:26:18: Die mir aber vielleicht auch im Wege stehen und vielleicht auch dazu führen das sich mich vielleicht auch schräg verhalte in manchen Situationen oder andere da irgendwie auch drunter leiden oder auch ich selber.
00:26:28: also letztlich will uns das ja alles offener machen uns mehr Handlungsmöglichkeiten zu geben, auch im Sinne von irgendwie dass wir uns und andere auch gut behandeln können.
00:26:42: Ja absolut!
00:26:44: Aber es geht ja im Prinzip beziehungsweise was du jetzt gerade gesagt hast ist korrigier mich.
00:27:00: Komfortzone.
00:27:02: also einfach mal zu sagen ich bleib jetzt da wo ich gerade bin doch völlig in Ordnung.
00:27:19: Ja, jetzt will ich grad sagen wenn es bewusst passiert sozusagen.
00:27:24: Also wenn's nicht aus einem... Ich will dieses oder jedes verhindern.
00:27:27: also immer in Ordnung aber im Sinne dieser ganzheitlichen Entwicklungen oder so wäre es als bewusste Entscheidung sozusagen auch ein Entwicklungsschritt.
00:27:41: wenn ich sage okay ich trete jetzt aus dem... Ich muss immer meine Komfortzone erweitern wenn das mein Muster ist da aus dann ist das auch eine Weiterentwicklung, wenn ich so komfortsfone bleibe.
00:27:57: Ich finde das Thema insofern gerade total spannend als dass ich da einfach für mich auch gerade total dran bin weil ich glaube, dass wir in der Generation sind die super stark in diesem Leistung immer mehr und aber halt gar nicht so sehr um einen wirtschaftlichen Profit, also irgendwie ich sage mal wirtschaftlich da jetzt gerade was rein zu geben.
00:28:32: So wird die Generation unserer Eltern, die ja einfach sehr stark auch im Aufbau, im Auftrieb, im wirtschaftliche Wachstum waren und bei uns ist die Leistung viel mehr auf das, was uns persönlich angeht Also wirklich eher in diesem Selbstoptimierungsbereich ansässig.
00:29:00: Und ich glaube aber auch im Vergleichs-Bereich, also uns vergleichen mit anderen und gerade wenn wir in Gruppen Sport machen, Yoga machen Krafttraining was auch immer sind das ja immer zwei Partner die dabei sind.
00:29:18: Mein Selbstoptimerungsleistungsaffe Aber auch dieser Vergleichsaffel, die hängen ja beide auf meiner Schulter.
00:29:27: Und ich frage mich gerade wie einfach das ist in der Yoga-Klasse zu sagen, da ich mach heute einfach mal alles in, ich sag' mal Assana Basic Das soll jetzt gar nicht irgendwie doof klingen oder so Sondern ich übertreibe halt nicht.
00:29:47: Ich gehe heute nirgends wo tief rein.
00:29:53: Glaubst du, dass ein Mensch das einfach so aus sich herausmacht?
00:30:02: Ja.
00:30:03: Ich will nicht sagen ... Also ja kann schon sein aber ich würde auch sagen, dass es sehr viel voraussetzt an Prozessen die dann irgendwie schon abgelaufen sind also Das wahrscheinlich schon hinterfragt zu haben oder Ja, sich irgendwie freigemacht zu haben von Vergleichen.
00:30:31: Ein Selbstwettgefühl unabhängig davon irgendwie zu entwickelt zu haben was andere machen.
00:30:37: also ich glaube das ist durchaus möglich aber ich glaube es setzt halt viel voraus.
00:30:43: Aber jetzt stehe ich in dieser Yoga-Klasse Anders.
00:30:51: Was ist denn unsere Rolle als Teacher?
00:30:55: als Yoga-Lehrerin, als Bewegungstherapeutin was auch immer in diesem Kontext.
00:31:05: Weil die Schülerinnen, die kommen ja alle aus einem Leistungstag mit einem Leistungsaffen, mit einem Selbstoptimierungsaffen wollen aber eigentlich nur Ruhe und zu sich selbst für finden macht das jetzt mal sehr plakativ Wollen irgendwie nebenbei noch Erkenntnisse gewinnen, haben Bock auf Wahrnehmung und auch Motorisches lernen?
00:31:32: Und jetzt stehen wir da vorne.
00:31:35: Was ist unsere Aufgabe?
00:31:36: Noch detailliertere Ansagen?
00:31:39: Noch mehr zu machen?
00:31:40: Nein eigentlich doch nicht!
00:31:44: Eigentlich ist doch die Aufgabe von uns ich denke gerade laut weniger zu machen das nicht mehr zu füttern Das heißt den Raum zu öffnen, sich unbeschämt – ich greife jetzt wieder das Wort der psychologischen Sicherheit mit auf – um unbeschemte Dinge leichtzumachen.
00:32:15: Ich habe auch gerade gedacht, ich finde unsere Rolle ist im besten Fall und ich glaube es ist total schwer zu verkörpern dass es völlig okay ist, sich auf allen Ebenen zu bewegen in der Klasse.
00:32:30: Ob ich jetzt heute, sag' ich mal... Ich greife das auf überall die Basic-Variante mache weil ich merke, boah!
00:32:35: Ich brauche gerade irgendwie einfach Stabilität und Ruhe und will mich irgendwie mehr spüren.
00:32:40: und vielleicht ist aber auch eine Person da, die heute ganz gute Voraussetzung mitbringt sich ein bisschen an diesem interessanten Bereich zwischen Irritationen und Komfortzone zu belegen.
00:32:54: Weil ich finde sonst droht ja wieder die Gefahr wenn wir sagen Die brauchen jetzt alle Ruhe und ich lasse so den Leistungsgedanken ganz raus, ne?
00:33:05: Also den Leistungskedanken ganz herauslassen wäre natürlich immer wünschenswert.
00:33:09: Aber wenn wir auch eine Möglichkeit raus lassen wo jemand auf dieser motorischen Lernebene jetzt eine Erfahrung machen kann dann finde ich ist das eher droht die Gefahr dass wir dann in diesem Rückzug und ich schon mich uns zu stark davon abgrenzen, im Sinne von ich lerne dann vielleicht einen anderen Modus der so das Gegenteil von dem ist.
00:33:34: Das ist vielleicht auch schon eine Verbesserung im Gegensatz zu.
00:33:37: Ich kann nur irgendwie reinpowern und ideal wäre ja.
00:33:41: aber wenn ich es wirklich verinnerlichen kann und mich nicht total jetzt abgrenzten muss von Jetzt macht jemand anders gerade Die und die Variante, die komplex sind.
00:33:57: Und ich bleibe auf der Stufe stehen um damit fein zu sein.
00:34:04: Voll!
00:34:05: Ich schmeiß jetzt noch mal was rein.
00:34:07: Ja.
00:34:11: Dass weniger machen... dass... ich sag mal basic bleiben ist es nicht auch schon Entwicklungsbereich?
00:34:26: nur halt von einer anderen Richtung?
00:34:29: weil wenn ich gefüttert bin durch Leistung, Selbstoptimierung im Alltag.
00:34:39: Stressiger Manager in Posten, selbstständig Abteilungsleitung whatever kennst du selber?
00:34:49: Dann komme ich ja aus einem System mit meinen Affen auf meinen Schultern.
00:35:00: und Ich frage mich jetzt gerade ist es nicht weniger?
00:35:06: Also ist es nicht mehr Komfortzone zu sagen, so wir machen heute eine Practice Class.
00:35:11: Also nehmen halt R-C in zwölf Kilo auf Kraftsport.
00:35:15: oder ich sag mal Baruchspräch übersetzt als zu sagen
00:35:22: So!
00:35:24: Heute machen wir anstelle von der Practice ne Basic Da wird doch das Alarmsystem vielmehr angehen Oder zumindest der Entwicklungsbereich vielleicht ein kurzzeitiges Aufbäumen und dann Weißt du, was ich meine?
00:35:39: Ja.
00:35:40: Machen wir dich auch gerade irgendwie wieder so ein bisschen den Fehler, dass wir Lernen und Leistung in einem Top-Schwassen ... Ja!
00:35:47: Weil also ich glaube das es total wichtig ist einen Raum zu schaffen wo Menschen die Möglichkeit haben aus dem Leistungssystem auszusteigen Und deswegen dieses Verkörpern von ...
00:35:59: Okay Du hast recht
00:36:00: Das ist alles okay hier, ne?
00:36:01: Du kannst hier kommen wie du heute willst.
00:36:05: Ich frage mich auch, können wir das in dem Moment für die Leute entscheiden, die kommen?
00:36:10: Oder manchmal kann ja auch das eine Brücke sein.
00:36:14: Manchmal brauche ich vielleicht dass der Leistungsaffe mit im Boot ist oder auch die ersten fünfzig Minuten mit im boot ist damit ich nachher zehn Minuten Schawassana machen kann oder so.
00:36:23: das noch mein anderer Aspekt.
00:36:24: aber also heißt ich würde gerade mal behaupten wenn... Also den Modus der Leistungsgesellschaft zu verlassen, muss nicht heißen die Basic-Variante zumachen.
00:36:46: Das kann das heißen in ganz vielen Fällen aber es ist vielleicht nicht die einzige Form.
00:36:55: ich glaube dass was ich gerade mit reinbringe ist ich weiß nicht auf englisch würde jetzt behavior benennen also sagen wir Persönlichkeit.
00:37:06: Wir haben eine Persönlichkeit, die wir mit reinbringen.
00:37:11: Sorry Leute heute ist es sehr komplex!
00:37:16: Wir haben ja eine Persöhnlichkeit, die in unseren Lernraum rein bringen
00:37:22: so.
00:37:24: Wer mir schon gesagt lernen findet statt wenn Erwartungen nicht erfüllt werden also nicht ganz erfüllt werde Wenn etwas vielleicht auch mal anders passiert und wenn auch vielleicht Fehler auftreten.
00:37:37: Das Beispiel hattest du ja jetzt in den letzten Folgen immer wieder benannt und gesagt, wenn ich irgendwie aus etwas rauskomme und mich umorientiere dann passiert da ja ein Lernprozess.
00:37:50: so.
00:37:55: Ich hänge mich also vielleicht hänge ich mich gerade wirklich dran auf an diesem Board Leistung.
00:37:59: aber lass es uns jetzt mal mit Persönlichkeit umschreiben.
00:38:03: Wenn ich jetzt mit einer Persönlichkeit ankomme
00:38:08: die
00:38:09: sehr leistungsorientiert als wert ist, so.
00:38:15: Dann habe ich innerhalb dieses, ich sag mal dieser Kompensation oder dieser, ich sage mal meinem Wertesystem meiner Struktur die Möglichkeit ins motorische Lernen oder ins Wahrnehmungslernen wie auch immer zu kommen.
00:38:43: aber ist nicht die Aufgabe von uns Lehrerinnen auch manchmal genau an dieser Stelle einen Spannungsbogen aus Fehlern, Erwartungen, die ja nicht erfüllt werden und es einfach anders zu machen als erwartet.
00:39:04: So setzen damit der Mensch aus seinem leistungsorientierten Persönlichkeitsmerkmal rausgeschoben wird um überhaupt wieder in so ein, ich sag mal weniger selbstoptimierten Lernprozess zu kommen.
00:39:28: Meinst du das ist nicht reicht als LehrerInnen zu verkörpern?
00:39:33: Es ist hier völlig okay alles was Du heute machst und es geht mir nicht um Leistung sondern dass wir dazu zusätzlich eigentlich die Verantwortung haben zu sensibilisieren dafür, dass es was braucht um aus dem leistungsmodus rauszutreten und das ist ruhephasen zum beispiel braucht oder
00:39:59: geidens das wir quasi ja
00:40:01: also zu sensibilisieren dazu dass wenn yoga immer nur herausfordert ist dass dann irgendwas schiefläuft ja sagen
00:40:11: ja das war jetzt ein langer bogen.
00:40:21: ich meine ich weiß nicht ob der vielleicht auch einen Teil irgendwie zeigt, wie sehr das einfach in uns steckt.
00:40:28: Wie schwer es ist auch selbst in der Theorie jetzt darüber zu reden frei von Leistungsaspekten?
00:40:36: Es ist echt schwer!
00:40:37: Ich glaube auch nicht dass es das letzte Mal ist, dass wir uns diesem Thema halt gewidmet haben und das Thema Lernen und Leistung und Optimierung vielleicht auch irgendwann nochmal spezieller aufs Nervensystem bezogen, irgendwie drauf eingehen.
00:40:57: Ja und ich finde es gerade aber irgendwie auch noch mal wichtig weil wir jetzt ja dieses ganzheitliche Erkenntnis lernen als Ursprungsidee von Yoga postulieren wollen, weil das so sehr in Vergessenheit gerät in der heutigen Zeit, finde ich ist auch eine gewisse Falleleistung als was Negatives irgendwie zu deklarieren.
00:41:26: Und das finde ich natürlich im Extrem, selbst Optimierung Leistungen über die Grenzen hinaus auf Dauer ist natürlich etwas was nicht gesund ist.
00:41:36: aber ich finde auch letztlich wichtig irgendwie... Ich glaube eigentlich um ein gesundes Verhältnis zur Leistung zu entwickeln dürfen wir es auch nicht verteufeln sondern irgendwie dass es schwer für mich in der heutigen Zeit weil es so überpräsent ist und falls ebenso in unserer DNA quasi drinsteckt, dass eben diese Ursprungsidee des Yoga, das wir die Prägung erkennen und davon auch wenn nötig einen Schritt zurücktreten können.
00:42:04: Und dann freier agieren können, dass es so schwer ist und dass wir eher in Abgrenzungsdingen fallen und Leistungen ein Stück weit verteufeln und das irgendwie raushalten wollen.
00:42:17: aber ich glaube Also da gibt es noch eine Stufe drüber, wo wir irgendwie ein entspannteres Verhältnis entwickeln können zum Thema Lernen und Leistung oder Herausforderungen.
00:42:32: Wo wir auch die positive Komponente von Leistung irgendwie auch wieder wertschätzen können ist ja was cooles auch.
00:42:39: Und das ist ja auch eine tragende Säule unserer Gesellschaft oder auch für ein funktionierendes Leben, was wir führen in ausgewählten Bereichen sofern immer der einzige Modus und nur höher, schneller weiter.
00:42:55: Also so quasi das was der Kapitalismus sozusagen ja rauspresst ist schon ausgequetscht in Zitrone.
00:43:06: Voll!
00:43:10: Sagen wir uns für heute so stehen lassen?
00:43:13: Genau vielleicht nicht.
00:43:15: ein paar Fragezeichen schicken wir euch jetzt.
00:43:18: Ich glaube ihr dürft auch gerne meldet euch und sagt einfach, wie ihr mit diesem Thema umgeht.
00:43:26: Und wie ihr zu dem Thema Leistung lernen steht und in Bezug auf Yoga aber im Bezug auch auf das bewegende Lernen Bewegungsangeboten Sport ja auch immer.
00:43:42: Vielleicht haben wir euch heute teilweise ein kleines Labyrinth unserer Gedanken mitgenommen.
00:43:47: Ja
00:43:49: darf vielleicht auch mal sein
00:43:51: Voll, absolut.
00:43:53: Ja... Okay,
00:43:55: Christian ist gut, Lena!
00:43:56: Bis zum nächsten Mal!
00:43:58: Ciao!
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